|
Mond von Uranus Durchmesser
154 km
|
.
- Die Praxis des Hellsehens durch magische
Spiegel:
a) Schauen durch Zeit
und Raum
b) Fernwirkung durch den
magischen Spiegel
c) Verschiedene Projektionsarbeiten
durch den magischen Spiegel
In Stufe 7 habe ich im Kapitel Magische Seelen-Schulung das Problem des Hellsehens behandelt. In dieser Stufe will ich es noch einmal gehörig unter die Lupe nehmen. Die verschiedensten Anleitungen, die zur Erreichung dieser Fähigkeit bisher veröffentlicht wurden, brachten niemand den gewünschten Erfolg. Selbst besonders begabte medial veranlagte Personen haben im Hellsehen nur Teilerfolge aufzuweisen, die sich gewöhnlich früher oder später verlieren.
Zumeist werden aber solche Personen von verschiedenen Krankheiten heimgesucht, wie Augenschwäche, Nervenleiden usw. Der Hauptgrund einer Erkrankung ist darin zu suchen, daß das erzielte Hellsehen keine Folgeerscheinung der mentalen und astralen Entwicklung ist, sondern gewaltsam heraufbeschworen wurde, daher einseitig und infolgedessen krankhaft ist. Eine praktische Befolgung jeder dieser unvollkommenen Anleitungen führt ausnahmslos zu einer unnatürlichen krankhaften Lahmlegung eines Elementes, wodurch eine Überempfindlichkeit eines Sinnesorganes auftritt.
Daß durch diese Überempfindlichkeit dann Sinneseindrücke aus der astralen oder mentalen Welt erreicht werden können, ist nicht ausgeschlossen, aber alle diese Wahrnehmungen hängen von der geistigen Veranlagung des Übenden, von seiner Reife und letzten Endes auch vom Karma ab. Die Lähmung eines Elementes läßt sich in vier Hauptgruppen einteilen, und zwar
Gruppe 1. Lahmlegung des Feuerprinzipes
In diese Gruppe gehören alle Hellsehexperimente,
die durch Fixierung unternommen werden, wie Kristallsehen, Fixieren eines
Punktes, einer glänzenden Fläche, schwarzer Tinte, schwarzen
Kaffees, Spiegels usw.
Gruppe 2. Lahmlegung des Luftprinzipes:
In diese werden alle Hellsehexperimente eingereiht,
die mittels Räucherungen, Einatmen von narkotischen Dämpfen,
Gasen usw. unternommen werden.
Gruppe 3. Lahmlegung des Wasserprinzipes:
Diese wird durch Experimente heraufbeschworen,
die mittels Einnehmen von narkotischen und alkalischen Mitteln, wie Opium,
Haschisch, Soma, Peyotl, Meskalin, im Verdauungsprozeß der Blutbahn
zugeführt werden.
Gruppe 4. Lahmlegung des Erdprinzipes
Zu dieser führen alle Praktiken, die
eine Bewußtseinsspaltung oder Bewußtseinsverschiebung verursachen,
wie z. B. Tänze, Wiegen des Oberkörpers, Kopfkreisen, Buchstabieren
in den Füßen u. dgl. mehr. Auch alle ungewollten und krankhaften
Visionen Geisteskranker, ferner alle pathologischen Fälle, die sich
durch Schreck, Zorn, Erschöpfung einstellen, gehören in diese
Gruppe.
Über die Mannigfaltigkeit solcher Übungen, über deren Gefahren und Nachteile ließe sich sehr viel sagen. Dem wahren Magier dürfte jedoch diese kurze Beschreibung genügen. Daß die Lahmlegung eines Elementeprinzips nicht nur gesundheitlichen Schaden bringt, namentlich wenn solche und ähnliche Experimente lange Zeit praktiziert werden und zur Gewohnheit geworden sind, sondern auch die geistige Entwicklung hemmt, ist selbstverständlich.
Der Zweifler hat an Hand dieser vier Hauptgruppen die Möglichkeit, sich von der Existenz höherer Kräfte zu überzeugen; wenn er aber weder sich selbst noch die Elemente beherrscht, unterliegt er leicht den Lockungen niederer Kräfte. Und wenn man diesen einmal nachgegeben hat, ist es sehr schwer, wieder hochzukommen.
Nur ein geschulter Magier, der einen festen Willen hat, die Elemente beherrscht und die astralen Sinne durch Übungen der einzelnen Stufen entwickelte, kann sich ungestraft eine zeitweise Lahmlegung oder Ausschaltung eines Elementeprinzips erlauben, ohne Gefahr zu laufen, irgendwelchen Schaden an Körper, Seele und Geist zu erleiden. Der echte Magier bringt durch seine Übungen Körper, Seele und Geist wieder ins elementische Gleichgewicht. Auch seine Erfolge in der Praxis des Hellsehens sind zufriedenstellend, denn er experimentiert nicht, sondern arbeitet bewußt mit den erworbenen Fähigkeiten, die Begleiterscheinungen seiner geistigen und seelischen Entwicklung sind.
Die Praxis des Hellsehens mit magischen Spiegeln
Es gibt zwei Arten von magischen Spiegeln, und zwar 1. die optischen, die entweder aus flachem Glas oder aus Hohlglas verfertigt werden und auf der einen Seite mit Silberamalgam oder schwarzem Lack versehen sind. Bei dem Hohlspiegel ist die nach außen gewölbte Seite lackiert und die innere, also hohle Seite, rein und glänzend. Zu den optischen Spiegeln werden auch Kristallkugeln gezählt, ferner flache oder hohle Metallspiegel, deren Oberfläche mit einer farbigen oder schwarzen Flüssigkeit versehen wurde. Auch die Oberfläche eines stehenden Wassers kann als optischer Spiegel dienen.
Zu der zweiten Art von magischen Spiegeln
gehören solche, die mit fluidischen Kondensatoren ausgestattet werden,
worüber ich bereits geschrieben habe.
Vor allem muß der Magier wissen, daß
nicht der Spiegel allein den Erfolg der Spiegelmagie sichert, sondern die
durch vorhergehende Übungen entwickelten astralen und mentalen Fähigkeiten.
Der Magier wird also einen magischen Spiegel jeglicher Art nur als Hilfsmittel,
sozusagen als Werkzeug betrachten. Damit ist nicht gesagt, daß ein
Magier nicht auch ohne Spiegel arbeiten könnte, aber da sich so viele
Anwendungsmöglichkeiten mit einem magischen Spiegel bieten, wird der
Magier von diesem Hilfsmittel immer gern Gebrauch machen.
Ein Magier, der diesen stufenweisen Lehrgang praktisch durchgearbeitet hat, wird davon absehen, sich vor einem magischen Spiegel bloß hinzusetzen und durch Fixieren die Sehnerven zu ermüden. Er arbeitet richtig magisch. Bevor ich einzelne Praktiken näher beschreibe, führe ich Beispiele an, wo ein magischer Spiegel gute Dienste leistet.
l. Bei allen Imaginationsarbeiten, die optische
Übungen erfordern.
2. Bei allen Ladungen von Kräften, Fluiden
usw.
3. Als Durchgangspforte zu allen gewünschten
Ebenen.
4. Als Verbindungsmittel mit lebenden und
verstorbenen Personen.
5. Als Hilfsmittel zur Kontaktherstellung
mit Kräften, Wesenheiten usw.
6. Als Strahlgerät bei Raumimprägnierungen,
Krankenbehandlungen usw.
7. Als Beeinflussungsmittel für sich
selbst oder für andere Personen.
8. Als magischer Sender und Empfänger.
9. Als Abwehrgerät schädlicher
und unerwünschter Einflüsse.
10. Als Projektionswerkzeug aller gewünschten
Kräfte und Bilder.
11. Als Fernsehgerät.
12. Als Hilfsmittel zur Erforschung von Gegenwart,
Vergangenheit und Zukunft.
Da der magische Spiegel ein Universalmittel ist, lassen sich alle Möglichkeiten nicht anführen. Der intuitive Magier wird sich an Hand dieser zwölf Beispiele weitere Praktiken selbst zusammenstellen.
Du sitzt im Asana vor deinem magischen Spiegel in einem Abstand von ein bis zwei Metern. Die Beleuchtung spielt bei dieser Übung keine Rolle. Nun trainierst du Imaginationsübungen, indem du dich anfangs an der Spiegeloberfläche Gegenstände der Reihe nach vorstellst, die du mit offenen Augen so klar und deutlich sehen mußt, wie wenn sie tatsächlich vorhanden wären.
Da du inzwischen Meister der Imagination geworden bist, wird dir diese Vorübung keinerlei Schwierigkeiten bereiten. Die Vorstellung des Gegenstandes hälst du einige Minuten fest und löst sie dann durch Imagination wieder auf. Sollte dir die Imagination mit Gegenständen dennoch schwerfallen, kannst du vorher Imaginationsübungen mit Farben vornehmen, ehe du zu Gegenständen übergehst.
Da, wie bereits bemerkt, die optische Imaginationsfähigkeit dem Feuerprinzip analog ist, werden diejenigen Magier, die das Feuerelement gut beherrschen, auch in der Spiegelmagie die besten Erfolge haben. Nach der Vorstellung von Gegenständen nimmst du Imaginationsübungen mit verschiedenen Tieren vor, nachher mit Menschen, wobei du dir anfangs Gesichtszüge von Bekannten, Freunden, später von unbekannten Personen und Rassen vorstellst. Sodann dehnst du deine Imaginationsarbeit auf den ganzen Körper aus.
Kannst du dir einen Menschen, ob bekannt oder fremd, männlich oder weiblich, auf der Spiegeloberfläche vorstellen, greifst du zu Vorstellungen von Häusern, Gegenden, Ortschaften u. dgl., bis du auch darin eine fabelhafte Fertigkeit erreicht hast. Dann erst bist du magisch vorbereitet, richtige Spiegelmagie zu betreiben.
Diese vorbereitende Übung ist sehr wichtig, denn das mentale, astrale und grobmaterielle Auge muß sich durch die Imaginationsübungen erst daran gewöhnen, die Größe der Bilder und deren Klarheit zu erfassen. Andernfalls würde man nur verzerrte Bilder sehen. Bei dieser Vorübung lasse man es aber auf keinen Fall zu, daß im Spiegel von selbst verschiedene Bilder auftauchen, was bei medial veranlagten Personen leicht vorkommen könnte.
Man weise deshalb alle Bilder, die von selbst an der Spiegeloberfläche erscheinen, energisch zurück, mögen sie noch so schön und phantastisch sein, denn alles, was man ungewollt sehen würde, sind Halluzinationen, Gedankenreflexe aus dem Unterbewußtsein, die gerne auftreten, um den Magier zu täuschen und ihn in seiner Arbeit zu hindern. Bei dieser Vorübung wird man bemerken, daß es sich um so leichter imaginativ arbeitet je größer der Spiegel ist.
Die Ladung des magischen Spiegels
Die nächste Aufgabe des Magiers ist, mit der Ladung von Spiegeln vertraut zu werden. Er muß es fertigbringen, auf jede Spiegeloberfläche mittels Imagination aus sich selbst oder direkt aus dem Universum die gewünschte Kraft zu bannen, zu stauen und diese wiederum durch Imagination in die Urquelle aufzulösen. Es sind folgende Ladungen vorzunehmen:
1. der Reihe nach mit allen vier Elementen,
2. mit Akasha,
3. mit Licht,
4. mit dem elektrischen Fluid,
5. mit dem magnetischen Fluid.
Hat der Magier durch diese Übungen eine gewisse Fertigkeit im Laden des Spiegels gewonnen, ist er für weitere Spiegelexperimente reif geworden, für die ich einige Beispiele nebst Methoden anführe.
Der magische Spiegel als Durchgangspforte zu allen gewünschten Ebenen
Bei diesem Experiment sorgst du dafür, daß du von der Umgebung nicht gestört wirst. Setz dich bequem vor deinen Spiegel und lade dessen Oberfläche mit dem Akashaelement, das du in deinem Körper aus dem Universum durch die Lungen- und Porenatmung einsaugst. Die Ladung des Spiegels mit dem persönlichen Akasha kann entweder durch die Hände oder direkt durch den Solar-Plexus erfolgen.
Sodann vergißt du deinen Körper und denkst dich nur als Geist, der jedwede Form und Größe annehmen kann. Nun denkst du, daß sich dein Geist so verkleinert, daß er durch den Spiegel hindurchzugehen vermag. Wenn du mit Hilfe der Imagination durch den Spiegel hindurchgehst, wirst du dich auf der Astralebene befinden. Halte dich dort mit vollem Bewußtsein auf, schaue einige Male umher, ohne das Bewußtsein zu verlieren oder gar einzuschlafen. Dann kehre durch den Spiegel wieder zurück und verbinde dich mit dem Körper.
Anfangs wird dich auf der Astralebene nur Dunkelheit umgeben. Bei öfterem Wiederholen wirst du Licht wahrnehmen. Das Gefühl der Freiheit, Ungebundenheit, Zeit- und Raumlosigkeit wird dich überkommen. Du befindest dich auf der Astralebene, die üblich mit Jenseits bezeichnet wird. Bei öfteren Übungen wirst du mit Verstorbenen und anderen Wesen der Astralebene zusammenkommen, und wenn du den Wunsch hast, irgendeinen Verstorbenen zu sehen, so wirst du im gleichen Augenblick mit ihm in Beziehung sein.
Durch wiederholte Besuche dieser Astralsphäre wirst du alle dort geltenden Gesetze kennenlernen sowie den Platz, den du dort einstmals nach dem Ablegen deines physischen Körpers einnehmen sollst. Die Furcht vor dem Tode wird dadurch ein für alle Mal aufgehoben sein. Wenn du dich von der Astralebene aus auf eine höhere Ebene konzentrierst, so wirst du bald feinere Schwingungen empfinden; ein Gefühl besonderer Leichtigkeit - Ätherisiertheit wird dich umgeben, und du wirst mit Wesenheiten höherer Sphären in Verbindung treten können.
Erkenntnisse und Erfahrungen werden dir zuteil, die dir kein Sterblicher geben kann. In deinen Körper kehrst du stets rnit geistigen Schwingungen höherer Art zurück, die sich nicht beschreiben lassen. Welche von den geistigen Sphären du besuchen kannst, hängt von der Beherrschung der Elemente und von deiner geistigen und astralen Reinheit - Veredelung des Charakters - ab. In der Aneignung höherer Kenntnisse sind dir keine Schranken gesetzt.
Hast du daselbst deine Erfahrungen gesammelt, kannst du auf dieselbe Art auch mit hohen Lichtwesen in Verbindung treten, nur ist dann der Spiegel nicht mit Akasha, sondern mit konzentriertem Licht, einer Sonne gleich, zu laden. Daß du nach dieser Methode durch den Spiegel auch niedrigere Sphären, z. B. die der Elemente und ihre Wesen, besuchen kannst, ist außer Zweifel. Nur mußt du dann den Spiegel mit dem betreffenden Element, dessen Ebene du besuchen willst, laden. Auch ist beim Hindurchgehen des Spiegels die Form dieser oder jener Ebene anzunehmen.
Willst du das Gnomenreich besuchen, so ist nicht nur der Spiegel mit dem Erdelement zu laden, sondern dein eigener Geist muß sich imaginativ in die Gestalt eines Gnomen versetzen und sich ganz mit dem Erdelement füllen. Dasselbe gilt von den Luftgeistern, den sogenannten Feen, den Wassergeistern oder Nixen und den Feuergeistern, den Salamandern. Auch hier sind die gewonnenen Erfahrungen so reichhaltig und wunderbar, daß man darüber ganze Bücher verfassen könnte.
Wie die Geister der einzelnen Elemente auf
unsere Erde herabgezogen werden und für verschiedene Dienste zu verwenden
sind, beschreibe ich ausführlich in einem zweiten Werk, betitelt »Die
Praxis der magischen Evokation«.
Der magische Spiegel als Verbindungsmittel zwischen lebenden und verstorbenen Personen
Willst du mit Hilfe des Spiegels einen Freund, Bekannten oder irgendeine andere Person beeinflussen, z. B. den Befehl erteilen, dir zu schreiben oder dich zu besuchen, verfährst du wie folgt:
Du ladest die Spiegeloberfläche mit Akasha und meditierst, daß überall: zwischen dir, dem Spiegel und dem Freunde Akasha ist, daß es also weder Zeit noch Raum gibt. Dieses Gefühl hälst du meditativ fest und wünschst im Spiegel sogleich deinen Freund zu sehen. Gleich darauf wirst du wie in einem Panorama die gewünschte Person erblicken, sehen, womit sich diese beschäftigt und deren unmittelbare Umgebung wahrnehmen.
Gleichzeitig wirst du das Gefühl haben, als ob du persönlich neben der gewünschten Person stehst. Ist dir die Umgebung bekannt, kannst du dich gleich darauf durch das mentale Wandern von der Wahrhaftigkeit des im Spiegel Gesehenen überzeugen. Hat der Magier richtig geübt, seine astralen Sinne geschult, so werden seine Erfahrungen, wie im Arbeiten mit dem magischen Spiegel, so durch das Wandern übereinstimmen und den Tatsachen entsprechen. Ist dem nicht so, muß das Experiment so oft wiederholt werden, bis die innere Gewißheit besteht, daß das Gesehene mit der Wirklichkeit übereinstimmt, was durch andere persönliche Kontrollen ohne weiteres eruiert werden kann.
Siehst du z. B., daß die gewünschte Person schläft, so ziehst du mittels Imagination den Geist, d. h. den Mentalkörper, in deinen Spiegel und verdichtest denselben mit deinem Willen so stark, wie wenn die Person leiblich vor dir stehen würde. Ist dir das gelungen, erteilst du ihr den gewünschten Befehl. Es ist hierbei wie bei der Autosuggestion die Gegenwarts- und Befehlsform einzuhalten, da sich das Unterbewußtsein der betreffenden Person möglicherweise widersetzen könnte.
Kein wahrer Magier wird sich aber dazu herablassen, schlechte Befehle zu erteilen; das Akashaprinzip würde sich schwer rächen. Ferner ist es durch die Spiegelmagie möglich, mit einem anderen Magier gleicher Entwicklung den astralen Kontakt herbeizuführen, und was dann der Magier in den Spiegel hineinspricht, wird von dem anderen Magier, mag er noch so weit entfernt sein, vernommen, manchmal sogar so laut, daß eine gerade anwesende, sensitiv veranlagte Person die auf Entfernung gesprochenen Worte deutlich hören könnte.
Verstorbene Personen werden auf dieselbe Art gerufen, im Spiegel zu erscheinen, nur konzentriert man sich ins Akasha und stellt sich die Person vor oder denkt intensiv, daß sie erscheinen solle. Ruft man einen Verstorbenen, den rnan nicht gekannt hat, konzentriert man sich auf irgendeinen Anhaltspunkt in der Zeit, in der die Person lebte und ruft nachher den Namen ins Akasha und wartet, meditativ verharrend, auf das Erscheinen des verstorbenen Wesens. In ganz kurzer Zeit wird dasselbe im Spiegel erscheinen, worauf der Magier seine Wünsche äußern kann.
Anfangs wird er ähnlich einem lauten Denken, später - wörtlich falls er es wünscht - mit der verstorbenen Person verkehren können. Der Magier hat ferner auch die Möglichkeit, die Erscheinung der verstorbenen Personen aus dem Spiegel heraustreten zu lassen und durch das Erdelement so stark zu verdichten, daß sie sogar dem Auge eines ungeschulten Menschen sichtbar gemacht werden kann. Wie tief und eingehend man sich auf solche Arbeiten spezialisiert, bleibt jedem anheimgestellt. Es können auch noch andere Wesen herbeigerufen und verdichtet werden, jedoch darüber Näheres in meinem weiteren Werk »Die Praxis der magischen Evokation«, da noch bestimmte Verhaltungsmaßregeln beachtet werden müssen.
Der magische Spiegel als Hilfsmittel zur Kontaktherstellung mit Kräften, Wesenheiten usw.
Ausführlich beschreibe ich diese Methode in meinem Werk »Die Praxis der magischen Evokation«. Hier bemerke ich interessehalber nur folgendes: Wenn der Magier seinen Spiegel mit Akasha lädt und auf der Oberfläche mittels Imagination mit dem entsprechenden Element des Wesens sein Zeichen, seinen Charakter oder sein Sigill imaginativ zieht und den Namen des Wesens analog den Universalgesetzen ausspricht, kann er mit dem gewünschten Wesen in nähere Beziehung kommen. Der Kontakt ermöglicht es dem Magier, von dem Wesen alles zu erhalten, was dessen Eigenart entspricht. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Wesen und Kräfte.
Der magische Spiegel als Beeinflussungsmittel für sich selbst oder für andere Personen
Als ein ausgezeichnetes Selbstbeeinflussungsmittel kann jeder magische Spiegel, aber namentlich ein mit fluidischem Kondensator versehener magischer Spiegel dienen. In dieser Hinsicht gibt es so viele Anwendungsmöglichkeiten, daß es unmöglich ist, sie hier alle aufzuzählen. Ich kann hier nur einige praktische Beispiele angeben.
Du ziehst aus dem universalen Lichtmeer mittels Imagination oder Lungen- und Porenatmung so viel Licht in deinen Körper, bis du dich wie eine Sonne weißglühend empfindest. Imprägniere das Licht mit einer Wunschkonzentration, z. B., daß dir das Licht respektive dessen Strahlung Intuition, Inspiration oder eine andere wünschenswerte Fähigkeit verleiht oder eine Wahrheit erkennen läßt. Laß nun das Licht mittels Imagination durch die Hände auf die Oberfläche des Spiegels strömen und stauen, bis das letzte Lichtfünkchen aus deinem Körper auf den Spiegel übergegangen ist.
Das zusammengestaute Licht machst du zu einer gleißenden weißen Kugel oder Sonne, die enorme intensive Strahlen aussendet. Wiederhole diese Ladung einige Male unmittelbar nacheinander, bis du die Gewißheit hast, daß der Spiegel so stark geladen ist, daß seine Strahlen deinen Körper, Seele und Geist stark durchdringen und bei dir den gewünschten Einfluß auslösen. Dann bannst du durch deine Willenskraft und Imagination nebst fester Überzeugung dieses Licht solange auf die Spiegeloberfläche, wie du es brauchst und löst es sodann wieder auf.
Von der Wirkung und dem Einfluß des Lichtes mußt du so fest überzeugt sein, daß kein einziger Zweifelsgedanke in dir aufkommt. Gerade die feste Überzeugung ist es, die den Lichtstrahlen eine enorme Dynamik verleiht, die beinahe physikalische Wirkungen hervorruft. Ich selbst habe vor Jahren auf diese Art einen magischen Hohlglasspiegel so stark geladen, daß er in Hunderte von Splittern ging und ich für diesen Zweck einen Eichenholzspiegel herstellen rnußte.
Du setzt dich vor den Spiegel und meditierst in der von dir gewünschten Richtung über die Wahrheit, die du erfahren willst, oder über das Problem, das du zu lösen wünschst. Wenn du nach deiner Meditation das Akashaprinzip in dir einschaltest oder dich in den Trancezustand versetzt, erreichst du sehr bald deinen Zweck. Jedenfalls wird dich diese Arbeit angenehm überraschen, und später wirst du diese Praktik bei deinen Meditationen kaum noch entbehren können.
Läßt man den magischen Spiegel geladen, so ist er vor den Blicken anderer Personen zu schützen. Am besten, man hüllt ihn in Seide, da Seide bekanntlich ein gutes Isoliermittel ist. Du kannst auch die Strahlen des Spiegels auf dein Ruhebett richten und die ganze Nacht wirken lassen, um auch während des Schlafes das Unterbewußtsein für den angestrebten Zweck zu beeinflussen. Deine Autosuggestionen verstärken nur noch die Wirkung und führen zu rascherem Erfolg.
Es ist selbstverständlich, daß du auf diese Art nicht nur Erkenntnisse und Fähigkeiten weckst und zu größerer Entfaltung bringst, sondern auch deine Seele und deinen Geist in der gewünschten Richtung beeinflussen tust. Benötigst du den Einfluß des Spiegels nicht mehr oder erfordert eine andere Arbeit andere Ladung, z. B. Akasha- oder Elementestrahlungen, magnetische oder elektrische Fluide, ist durch Imagination die erste Ladung auf umgekehrte Weise aufzuheben respektive das Licht wieder ins Universum aufzulösen.
Man kann auch andere Personen bestrahlen und beeinflussen, nur ist dabei die gewünschte Ladung nicht durch den eigenen Körper, sondern direkt aus dem Universum auf die Spiegeloberfläche mittels Imagination zu lenken. Alle möglichen Experimente, wie Hypnose, mediale Zustände, magnetischer Schlaf, lassen sich damit vollbringen, was der intuitive Magier begreiflich finden und sich die Praxis dementsprechend einrichten wird.
Der magische Spiegel als Strahlgerät bei Raumimprägnierungen und Krankenbehandlungen
Eine ähnliche Praktik ist die Raumimprägnierung mit Hilfe des magischen Spiegels. Du ladest deinen Spiegel mit dem deinem Wunsch entsprechenden Fluidum, wie Licht, Biomagnetismus, Akasha, und staust es direkt aus dem Universum mittels Imagination so stark, daß sich die Strahlung im ganzen Raum, den du zu imprägnieren wünschst, verbreitet. Schon beim Stauen terminierst du die Wirkung. So kannst du, wenn es notwendig ist, den ganzen Raum, in dem du dich aufhälst, auch tage-, ja sogar monatelang für deine Zwecke, wie z. B. Erfolg, Gesundheit, Inspiration, Frieden, bestrahlen.
Du kannst im Notfall auch die Ladung verstärken, indem du die Dynamide durch öfteres Wiederholen verdichtest. Logischerweise können auf dieselbe Art auch Krankheiten beseitigt werden, wenn der Spiegel entsprechend geladen ist. Man kann auch kranke Personen vor den Spiegel setzen, die sich schon nach wenigen Minuten je nach der Spannkraft der geladenen Kraft im Spiegel wohler fühlen werden.
Der magische Spiegel als Sender und Empfänger
Auch für diese Zwecke findet der Spiegel fabelhafte Verwendung, und zwar können Experimente der Bilderbelebung oder Schallübertragungen vorgenommen werden. Ähnlich wie es im Radio einen Sender und einen Empfänger gibt, so kann auch unser Spiegel in diesem Sinne ausgenützt werden. Ich gebe hier kurz zwei Praktiken bekannt, die derjenige Magier mühelos vollbringt, der rnir bis hierher Schritt um Schritt folgte.
Die erste Praktik beschreibt die gegenseitige Bilder- oder Gedankenbelebung zwischen zwei gleich geschulten Magiern. Die Entfernung kann eine beliebige sein. Ob es sich um 10 oder 1000 km handelt, spielt bei unseren Experimenten keine Rolle. Die Verständigungsmöglichkeit ist eine mehrfache, und zwar durch Gedanken, Bilder, Briefe, Worte und Gefühle. Die Praxis ist immer dieselbe, und es wird mit ein und demselben Prinzip, dem Akashaprinzip, gearbeitet. Anschließend folgt die Beschreibung des Spiegels als Sender, ohne daß der Beeinflußte weiß, daß gefunkt wurde.
Anfangs wird es gut sein, wenn sich der Magier eine gewisse Praxis mit einem Partner aneignet, der auf der gleichen Entwicklungsstufe steht oder wenigstens das Akashaprinzip gut beherrscht. Verabrede mit deinem Partner die genaue Zeit der Sendung und des Empfanges. Beides kann gleichzeitig geschehen. Zuerst die Praxis des Senders:
Dieser lädt vor allem den Spiegel mit Akasha und versetzt sich durch das Akashaprinzip in Trance. Den Raum- und Zeitbegriff schaltet er zwischen sich und dem Empfänger mittels Imagination aus, so daß er das Gefühl hat, selbst bei seinem Freund zu stehen. Dieses Gefühl tritt später ganz automatisch auf, wie wir schon aus Erfahrung und durch vorherige Experimente wissen. Zunächst versucht man, ganz einfache Figuren zu übertragen, z. B. ein Dreieck oder einen Kreis mit dem Wunsch, daß der zu empfangende Partner diese in seinem Spiegel sehen möge.
Der Empfänger hat nichts anderes zu tun, als ebenfalls vor der Sendung seinen Spiegel mit Akasha zu laden, sich durch das Akashaprinzip in Trance zu versetzen und darauf einzustellen, daß er das, was der aussendende Partner schickt, im Spiegel deutlich sichtbar erkennt. Sind beide Magier gleichmäßig geschult, wird das Bild, das der aussendende Partner in den Spiegel hineinprojiziert, vom empfangenden Partner sichtbar wahrgenommen.
Ist die Zeit des Aussendens und Empfanges verstrichen, tauscht man die Rollen, indem man selbst Empfänger wird und das telepathische Experiment in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Es ist immer gut, wenn der Magier sich sowohl im Aussenden als auch im Empfangen gleichmäßig schult. Durch anfängliche Mißerfolge lasse sich niemand entmutigen und übe fleißig weiter; nach einigen Versuchen wird sich der Erfolg ganz bestimmt einstellen.
Kann man einfache Bilder empfangen, verstärkt man die Übung dadurch, daß man kompliziertere Bilder wählt, später Bilder von lebenden Personen, von Ortschaften und Landschaften, ähnlich wie es in den ersten vorbereitenden Übungen betreffend die Imagination im Spiegel gehandhabt wurde. Ist man darin bewandert, gehe man dazu über, nur Gedanken ohne Imagination, also nur mit dem Intellekt erfaßte Gedanken zu übertragen.
Hat man als Sender und Empfänger Erfahrungen gesammelt, versucht man, mittels Imagination kurze Worte in den Spiegel zu schreiben, die der Empfänger in seinem Spiegel lesen kann. Auf Worte folgen Sätze, und schließlich bringt man es fertig, ganze Botschaften von einem Spiegel auf den anderen schriftlich zu übertragen.
Ist die optische Fähigkeit der Übertragung erreicht, kommt die akustische an die Reihe, indem man als Sender anfangs ein oder zwei Worte in den Spiegel mit dem Wunsch hineinspricht, der Empfänger rnöge sie hören. Der Empfänger bleibt wieder in der verabredeten Zeit in Trance und wartet auf die Gehörbotschaft. Anfangs wird ihm diese wie ein lautes Denken vorkommen, aber von einer Übung zur anderen wird er immer deutlicher hören, so deutlich wie bei einem Telefongespräch.
Später nach vielen Übungen wird es so deutlich sein, wie wenn das ausgesandte Wort direkt ins Ohr gesprochen wird. Ist man darin bewandert, kurze Worte zu senden und zu empfangen, können kurze Sätze übertragen und empfangen werden, bis rnan es durch andauerndes Üben soweit gebracht hat, daß man ganze Botschaften und Nachrichten auszusenden und zu empfangen vermag.
Viele Eingeweihte im Orient bedienen sich dieser Art, um sich gegenseitig Botschaften zukommen zu lassen. Diese Fähigkeit wird im Orient als »Botschaften durch die Luft« bezeichnet. Das ist symbolisch zu verstehen, denn in Wirklichkeit wird es durch das Akashaprinzip bewerkstelligt. Daß dann auch Gefühle der verschiedensten Art zwischen Sender und Empfänger vermittelt werden können, ist logisch und bedarf keiner näheren Beschreibung.
Beherrscht der Magier die Fähigkeit, an gleichgeschulte Partner auszusenden und von ihnen zu empfangen, ist er auch in der Lage, Gespräche oder Bildübertragungen, die sich zwischen anderen Magiern abwickeln, aufzufangen, ähnlich wie es beim Radio der Fall ist und auch in der magischen Terminologie als Schwarzhörerei bezeichnet wird.
Im weiteren beschreibe ich den magischen Spiegel als Sender, der dazu dient, Gedanken, Worte und Bilder auf nicht magisch geschulte Personen zu übertragen, die nicht die geringste Ahnung haben, daß auf diese Art etwas gesendet wird und sie eventuell beeinflußt werden könnten.
In diesem Falle braucht der Magier nur in den mit Akasha geladenen Spiegel sein Vorhaben mit dem Befehl zu bannen, daß auf diese oder jene Person dies oder jenes übertragen werden solle. Schaltet er das Akashaprinzip zwischen die unvorbereitete Person, nimmt diese je nach Veranlagung die Botschaft auf. Solange man noch keine ausreichende Praxis darin besitzt, wird sich anfangs die Botschaft so auswirken, daß zur gegebenen Minute die beeinflußte Person unruhig wird und an den Sender - in unserem Falle den Magier stark denken muß.
Später wird die empfangende Person die Botschaft als eigenen Gedanken empfinden, da sie nicht unterscheiden kann, ob sie ausgesandt worden ist oder dem eigenen Innern entspringt. Hat der Magier aber Interesse und spezialisiert er sich besonders auf diese Art der Übertragung, kann er der betreffenden Person das Empfinden eingeben, daß die Gedanken oder Nachrichten direkt von ihm kommen. Diese Praktik wirkt sich auf die empfangende Person entweder gleich oder im Lauf der Übertragung aus.
Der Magier kann durch den Spiegel auch eine Übertragung bewerkstelligen, die sich sukzessive auswirken soll oder vom Empfänger erst dann aufgenommen wird, wenn er dafür empfänglich ist. Gewöhnlich tritt dieser Zeitpunkt ein, wenn die betreffende Person nicht durch äußere Einflüsse gestört, gehemmt oder abgelenkt wird und das Ausgesendete etwa vor dem Schlafengehen oder am Morgen beim Erwachen aufnimmt.
In solchen Fällen konzentriert der Magier
den Gedanken, den Wunsch, die Nachricht in den Spiegel mit dem Befehl,
daß das, was er der Person zu übertragen beabsichtigt, erst
dann von ihr aufgenommen wird, wenn sich die gehörige Empfänglichkeit
einstellt. Solange die Nachricht nicht aufgenommen wurde, wirkt sie dauernd
und bleibt an
der Spiegeloberfläche haften.
Ist die Nachricht abgesandt worden, so daß der Spiegel seine Aufgabe erfüllt hat und der Gedanke oder die Nachricht von der zu beeinflussenden Person aufgenommen wrurde, wird die Spiegeloberfläche wieder vollkommen rein. Der Magier kann seinen weiteren Verpflichtungen nachgehen, ohne daß er sich um seine Funkarbeit mehr zu kümmern braucht, und der Spiegel wirkt so lange automatisch, bis der Gedanke oder die Nachricht tatsächlich aufgenommen wurden.
Der magische Spiegel als Strahlgerät bei Raumimprägnierungen, Krankenbehandlungen usw.
Auch für diese Zwecke ist der magische Spiegel verwendbar und kann in der Hand eines geschickten Magiers ein ausgezeichnetes Mittel zu seiner Entwicklung sein. Die Praxis der Raumimprägnierung ist folgende:
Arbeitest du in einem Raum, den du durch den magischen Spiegel nur für eigene Zwecke beeinflußt haben willst, nimmst du die Ladung durch deinen Körper vor. Bei Ladungen des Spiegels für andere Personen ziehst du die Kräfte direkt aus dem Universum, ohne dieselben durch deinen Körper durchgehen zu lassen.
Du ziehst also aus dem Universum entweder direkt oder durch dich ein enormes Quantum Licht und bannst es mittels Imagination in gestauter Form auf die Oberfläche des magischen Spiegels. Die Lichtstauung muß so oft wiederholt werden, bis das gestaute Licht eine Kugel- oder Scheibenform annimmt, die ein gleißendes weißes Licht ähnlich einer starken Lampe im ganzen Zimmer verbreitet. Durch intensives Wiederholen der Übung mußt du das ausstrahlende Licht nicht nur imaginativ sehen, sondern direkt fühlen, wie es deinen Körper Röntgenstrahlen gleich durchströmt.
Durch deine Überzeugung und deinen Glauben versetzt du die Wunschimagination in das Licht und denkst dabei, daß sich das Licht von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag automatisch verstärkt und die Strahlkraft immer durchdringender und dynamischer wirkt. Terminiere die Wirkung, wie beim Biomagnetismus gesagt, indem du die Fähigkeit der Strahlkraft entweder zeitlich begrenzt oder als Dauerwirkung bestimmst. In das gebannte Licht, also in deine imaginative Sonne, versetzt du die Aufgabe, den Wunsch, den die Strahlkraft zu erfüllen hat, z. B. Erfolg, Inspiration, Hebung der Intuition, Frieden, Gesundheit, je nachdem, was du am meisten benötigst.
Ist dies geschehen, stellst du den Spiegel gleich einem Scheinwerfer in deinem Zimmer so auf, daß du ständig dieser Strahlung ausgesetzt bist. Du brauchst dich dann nicht mehr um den Spiegel zu kümmern, denn er arbeitet als Strahlgerät automatisch weiter und beeinflußt dich oder andere Personen in der gewünschten Richtung, so daß du dich dauernd unter dem Einfluß der Strahlung befindest. Diese Methode wirst du bei deinem Arbeiten, Übungen, Forschungen und Meditationen kaum noch entbehren können.
Ist der Spiegel nicht nur für dich selbst, sondern auch für andere Personen magisch geladen, z. B. zum Zweck der Krankenbehandlung, also zur vollkommenen Genesung, so wirst du wahrnehmen, daß du unter der Strahlkraft des Spiegels bei weitem mehr schaffen kannst, nicht ermüdest, und eine kranke Person, die dein Zimmer betritt oder direkt unter die Strahlung des Spiegels kommt, wird eine sofortige Erleichterung ihres Leidens empfinden.
Die Wirkungsstärke hängt von der Ladung des Spiegels ab. Nicht nur eine einzige Person kann günstig bestrahlt werden, sondern, wenn es darauf ankommt, so viele Personen als das Zimmer aufnimmt. Berufsmagnetiseure oder diejenigen, die sich mit Krankenbehandlung oder Personenbeeinflussungen befassen, finden in dieser Methode einen fabelhaften Behelf.
Es kann nicht nur ein Raum imprägniert oder bestrahlt werden, sondern die Strahlkraft läßt sich mittels Imagination auch auf die größte Entfernung auf eine oder mehrere Personen übertragen. Nur ist die Imagination dann dementsprechend abzuändern. Wie wertvoll der magische Spiegel als Strahlgerät in der Hand eines Magiers ist und wie viele Möglichkeiten er bietet, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden. Der Magier wird seinen magischen Spiegel sicherlich niemals mißbrauchen und dadurch verunehren, daß er schlechte Einflüsse durch ihn zu verbreiten sucht.
Der magische Spiegel als Abwehrgerät schädlicher und unerwünschter Einflüsse
Ein magischer Spiegel läßt sich auch als Abwehrgerät benützen. Nur ist dann die Imprägnierung der Spiegelstrahlkraft entsprechend abzuändern und die Raumimprägnierung oder der zu beschützende Ort, Platz, ein Haus oder Zimmer mit der Strahlkraft des Lichtes so zu laden, daß die Lichtstrahlen unerwünschte und ungünstige Einflüsse aufhalten oder sie zur Ausgangsstelle zurückschleudern.
Handelt es sich um schlechte Einflüsse, arbeitet man mit der Lichtimprägnierung, liegt der Wunsch zu einer Isolierung des Raumes sowohl vor guten als auch vor schlechten Einflüssen vor, dann wird die Imprägnierung des Spiegels respektive des Raumes mit Akasha geladen und die Eigenschaft der Unantastbarkeit und Undurchdringlichkeit imaginativ hineinversetzt. Bei Arbeiten mit dem Akashaprinzip ist eine Stauung desselben, wie schon wiederholt bemerkt, nicht möglich, da sich das Akashaprinzip nicht stauen läßt, aber die Wunschimprägnierung zwecks dynamischer Wirkung kann mittels Imagination öfters wiederholt werden.
Dem Magier steht es frei, sich für verschiedene Zwecke mehrere Spiegel herzustellen. Arbeitet er aber mit Fernübertragung oder Fernempfang, darf er natürlich nicht eine Isolierung seines Arbeitszimmers mit Akasha vornehmen, da sie ihm sowohl Fernwirken wie Fernempfang verwehren würde. Einzelheiten über die Abwehr von feindlichen Einflüssen, Isolierung eines bestimmten Platzes mit Hilfe des magischen Spiegels zum Zwecke verschiedener magischer Arbeiten u. dgl. m. bringe ich in meinem weiteren Werk: »Die Praxis der magischen Evokation«.
Außer dieser Möglichkeit, den magischen Spiegel als Abwehrgerät zu verwenden, bieten sich dem Magier noch weitere Vorteile, und zwar kann er alle bekannten Fluide - magnetische, elektrische oder elektromagnetische - mit Spiegelmagie in Anwendung bringen und praktisch damit arbeiten. Welche Kräfte dafür in Frage kommen, hängt von der Arbeit und dem Wirken seines Wunsches ab.
Der magische Spiegel als Projektionswerk aller Kräfte, Wesen, Bilder u. dgl.
Der magische Spiegel kann dazu benützt werden, alle Kräfte der Mental- und Astralebene so zu verdichten, daß dieselben sogar von ungeschulten Personen wahrgenommen werden können. Dabei geht es aber nicht nur um bloße Einbildungen oder Suggestionen, denn die an Hand der hier angeführten Praktiken verdichteten Gedanken, Elementare, Elementale, Wesen aller Ebenen, Wesen der Elemente usw. lassen sich im Spiegel derart verdichten, daß sie sogar fotografisch aufgenommen werden können.
Anschließend die praktische Anleitung: Die Ladung der Spiegeloberfläche geschieht durch das verdichtete Erdelement. Dieses wird nicht erst durch den Körper und dann in den Spiegel projiziert - was Lähmungen hervorrufen würde -, sondern direkt aus dem Universum mittels Imagination gestaut. Je stärker die Stauung des Erdelementes ist, um so verdichteter und sichtbarer wird das, was wir zu projizieren wünschen, erscheinen. Es ist also angebracht, die Stauung des Erdelementes einige Male zu wiederholen.
Hast du nun den Wunsch, eine Vorstellung, ein Bild oder ein Elemental einer anderen, vielleicht ungeschulten Person so sichtbar zu machen, daß diese es deutlich wahrnimmt, dann verfährst du folgendermaßen:
Führe das Akashaprinzip entweder nur in den Kopf der Person oder, wenn du willst, in den ganzen Körper mit Hilfe der Imagination ein und terminiere dabei, daß das Akashaprinzip in ihr für die Dauer des Experimentes wirksam bleibe. Handelt es sich um die Sichtbarmachung einer Vorstellung, verlegst du mit deiner Imagination das Bild oder die Vorstellung in einer solchen Klarheit und Deutlichkeit auf die Spiegeloberfläche, wie wenn es Wirklichkeit wäre.
Diese Vorstellung hälst du fest. Beobachtet nun die mit dem Akashaprinzip influenzierte Person den Spiegel, wird sie deine Vorstellung wie in einem Film wiedergegeben sehen. Auf ähnliche Weise kannst du dies mit einem selbstgeschaffenen Elemental, Elementar oder Schemen vollbringen. Rufst du aber ein Wesen etwa aus der Astral- oder einer anderen Ebene, dann mußt du vordem wenigstens den Raum um deinen Spiegel herum, in dem das Wesen erscheinen soll, mit dem Akashaprinzip füllen.
Vorteilhafter ist es, den ganzen Raum mit Akasha zu füllen. Diese Vorbereitung wäre nicht nötig, wenn du einen zweiten Spiegel besäßest, der mit der Imprägnierung des Akashaprinzipes des betreffenden Raumes betraut wäre. Sind alle Vorbereitungen getroffen, versetzt du dich in Trance, indem du in dich das Akashaprinzip einleitest, und aus diesem Trancezustand heraus rufst du das gewünschte Wesen, das die Astral- oder eine andere Ebene bewohnt.
Bevor man noch nicht die Praktiken der Beschwörungsmagie, die ich im praktischen Teil des nächstfolgenden Werkes: »Die Praxis der magischen Evokation« beschreibe, beherrscht, begnüge man sich mit dem Rufen von Verstorbenen aus der Astralebene, was mittels Imagination geschieht.
Durch das auf dem Spiegel befindliche gestaute Erdelement werden die Bilder oder Wesen derart materialisiert, daß sie dann auch von einer ungeschulten Person nicht nur mit den physischen Augen wahrgenommen, sondern auch gehört werden können. Das Gesehene ist dann keine Halluzination, und der Magier hat, wie bereits bemerkt, die Möglichkeit, das durch das Erdelement verdichtete Bild photographisch aufzunehmen.
Nur ist dabei zu beachten, daß die so verdichteten Bilder eine bei weitem höhere Schwingung besitzen als das uns bekannte normale Licht. Diese höheren Schwingungen können photographisch natürlich nicht aufgenommen werden, da sie unseren Lichtschwingungen nicht entsprechen. Bei solchen photographischen Aufnahmen muß die Aufnahmezeit die denkbar kürzeste sein. Bei Aufnahmen auf die hier beschriebene Art bleibt es sich ganz gleich, ob es Nacht oder Tag, ob der Spiegel beleuchtet oder dunkel ist.
Will man bei der Aufnahme auch den Spiegel und dessen Hintergrund aufnehmen, dann ist allerdings eine Beleuchtung notwendig. Ansonsten wird nur das materialisierte Bild im Spiegel sichtbar. Erfahrungen haben gezeigt, daß bei solchen Aufnahmen Platten dem Film vorzuziehen sind. Da die Schwingungszahl des betreffenden Bildes eine bei weitem größere ist als die des Lichtes der physischen Welt, sind bei solchen Aufnahmen spezielle farbige Filter zu verwenden.
Für photographische Aufnahmen der Mentalebene, wie Vorstellungsbilder, Elementare, Elementale, Schemen und alle Gebilde dieser Sphäre, sind stets blaue Filter zu nehmen. Für alle Wesen, Verstorbene usw. werden violette Filter genommen. Und für andere Wesen, die nur aus einem Element bestehen - Wesen der Elemente -, kommen rubinrote Filter in Betracht. Photographische Aufnahmen von Naturphänomenen mit anderen Kräften in der Natur, besonders in der Naturmagie, werden nur mit gelben Filtern gemacht.
Die Filter sind also, was die Farbe anbetrifft,
den betreffenden Ebenen analog.
Auf gleiche Art hat der Magier außerdem
noch die Möglichkeit, einem Ungeschulten nicht nur Bilder und Wesen
zu zeigen, sondern er kann ihn durch den Spiegel auch seine oder jemandes
anderen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erschauen lassen.
Der magische Spiegel als Fernsehgerät
Begebenheiten, die sich selbst auf die größte Entfernung bei bekannten oder unbekannten Personen zutragen, können wir in unserem magischen Spiegel beobachten. Der Spiegel wird, wie üblich, mit dem Akashaprinzip geladen. Nachher verharre man ruhig und bequem in seiner Stellung, leite den Trancezustand durch das Akasha ein, konzentriere sich aus dem Akashazustand auf die betreffende Person, deren Tun und Handeln man beobachten will.
Dabei denke man, daß der magische Spiegel ein großes Fernrohr ist, durch das man auf die größte Entfernung alles sehen kann. Sofort wird der Magier wie in einem Film die Person und deren Umgebung erblicken. Anfangs werden die Bilder vielleicht etwas unklar sein, aber durch oftmaliges Wiederholen werden sie so deutlich und das Gefühl der unmittelbaren Nähe der gewünschten Person so überzeugend auftreten, daß man annimmt, direkt neben der Person, die man im Bild zu sehen wünschte, zu stehen. Wenn die Entfernung auch Tausende von Kilometern zählen sollte, so spielt dies hierbei keine Rolle.
Zwecks Kontrolle und Sicherheit, daß das, was man zu sehen wünscht, auch der Tatsache entspricht, kann man sich mittels Imagination eine andere Handlung der betreffenden Person vorstellen. Gelingt dies mit unseren astralen Sinnen gerade so in vollster Klarheit wie das Erschaute, dann ist das Gesehene eine Täuschung, und die Übung ist oftmals zu wiederholen, bis man sich die Fähigkeit angeeignet hat, Tatsachen von Einbildungen oder Täuschungen zu unterscheiden.
Der Magier kann, wenn er will, auf dieselbe Art unter seiner geschickten Führung auch eine ungeschulte Person fernsehen lassen. Auf diesem Gebiet bringen es besonders geschulte und geübte Magier sogar fertig, photographische Aufnahmen der gesehenen Bilder und Begebenheiten auch auf die größte Entfernung mittels eines roten Filters und unter Berücksichtigung der beschriebenen Praktiken zu machen.
Geht es dir nicht um die materiellen Begebenheiten, die du auf Entfernung in der Gegenwart erforschen willst, sondern interessierst du dich lediglich für das Seelenleben, den Charakter und die Gefühle eines Menschen, dann denke dir den Körper der zu sehen gewünschten Person weg und stell dir nur deren Astralkörper vor. Bald darauf wirst du die Aura und die Charaktereigenschaften dieser Person in den verschiedenen Farbschattierungen erblicken, woraus du dann laut Analogiegesetz logische Schlußfolgerungen auf Charakter und Fähigkeit ziehen kannst.
Interessiert dich weder das materielle Tun einer Person noch deren seelische Eigenschaften und Charakterzüge und willst du im Spiegel lediglich den Geist erblicken, dann denkst du dir den materiellen Körper und gleichzeitig den Astralkörper der Person weg. Auch hier werden dir die Bilder, die dem Geist entsprechen, erscheinen, und du kannst auf diese Art den Gedanken- oder Ideengang einer Person selbst auf die weiteste Entfernung verfolgen.
Wie man aus dem angeführten Beispiel ersieht, ist die Fähigkeit eines Gedankenlesens bei einer beliebigen Person auch auf die größte Entfernung ohne weiteres möglich, und es liegt an deinem Willen, wie weit du in dieser Richtung die Meisterschaft erlangen willst.
Der magische Spiegel als Hilfsmittel zur Erforschung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Eine der schwierigsten Aufgaben im Arbeiten mit dem Spiegel ist die exakte Erforschung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei anderen Personen. Daß der Magier seine eigene Vergangenheit und Gegenwart im Spiegel wie am Film aufgedreht erschauen kann, ist begreiflich, aber er wird sicherlich davon Abstand nehmen, dies zu tun. Wollte ein Magier seine Neugierde befriedigen, um seine Zukunft zu erfahren, wäre es für ihn mit Hilfe des magischen Spiegels nicht schwer, sich darauf einzustellen und jede Einzelheit zu erforschen.
Es hätte aber den Nachteil, daß in dem Augenblick, wo der Magier seine Zukunft im Spiegel erblickt, er sich seines freien Willens beraubt. Er wäre dann mit einer Schablone zu vergleichen, die auszufüllen ist, ohne daß etwas dafür oder dagegen getan werden könnte. Anders ist es allerdings, wenn das Akashaprinzip in der höchsten Form, wollen wir es Göttliche Vorsehung nennen, ihm auf diese oder jene Weise eine Warnung, etwa vor Gefahren, gibt, ohne daß der Magier die Absicht hätte, etwas zu sehen und zu erfahren.
Einer solchen Warnung ist dann ausnahmslos Folge zu leisten, da eine Nichtbeachtung zum Schaden des Magiers ginge. Der Magier wird, auf dieser Stufe angelangt, selbst unterscheiden können, ob die Warnung von einem Wesen, ganz gleich aus welcher Ebene, stammt oder direkt aus dem Akashaprinzip kommt.
Bei ungeschulten Menschen und bei denjenigen, an denen der Magier ein besonderes Interesse hat, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erforschen, ist der magische Spiegel natürlich ein guter Behelf. Alle Gedanken, Empfindungen, Gefühle und physischen Handlungen hinterlassen im Akasha- oder Ursachenprinzip genaue Aufzeichnungen, so daß der Magier jederzeit in der Lage ist, durch seinen magischen Spiegel oder direkt im Trancezustand im Akasha wie in einem offenen Buch zu lesen.
Er braucht sich nur mittels Imagination darauf einzustellen. Zum Beginn, solange der Magier noch nicht ganz Meister darin ist, werden die Bilder unzusammenhängend oder nur vereinzelt auftreten. Durch öfteres Wiederholen dieser Übung wird ein Bild nach dem anderen im richtigen Zusammenhang mit der Vergangenheit vor den Blicken des Magiers wie in einem Panorama auf der Spiegeloberfläche erscheinen, so deutlich und klar, wie wenn der Magier die erschauten Begebenheiten selbst durchleben würde.
Der Magier kann, von der Gegenwart angefangen, bis in die Kindheit und zurück bis zur Geburt eine Begebenheit nach der anderen aufrollen lassen. Es ist ratsam, die Vergangenheit nur bis zur Geburt zu verfolgen, obwohl es ohne weiteres möglich ist, das Leben des Geistes der betreffenden Person auch in den früheren Verkörperungen zu erforschen. Davor sei aber der Magier gewarnt, da er durch ein Ermitteln sowohl der Zukunft als auch des ehemaligen Vorlebens bei sich und bei anderen Personen in die Gesetze der Göttlichen Vorsehung eingreifen würde und seine Neugier schwere Folgen hätte.
Erstens wäre er im gleichen Augenblick so alt, wie viele Vorleben er bei sich erschaute, was ein sehr unangenehmes Gefühl im Innern des Magiers hervorrufen und sich in vieler Hinsicht unliebsam bemerkbar machen würde, vor allem in der Interesselosigkeit am weiteren Leben. Zweitens ist der Magier für seine in den ermittelten Vorleben begangenen Fehler verantwortlich. Es hätte nur den einen Vorteil, daß er sich der Erfahrungen im vorigen Leben bewußt werden würde, was ihn aber keinesfalls die Nachteile ausgleichen ließe.
Will der Magier aus irgendeinem triftigen Grund die Zukunft eines anderen Menschen erfahren, braucht er sich nur in den Trancezustand versetzen. Ist der Magier in dieser Praxis gut bewandert, gibt es für ihn nichts, was ihm verborgen bliebe. Diese Art von Hellsehen, wo der Magier die Mental-, Astral- und die grobmaterielle Ebene von sich und von anderen genau zusammenhängend zu erblicken vermag, ist schon das Höchstmaß des Arbeitens mit dem magischen Spiegel.
Ist der Magier soweit gekommen, dann habe ich ihm in bezug auf den magischen Spiegel nichts Neues mehr zu sagen, und er wird an Hand der hier angeführten Beispiele auf eigene Praktiken selbst kommen.
.
.
- Exteriorisation oder die bewußte Trennung
des Astralkörpers vom grobmateriellen Körper
- Die Imprägnierung des Astralkörpers
mit den vier göttlichen Grundeigenschaften
Die bewußte Trennung des Astralkörpers vom grobstofflichen Körper
In dieser Stufe lernt der Magier, durch bewußte Übung seinen Astralkörper vom physischen Körper zu trennen und sich nicht nur geistig, sondern auch seelisch überall dorthin zu versetzen, wo er mit seinem Astralkörper sein will und zu sein braucht. Die Trennung des Astralkörpers ist, wie wir gleich praktisch sehen werden, eine andere als das mentale Wandern oder der durch das Akashaprinzip hervorgerufene Trancezustand.
Der Zustand, in dem der Astral- und Mentalkörper vom grobstofflichen Körper getrennt wird, heißt in der okkulten Redeweise Ekstase. Der wahre Magier beherrscht die Fähigkeit, mit seinem Astralkörper überallhin zu gehen, in den meisten Fällen wird er aber mit dem mentalen Wandern oder mit dem Trancezustand auskommen. Der Astralkörper wird, wenn er vom physischen Körper getrennt und mit dem Mentalkörper verbunden bleibt, meist nur für diejenigen Arbeiten in Anspruch genommen, die eine materielle magische Handlung erfordern.
Bei den Arbeiten des Astralleib-Aussendens
ist gewisse Vorsicht vonnöten, da im
Gegensatz zum mentalen Wandern beide Verbindungsglieder
zwischen Mental-, Astral- und grobstofflichem Körper, also die sogenannte
Mental- und Astralmatrize, vom Körper freigelegt sind und nur ein
feines elastisches silberglänzendes Lebensband den Astral- und Mentalkörper
mit dem grobstofflichen Körper verbindet.
Würde in dem Zustand, wo der Mental- und Astralkörper vom physischen Körper gelöst ist, letzteren eine fremde, ob magisch geschulte oder ungeschulte Person berühren, müßte dieses überaus feine Band sofort reißen, und die Verbindungsmöglichkeit mit dem grobmateriellen Körper wäre unterbunden, was den physischen Tod zur Folge hätte. Deshalb ist gleich zu Beginn dieser Übungen strengstens darauf zu achten, daß man in diesem Zustand von niemand berührt werde. Das Reißen des feinen Bandes ist darauf zurückzuführen, daß das elektromagnetische Fluid eines Menschen bei weitem stärker wirkt und das feine Lebensband auch eines fortgeschrittenen Magiers diesem Fluid nicht standhalten könnte.
Die ärztliche Wissenschaft würde bei der Untersuchung eines auf diese Art und Weise getöteten Körpers nichts anderes als eine Embolie oder einen Herzschlag, eventuell Herzlähmung feststellen. Der physische Körper ist im Zustand der Ekstase gleich einem Scheintoten gefühl- und leblos, der Atem ist eingestellt und das Herz steht still. Nachfolgende Beschreibung der Praxis bringt nähere Aufklärung. Der Scheintod ist gleichfalls eine Ekstase-Erscheinung, die jedoch infolge einer pathologischen Einwirkung bei dem Betroffenen eingetreten ist und von jedem Magier leicht erklärt werden kann.
Es wäre noch zu bemerken, daß durch das normale Atmen, bei dem die vier Elemente inklusive Akasha durch den Atem der Blutbahn zugeführt werden, die Mentalmatrize, also das Bindemittel zwischen Mental- und Astralkörper, in Kontakt gehalten wird, da erfahrungsgemäß es ohne Atem kein Leben gibt. Durch die Nahrungszufuhr wird die Astralmatrize, die das Bindemittel zwischen dem Astralkörper und dem physischen Körper ist, am Leben erhalten. Der Magier sieht jetzt den Zusammenhang zwischen der Nahrungsaufnahme und dem Atem und wird in den Übungen der vorherigen Stufen, das bewußte Atmen und das bewußte Essen betreffend, die wahre Begründung finden.
Bei Vernachlässigung des einen oder des anderen in diesem Entwicklungsstadium müßten beim Magier zweifellos Disharmonien, Krankheiten und anderweitige Störungen auftreten. Viele Störungen des Geistes, der Seele und auch des Körpers sind in der Unregelmäßigkeit und Unachtsamkeit dieser beiden Faktoren zu suchen. Deshalb ist nicht umsonst gleich anfänglich darauf hingewiesen worden, daß Körper, Seele und Geist gleichmäßig entwickelt und erhalten werden sollen.
Ist der physische Körper nicht harmonisch, kräftig und zäh genug, besitzt er nicht durch ausgiebige und vitaminreiche Kost genügend Vorrat an elektromagnetischem Fluid und dadurch eine ausreichende Elastizität der Astralmatrize, könnten ihm durch die Ekstase-Übungen gesundheitliche Schäden zugefügt werden. Daher wird der Magier jetzt einsehen, daß alle asketischen Übungen, wo ein Hungern im Arbeitssystem der Entwicklung vorgeschrieben wird, extrem und infolgedessen verwerflich sind.
Viele orientalische Praktiken, die Askese und asketische Übungen vorschreiben, sind einseitig und für nicht einheimische Menschen, deren körperliche Dispositionen dem herrschenden Klima nicht angepaßt sind, geradezu gefährlich. Falls aber der Magier die drei Daseinsstufen, das sind Körper, Seele und Geist, gleichmäßig entwickelt hat, braucht er keine Befürchtungen zu hegen, daß bei ihm im Mental-, Astral- und grobstofflichen Körper irgendwelche Störungen auftauchen. Nur wer diesen Lehrgang nicht systematisch durcharbeitet und in der Entwicklung diese oder jene Vorsichtsmaßnahme vernachlässigt, muß mit eventuellen Disharmonien rechnen.
Der Magier beginne somit nicht eher mit der Übung des Astralleib-Aussendens, bevor er nicht ganz sicher ist, alle bisher empfohlenen Methoden restlos zu beherrschen. Beim mentalen Wandern bleibt der stabilste Teil, das ist die Astralmatrize, die Körper und Seele verbindet, im Körper, wohingegen beim Astralleib-Aussenden alles aus dem Körper herausgezogen wird, so daß bei Ekstase-Übungen doppelte Vorsicht am Platze ist.
Die eigentliche Praxis des Astralleib-Aussendens ist sehr einfach, namentlich dann, wenn man das mentale Wandern gut beherrscht. Die Abtrennung des Astralleibes geschieht folgendermaßen:
Du setzt dich in dein Asana - auch liegend können die Übungen gemacht werden -, und trittst mit deinem Mentalkörper aus dem grobmateriellen Körper heraus. Mit dem in den Mentalkörper versetzten Bewußtsein beobachtest du deinen grobstofflichen Körper. Es wird dir vorkommen, wie wenn sich der Körper im Schlaf befinden würde. Mittels Imagination stellst du dir nun vor, daß dein Astralkörper ähnlich wie dein Mentalkörper aus dem physischen Körper durch deinen Willen herausgezogen wird.
Die Form des Astralkörpers muß dieselbe sein wie deines Mental- und grobstofflichen Körpers. Hierauf verbindest du dich mit deinem Astralkörper, indem du in die astrale Form eintrittst. Bei dieser Übung wird dich ein befremdendes Gefühl überfallen, wie wenn der Astralkörper nicht zu dir gehören würde, und du mußt daher sofort die Verbindung zwischen der Mental- und Astralmatrize bewußt herstellen.
Es würde dir auch nicht gelingen, den Astralkörper in deiner Vorstellung zu behalten, da er immer wieder vom Körper wie durch ein unsichtbares Band angezogen wird. Wenn du bei diesen Übungen gleichzeitig den Körper beobachtest, wirst du feststellen, daß bei diesem Experiment Atemstörungen auftreten. In dem Augenblick aber, wo du dich im Geiste mit der astralen Form verbindest und sofort bewußt zu atmen beginnst, fühlst du dich mit dem Astralkörper tatsächlich sogleich verbunden.
Du hast in der ersten Zeit, wo du dich auf diese Weise als Geist neben deinem physischen Körper mit dem Astralkörper verbindest, auf nichts anderes als auf das Atmen zu achten. Diese Übung wird so lange gemacht, bis das Atmen im Astralkörper, den du neben deinem physischen Körper herausgezogen und dich mit ihm geistig verbunden hast, zur Gewohnheit geworden ist.
Wie man sieht, ermöglicht nur das bewußte Atmen im Astralkörper die Lösung der Astralmatrize. Ist durch oftmaliges Wiederholen das Atmen im Mental- und Astralkörper zur Gewohnheit geworden, kann man in den Übungen weitergehen. Beginnt man im Astralkörper zu atmen, hört der physische Körper zu atmen auf. Durch die Trennung verfällt der physische Körper in eine Art Lethargie, die Glieder werden steif, das Gesicht fahl, gleich einem Toten.
Sobald man aber mit der Übung des Atmens neben seinem Körper aufhört und die Übung beenden will, wird man sogleich bemerken, daß der Astralkörper unverzüglich wie durch einen Magnet vom Körper angezogen wird und den Atmungsprozeß im physischen Körper wieder normal aufnimmt. Erst dann, wenn man sich auch mit dem Mentalkörper, also mit seinem Bewußtsein geistig in den Körper zurückversetzt, so daß Astral- und Mentalkörper die physische Form einnehmen, kommt man allmählich wieder zu sich und beendet damit die erste Übung.
Das, was üblich als das Sterben bezeichnet wird, ist derselbe Vorgang, nur mit dem Unterschied, daß die Matrize zwischen dem stofflichen und dem Astralkörper zerstört wird. In einem Fall, wo es um das normale Sterben geht und die Astralmatrize zwischen dem grobstofflichen und dem Astralkörper durch Krankheit oder durch eine andere Ursache gerissen ist, hat der Astralkörper mit dem Mentalkörper zusammen im physischen Körper keinen Halt mehr und tritt automatisch, ob gewollt oder ungewollt, aus diesem heraus.
Dieser Vorgang verlegt das Atmen in den Astralkörper, ohne daß man sich dessen im Astralleib bewußt wird. Darin ist die Erklärung zu suchen, daß verstorbene Wesen anfänglich keinen Unterschied zwischen dem grobmateriellen und dem Astralkörper fühlen. Erst allmählich werden sie sich dessen bewußt, wenn sie sehen, daß der grobmaterielle Körper für sie unbrauchbar geworden ist und der Astralkörper anderen Gesetzen (des Akashaprinzipes) unterliegt.
Darüber habe ich ja schon in den vorhergehenden Kapiteln betreffend die Astralebene eingehend geschrieben. Die Übung des bewußten Astralleib-Aussendens ist demnach eine Nachahmung des Sterbevorganges. Daraus geht hervor, wie nahe man bei diesen Übungen an der Grenze zwischen dem wirklichen Leben und dem sogenannten Tode ist, und alle Vorsichtsmaßnahmen sind durchaus begründet.
Beherrscht der Magier das Astralleib-Aussenden vollkommen, dann ist 1. die Furcht vor dem Tode überflüssig geworden, 2. weiß der Magier genau den Vorgang seines Ablebens und auch, wo er nach dem Abstreifen des physischen Körpers hinkommt. Nach vielen Übungen der bewußten Loslösung des Astralleibes wird das Atmen im Astralleib derart zur Gewohnheit, daß man dessen nicht mehr gewahr wird und im Astralleib dieselben Gefühle hat, wie wenn man sich im physischen Körper befinden würde.
Will man in seinen grobstofflichen Körper zurückkehren, muß im Astralkörper der Atem bewußt angehalten werden, damit sich der Astralkörper vom Mentalkörper lösen kann, um die Form des physischen Körpers anzunehmen. In dem Moment, wo der Astralkörper die Form des grobmateriellen Körpers annimmt, beginnt der Körper wieder automatisch zu atmen, wodurch erst die Rückkehr in den physischen Körper möglich ist. Dies ist auf jeden Fall zu beachten.
Da der Mentalkörper einer anderen Gesetzmäßigkeit unterliegt, atmet er nicht nach demselben Rhythmus wie der grobmaterielle Körper in Verbindung mit dem Astralkörper. Erst dann, wenn man sich an das Heraustreten und Zurückkehren des Astral- und Mentalkörpers aus dem physischen Körper gewöhnt hat, so daß man beliebig aus und ein kann, ferner die Vorsichtsmaßnahmen in bezug auf das Atmen berücksichtigt und diese zur Gewohnheit geworden sind, ist man befähigt, sich vom grobmateriellen Körper sukzessive zu entfernen.
Zu Beginn dieser vorbereitenden Übungen trete man nicht weiter als neben den Körper. Man hat die Möglichkeit, dann entweder neben seinem physischen Körper zu stehen oder mit dem Astral- und Mentalkörper neben dem materiellen Körper dessen momentane Stellung - also das Asana - einzunehmen.
Eine weitere Übung ist dann die, nicht nur den Körper, sondern, ebenso wie beim Mentalleib-Aussenden, die unmittelbare Umgebung zu betrachten. Schließlich ist es derselbe Vorgang wie beim mentalen Wandern; man muß alle Gegenstände wahrnehmen, empfinden und hören, nur mit dem Unterschied, daß sich der Geist noch ein Gewand, in unserem Falle den Astralkörper, mitnimmt, der es möglich macht, physischer zu wirken.
Wenn du z. B. irgendwohin einen Besuch nur im Mentalkörper machst und dort einen Vorgang beobachtest, der bei dir eine gute oder schlechte Empfindung psychisch hervorrufen würde, kannst du es im Mentalkörper nicht empfinden und wahrnehmen, und auch beeinflussen kann er dich nicht. Erlebe dasselbe dagegen mit dem Astralleib, dann empfindest du es so intensiv, wie wenn du direkt mit deinem physischen Körper dort zugegen wärest.
Bei einer weiteren Übung versuchst du, dich von deinem Körper allmählich schrittweise zu entfernen. Zuerst wirst du dich durch eine unsichtbare Zugkraft ähnlich der, die ein Magnet auf das Eisen ausübt, zu deinem physischen Körper gewaltsam hingezogen fühlen. Dies ist dadurch erklärlich, daß das Band zwischen dem Astral- und dem physischen Körper mit dem subtilsten Fluid ernährt, erhalten und im Gleichgewicht gehalten wird.
Durch die Übungen aber ist das Astralleib-Aussenden ein wissentlicher Vorgang gegen die Naturgesetzrnäßigkeit der Naturelemente im Körper und muß bewältigt werden. Deswegen erfordert das Fortbewegen deines Astralkörpers eine bei weitem größere Anstrengung, als wenn du dich nur mit dem Mentalkörper wegbegeben würdest. Entferne dich daher anfänglich nur wenige Schritte von deinem Körper und kehre sofort wieder zurück.
Dadurch, daß dich die magnetische Zugkraft
dauernd fesselt und beeinflußt, ruft sie in deinem Astralleib auch
verschiedene Gefühle hervor, wie etwa Furcht vor dem Tode.
Diese Gefühle sind jedenfalls zu überwinden.
In dieser Stufe mußt du aller derartigen Vorkommnisse Herr werden.
Bei jeder erneuten Übung ist die Entfernung vom physischen Körper
zu vergrößern. Mit der Zeit wirst du immer größere
Strecken zurücklegen können. Und je weiter du dich mit deinem
Astralkörper vom physischen Körper entfernen kannst, um so geringer
wird die Zugkraft zu deinem physischen Körper sein.
Später bei sehr weiten Reisen wird es dir sogar schwerfallen, in den Körper zurückzukehren. Hier läuft der Magier dann Gefahr, namentlich wenn er sich in Ebenen oder Gegenden befindet, die ihn so einnehmen, daß er beim Gedanken, in seinen Körper zurückkehren zu müssen, sozusagen von Trauer befallen wird. Der Magier muß eben absoluter Herr seiner Gefühle sein, denn wenn er sich daran gewöhnt, mit seinem Astralkörper nicht nur auf der grobstofflichen Ebene, sondern auch auf der Astralebene wie zu Hause zu sein, wird er gewöhnlich lebensüberdrüssig und möchte am liebsten nicht mehr in seinen Körper zurück.
Es überkommt ihn das Verlangen, das Lebensband, das ihn noch an seinen physischen Körper fesselt, gewaltsam zu zerreißen. Würde er dies tun, hieße das gerade so einen Selbstmord begehen wie im physischen Körper. Außerdem wäre dies ein Vergehen gegen die Göttliche Vorsehung und hätte demnach auch karmische Folgen. Daß die Versuchungen zu einem solchen Selbstmord groß sind, namentlich wenn der Magier in der physischen Welt viel zu leiden hat und in den anderen Ebenen dagegen Glückseligkeiten erlebt, ist begreiflich.
Ist man mit diesen Übungen, betreffend das Astralleib-Aussenden, derart vorwärtsgekommen, daß man beliebige Strecken zurücklegen kann, ist dem Magier die Möglichkeit gegeben, die Fähigkeit für verschiedene Zwecke in Anwendung zu bringen. Er kann sich mit seinem Astralleib überall hinversetzen, wohin er will, kann Kranke behandeln, indem er im Astralkörper die magnetischen oder elektrischen Fluide staut und verdichtet und sie auf kranke Personen überträgt.
Die Behandlung mit dem Astralleib ist bei
weitem durchdringender als durch bloße Gedankenübertragung oder
mittels des mentalen Wanderns, da die Fluide, mit denen der Magier arbeitet,
nur in der mentalen Ebene des betreffenden Kranken wirksam sind.
Ferner ist es dem Magier möglich, auch
andere Beeinflussungen durchzuführen. Er kann sich durch das Erdelement,
das er auf der Astralebene in seinem Astralleib verdichtet, so stark materialisieren,
daß er sich vor den Augen eines Eingeweihten wie eines Nichteingeweihten
verdichtet respektive materialisiert und direkt mit den physischen Augen
gesehen, gehört und empfunden werden kann.
Die Erfolge in dieser Hinsicht hängen von der Übungsdauer und von der Stauungsfähigkeit des Erdelementes im Astralkörper ab. Daß der Magier auch physische Handlungen mittels seines Astralleibes auszuführen versteht ist logisch. Das Bilden von Phänomenen - wie Eingeweihte es verstehen -, Verursachen von Klopftönen, Verrichten verschiedener Arbeiten, findet hiermit die richtige Erklärung. Einem Magier sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt, und es liegt dann an ihm selbst, in welcher Hinsicht er sich spezialisieren will.
Auf jeden Fall weiß er Bescheid, wie er alles bewerkstelligen soll. Er kann z. B. auch nur einen Körperteil verdichten, sagen wir eine Hand, wohingegen die andere astralisch bleibt. Bringt er es fertig, mittels seiner Imaginationskraft die Elektronenschwingungen eines Gegenstandes zu beschleunigen, ist er in der Lage, einen seinen Kräften und seiner Entwicklung entsprechenden Gegenstand auch vor den Augen anderer verschwinden zu lassen und ihn auf die Astralebene zu versetzen.
Die grobmateriellen Gegenstände unterliegen dann nicht mehr den grobmateriellen Gesetzen, sondern werden astralisch. Daß der Magier dann solche Gegenstände mit Hilfe seines Astralkörpers auch auf die größte Entfernung übertragen und wieder in ihre ursprüngliche Form zurückbringen kann, ist für ihn eine Kleinigkeit. In den Augen der Uneingeweihten gilt dieses Phänomen wie eine Chimäre, aber ein entwickelter Magier kann solche und noch größere Phänomene, die sonst als Wunder gelten würden, hervorrufen.
Alle diese Phänomene sind, wie aus unserer Erklärung ersichtlich, keine Wunder, denn Wunder im wahren Sinne des Wortes gibt es für den Magier nicht. Er kennt nur den Gebrauch höherer Kräfte und Gesetze und bringt dieselben in Anwendung. Es ließen sich noch sehr viele Beispiele anführen, was der Magier mit seinem Astralleib alles vollbringen kann, jedoch dem ehrlich Strebenden genügen bloße Andeutungen.
Die Imprägnierung des Astralkörpers mit den vier göttlichen Grundeigenschaften
Auf dieser Entwicklungsstufe angelangt, beginnt der Magier seine Gottesanschauung in konkrete Ideen zu kleiden. Der nur einseitig geschulte Mystiker, Yogi usw. sieht in seiner Gottheit nur einen Aspekt, den er verehrt und dem er die höchste Anerkennung und Verehrung darbringt.
Der wahre Eingeweihte, der den Stufenlehrgang in bezug auf die vier Elemente dauernd in seiner Entwicklung berücksichtigt, wird den Gottesbegriff den Universalgesetzen gemäß in vier Aspekte kleiden, welche sind: Die Allmacht, die dem Feuerprinzip entspricht, die Weisheit und Allwissenheit, die dem Luftprinzip zusteht, die Unsterblichkeit mit dem Wasserprinzip und die Allgegenwärtigkeit mit dem Erdprinzip.
Aufgabe dieser Stufe ist es, daß der Magier der Reihe nach über diese vier Göttlichen Ideen - Aspekte - meditiert. Tiefe Meditationen versetzen den Magier beinahe in die Lage, direkt mit einer dieser Göttlichen Tugenden in Ekstase zu kommen und mit ihr derart zusammenzufließen, daß er sich selbst als die betreffende Tugend empfindet. Dies muß er mit allen vier Tugenden seines Gottes erleben.
Die Einteilung der Übung bleibt ihm frei überlassen, und zwar kann er über eine der Tugenden so lange meditieren, bis er die Gewißheit hat, daß die Tugend in ihm verkörpert ist. So verfährt er mit allen anderen Tugenden. Er kann die Meditationen seiner Zeit entsprechend so ausführen, daß er bei einer Übung der Reihe nach alle Tugenden in sich meditativ hervorruft. Es ist so stark, so tief, so eindringlich und so überzeugend in sich hinein zu meditieren, daß der Astralkörper mit der Tugend geradezu identisch wird.
Sein Gottesbegriff ist universal, der alle vier Gottestugenden den Universalgesetzen entsprechend in sich einschließt. Diesen Meditationen widme der Magier die größte Aufmerksamkeit, denn sie sind zum Einswerden mit seinem Gott unumgänglich notwendig. Kann er sich über diese vier Göttlichen Tugenden ein inneres Bild rnachen, was nur durch tiefe Meditation zu erreichen ist, wird er reif, die Verbindung anzuknüpfen, deren Praxis ich in der letzten Stufe dieses Lehrganges beschreibe.
Diese Meditationen bewirken mit der Zeit eine Vergöttlichung seines Geistes, seiner Seele, und zu guter Letzt wirken sie auch in analoger Beziehung auf seinen Körper und ermöglichen so dem Magier die Verbindung mit seinem Gott, was ja Zweck und Ziel dieses Entwicklungslehrganges ist.
.
.
Magische
Körper-Schulung Stufe 9
- Krankenbehandlung durch das elektromagnetische
Fluid
- Magische Ladung von Talismanen, Amuletten
und Edelsteinen
- Wunschverwirklichung durch elektromagnetische
Kugeln im Akasha als das sogenannte Voltieren.
Derjenige Schüler, der alle Methoden praktisch durchgearbeitet hat, benötigt für die Körperschulung keine besonderen Übungen mehr. Die entwickelten Kräfte braucht er nur noch mehr zu vertiefen und vielseitig in Anwendung bringen. Nachstehend bringe ich einige Anleitungen, die der Schüler gemäß seiner Entwicklung nach einigem Üben ohne weiteres verfolgen kann.
Krankenbehandlung durch das elektromagnetische Fluid
Es ist eine wunderschöne und heilige Aufgabe, der leidenden Menschheit mit seinen Kräften behilflich zu sein. Der Magier vermag in der Krankenbehandlung so wie viele Heilige der Vergangenheit und Gegenwart direkte Wunder zu vollbringen. Kein Heilpraktiker, Magnetiseur und Heilmedium wird die dynamischen Kräfte den Urgesetzen gemäß so auszulösen verstehen, wie gerade der Magier. Voraussetzung dabei ist, daß der Magier die okkulte Anatomie des Körpers in bezug auf die Elemente und deren Wirkung in positiver und negativer Form kennt, da sonst eine Beeinflussung des Krankheitsherdes unmöglich wäre.
Durch das Akashaprinzip und durch seinen hellseherischen Blick vermag der Magier jede Ursache der Erkrankung sofort zu erkennen und mit der Beeinflussung direkt bei der Wurzel, also der Ursache der Erkrankung, zu beginnen. Liegt die Ursache in der Mentalsphäre, so muß der Magier vor allem den Geist des Patienten beeinflussen, um die Harmonie wiederherzustellen.
Wie schon gesagt wurde, kann die Mentalsphäre nur auf die Mentalebene, die Astralsphäre nur auf die Astralebene und die grobmaterielle Sphäre wiederum nur auf die grobstoffliche Ebene einwirken. Dies behalte der Magier stets im Augenmerk. Eine Transmutation aus einer Ebene in die andere kann nur durch die entsprechende Matrize oder den Verbindungsstoff durch eine subtilere Kraft zustande kommen. Ein Gedanke kann unmöglich eine physische Kraft hervorrufen, also ein körperliches Leiden beheben.
Aber ein mit Glauben und Überzeugung konzentrierter Gedanke kann in der Mentalsphäre des Patienten starke Schwingungen verursachen, die dann durch die Mentalmatrize dem Astralleib zugeführt werden. Weiter als in die Seele des Patienten reicht so ein Einfluß nicht. Ein solcher Einfluß regt zwar den Patienten dazu an, sich geistig auf den Heilungsprozeß einzustellen, wodurch die für die Heilung erforderlichen Schwingungen entstehen, aber nichts weiter.
Es wird zwar eine mentalisch-astrale Linderung erzielt, der Patient veranlaßt innerlich von der Mentalsphäre aus den beschleunigten Heilungsprozeß, aber für das grobmaterielle Leiden ist der Einfluß nicht ausreichend genug, namentlich wenn dem Patienten innerlich schon so viele Kräfte fehlen, daß die zur grobstofflichen Heilung nötigen Stoffe und Fluide sich nicht mehr erneuern. Der Erfolg wäre demnach nur ein sehr geringer und die Heilung nur eine subjektive.
In diese Kategorie von Heilmethoden gehören: die Suggestion, Hypnose, Autosuggestion, das Gesundbeten usw. Der Magier unterschätzt zwar diese Methoden nicht, aber er verläßt sich auch nicht auf sie und bedient sich ihrer lediglich nur als Hilfsmittel zweiter Klasse. Einen so hohen Wert, wie er in zahlreichen Büchern diesen Methoden beigelegt wird, haben sie für ihn nicht.
Bei weitem wirkungsvoller arbeitet ein echter Magnetiseur, der durch okkultes Training und entsprechende Lebensweise über einen großen Überschuß an Lebensmagnetismus verfügt. Er bedarf dann weder des Glaubens des Patienten noch irgendwelcher Suggestionen, Hypnose oder eines Heiligenscheines. So ein Magnetiseur lädt mittels seines Überschusses, im Bedarfsfalle auch gegen den Willen des Patienten, seine Lebenskraft in den Astralleib und erzielt somit eine raschere Heilung, weil sein Magnetismus eine stärkere Spannkraft besitzt und auf diese Art die Astralmatrize des Kranken stärkt.
So kann ein Magnetopath auch ein Kind, das sich weder etwas vorstellen, noch mit seinem Unterbewußtsein irgendwie mithelfen kann, erfolgreich behandeln. Anders ist es bei einem Magier, der, wenn es ihm die Zeit erlaubt und wenn er sich auf die Heilpraxis spezialisiert, Hunderte von Patienten täglich behandeln könnte, ohne daß seine Vitalität im geringsten nachließe. Ein Magier bedient sich der Universalgesetze und trifft mit seinem Einfluß direkt das kranke physische Organ, ohne erst den Astralleib mitsamt der Matrize passieren zu müssen.
Demzufolge übt ein Magier eine bei weitem größere Wirkung auf das kranke Organ aus als alle bisher genannten Heilkünstler. Der Heilungsprozeß kann unter Umständen so rasch vor sich gehen, daß es in den Augen der Schulmedizin als ein Wunder angesehen werden müßte.
Ich will dem echten Magier hier keine allgemeinen Regeln für die Krankenbehandlung vorschreiben, denn an Hand der gelernten Gesetze wird er schon seine persönliche Arbeitsmethode haben. Es wird ihm genügen, wenn ich ihm nur einige Hinweise gebe. Der Magier arbeitet mit dem Willen und der Imagination, wenn es sich bei seinen Patienten um eine Schwäche oder Störung des Geistes handelt, wo die Harmonie wieder herzustellen ist.
Dabei muß sich der Magier der Tätigkeit seines Geistes bewußt sein, daß nicht sein Astral- oder physischer Körper die Beeinflussung vornimmt, sondern daß lediglich sein Geist wirkt. Alle Aufmerksamkeit ist daher dem Geist zu widmen, Körper und Seele vollkommen zu vergessen, damit die Wirkung von Geist zu Geist intensiv ist. Liegt z. B. der Patient in Agonie oder Bewußtlosigkeit, vermag ihn der Magier zur Besinnung zu bringen.
Sind die Ursachen der Erkrankung im Astralleib zu suchen, so arbeitet der Magier mit gestauter Lebenskraft, die er mit dem Wunsch der Genesung imprägniert. Die Stauung wird der Magier direkt aus dem Universum in den Astralleib des Patienten leiten, ohne erst die Lebenskraft durch seinen Körper gehen zu lassen. Dadurch verhütet der Magier eine Abschwächung der eigenen Vitalität und gleichzeitig eine Vermischung des krankhaften Odes des Patienten mit seinem eigenen.
Sind die Ursachen der Erkrankung physischer Natur und ist irgendein Organ im Körper angegriffen, dann nimmt der Magier die Elemente und das elektrische und magnetische Fluid zu Hilfe. Bei kräftiger Konstitution des Patienten arbeitet der Magier nur mit Elementen, die auf die Krankheit günstig einwirken; so z. B. wird er hobes Fieber mit dem Element des Wassers bekämpfen. Das eingeleitete Element bildet sich das notwendige Fluid - elektrisches oder magnetisches - von selbst und dem Patienten ist eine den Elementen entsprechende Lebensweise, Diät, Atemgymnastik, Heilkräuter, Bäder u. dgl. vorzuschreiben.
Ist der Körper des Kranken aber so weit geschwächt und so wenig widerstandsfähig, daß er das notwendige Element nicht aufnehmen und das entsprechende Fluid sich infolgedessen von selbst nicht bilden kann, bleibt dem Magier nichts anderes übrig, als das erkrankte Organ mit dem Fluid selbst zu laden. Dabei ist die okkulte Anatomie der Polarisation gemäß genau zu beachten. Ein Organ, das die Funktion des magnetischen Fluids versieht, darf nicht mit dem elektrischen Fluid geladen werden, will man dem Patienten nicht schaden.
In Organen, wo beide Fluide wirksam sind, wird der Magier gut tun, die Fluide der Reihe nach einzuleiten. Wirkt er z. B. fluidal auf den Kopf, so wird er den Vorderteil - Stirn -, die linke Seite und das Innere - Großhirn - mit dem elektrischen und die rechte Seite des Kopfes und den Hinterkopf Kleinhirn - rnit dem magnetischen Fluid laden. Wirkt dabei der Magier mit dem Händeauflegen, was zwar ein guter Behelf, aber nicht direkt notwendig ist, dann wird er auch das Auflegen der Hände dem Fluid entsprechend vornehmen. In unserem - Kopf - Beispiel wird er die Stirn und die linke Seite mit der rechten, also elektrischen Hand und den Hinterkopf und die rechte Seite mit der linken, magnetischen Hand beeinflussen.
Ein in der Heilpraxis außergewöhnlich gut geschulter Magier braucht keine Streichungen oder Händeaullegen vorzunehmen, er bewirkt alles imaginativ dank seiner geschulten Imagination. Mittels Imagination muß er das magnetische oder elektrische Fluid auch in die kleinsten Organe einzuleiten verstehen, so daß er z. B. in das Auginnere das magnetische und in den Augapfelrand das elektrische Fluid einleitet. Auf diese Weise wird er nicht nur viele Augenleiden erfolgreich behandeln, die Sehkraft des Auges stärken können, sondern wird auch, falls ein organischer Fehler nicht direkt vorliegt, Blinde wieder sehend machen.
Die neutralen Körperteile lade er entweder mit dem der Körperregion zustehenden Element oder mit gestauter Lebenskraft. Läßt er die neutralen Teile unberücksichtigt, begeht er keinen großen Fehler, da ja die Fluidstrahlungen auch die neutralen Punkte der Organe indirekt beeinflussen.
Handelt es sich bei einem Patienten nicht um die Störung eines einzelnen Organs, sondern ist der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen, wie z. B. bei Nervenleiden, Bluterkrankungen, dann ist das elektrische Fluid in die ganze rechte Seite des Patienten und das magnetische Fluid in die ganze linke Seite einzuleiten. Bei nicht aufnahmefähiger Konstitution des Kranken können nach der Einführung beider Fluide der Reihe nach, den Körperregionen entsprechend, noch die Elemente eingeführt werden. Von einer überaus dynamischen Stauung der Elemente in einem kranken Körper ist abzusehen, da der Kranke die Spannung nicht gut ertragen würde.
Das wirkungsvollste magische Heilverfahren besteht darin, daß der Magier bei dem Kranken der Reihe nach Geist, Seele und Körper entsprechend beeinflußt. Wie dies zu geschehen hat, ist ihm ja an Hand der angeführten Beispiele und der analogen Universalgesetze schon bekannt und bedarf keiner besonderen Hinweise mehr. Auf die etwaige Frage, ob es einem wahren und hochentwickelten Magier möglich ist, jede, auch die scheinbar unheilbarste Krankheit völlig auszuheilen, kann gesagt werden, daß, falls im Körper kein Organ fehlt, der wahre Magier tatsächlich die Möglichkeit hat, jede Krankheit, auch die schwerste, auszuheilen.
Nur wird der Magier im Buch des Schicksals - Akasha lesen, inwieweit er eingreifen darf, denn manche Krankheiten sind karmisch bedingt, d. h. der Patient hat aus dem jetzigen oder vorigen Leben dies oder jenes durch seine Erkrankung abzutragen. Ist aber der Magier dazu berufen, das Mittel zum Zweck zu sein und die Krankheit entweder zu lindern oder völlig zu beheben, was ein wahrer Magier im Akasha auch sieht, dann kann er auf Grund dieser Anleitungen und unter Berücksichtigung der Universalgesetze wahre Wunder wirken.
Die höchsten Eingeweihten, die unser Erdball je getragen hat, welche die größten Wunderheilungen, Totenerweckungen usw. vollbrachten, konnten dies nur unter Berücksichtigung der Universalgesetze, deren Kräfte und Fluide tun, wobei es nicht darauf ankam, ob die Realisationsfähigkeit ihres Glaubens bewußt oder unbewußt eine Rolle spielte, oder das lebendige Wort - Quabbalah. Wie weit die Wunderheilungen durch die Realisationsfähigkeit eines Magiers reichen können, hängt vom Grad seiner Entwicklung ab.
Magische Ladung von Talismanen, Amuletten und Edelsteinen
Der Glaube an Talismane, Amulette und Edelsteine reicht bis in die graue Vorzeit zurück und hat seinen Ursprung im Fetischismus, der noch heute unter den primitiven Völkern verbreitet ist. Bis zu einem gewissen Grad hat sich der Glaube an Talismane u. dgl. bis zum heutigen Tage erhalten, wurde aber der Mode angepaßt, was sich im Gebrauch verschiedener Glücksbringer, wie Anhängsel, Ringe, Broschen, bestätigt. Namentlich glückbringende Monatssteine stehen hoch im Kurs. Wenn die Idee der Talismane nichts Wahres und vielleicht auch Magisches in sich bergen würde, müßte der Gedanke und der Glaube an Talismane schon lange aus der Ideenwelt verschwunden sein. Unsere Aufgabe liegt darin, den Schleier beiseite zu schieben und die Spreu vom Weizen scheiden zu lernen.
Ein Talisman, Amulett oder irgendein Monatsstein soll bezwecken, den Glauben, das Vertrauen der ihn tragenden Person zu stärken, zu heben und zu halten. Dadurch, daß der Träger erhöhte Aufmerksamkeit seinem Talisman zuwendet, wird das Unterbewußtsein autosuggestiv in der gewünschten Richtung beeinflußt, und je nach Veranlagung können verschiedene Effekte erzielt werden.
Wenn ein rein materiell veranlagter Mensch, ein trockener Wissenschaftler, einen solchen Glauben verurteilt, ihn bespöttelt, bekrittelt und solchen Dingen den Stempel des Aberglaubens aufdrückt, ist es nicht zu verwundern. Der wahre Magier weiß um diese Dinge richtig Bescheid und wird sich nicht damit abfinden, einen Talisman nur zum Zweck der Hebung des Glaubens und Vertrauens zu tragen, sondern er wird vor allem den Zusammenhang der Gesetzmäßigkeit mit den Talismanen zu erforschen trachten. Es ist ihm bekannt, daß Talismane, die nur dem Glauben ihr Bestehen verdanken, in der Hand eines Ungläubigen oder mißtrauischen Menschen wirkungslos sind; er geht deshalb mit seiner Wissenschaft und Gesetzmäßigkeit in dieser Hinsicht ein Stückchen weiter.
Bevor wir die Synthese zergliedern, wollen wir noch die verschiedenen Unterschiede kennenlernen. Ein Talisman ist in der Hand des Magiers nichts mehr als ein Werkzeug, ein Anhaltspunkt, etwas Materielles, an das er seine Kraft, Ursache, Fluid, bindet oder bannt. Die Form, ob Ring, Anhänger, Brosche, und der materielle Wert sind ihm Nebensache. Er achtet dabei nicht auf Mode, Schönheit, Nimbus. Für ihn ist es ein Gegenstand, mit dessen Hilfe er durch Bannung seiner Kräfte Ursachen schafft, welche die gewünschte Wirkung auslösen sollen, dessen ungeachtet, ob der Träger daran glaubt oder nicht.
Ein Pentakel dagegen ist schon ein spezifischer Gegenstand - Talisman -, der mit den Analogiegesetzen der gewünschten Wirkung, Kraft, Fähigkeit und Ursache im Einklang steht. Bei dessen Herstellung und Ladung muß der Magier die dazugehörigen Analogiegesetze berücksichtigen. Auch zwecks Anknüpfung des Kontaktes mit Wesen höherer Welten, ob es sich nun um gute oder böse Wesen, Intelligenzen, Genien oder Dämonen handelt, wird der Magier das Pentakel dem Talisman vorziehen.
Ein Amulett wiederum ist ein auf Jungfernpergament oder auf gewöhnlichem Pergamentpapier geschriebener göttlicher Name, ein heiliger Vers aus der Bibel, ein Mantram, d. i. ein Satz, der die Verehrung einer Gottheit ausdrückt. Auch das Tragen von verschiedenen Zauberpflanzen, wie Mandragora u. a., die einen bestimmten Schutz oder andere effektive Wirkungen hervorrufen sollen, gehört noch in die Kategorie der Amulette. Ebenso das Tragen von fluidischen Kondensatoren fester oder flüssiger Natur oder damit getränktes Fließpapier sowie natürliche Magneteisensteine, kleine künstliche Hufeisenmagnete, sind noch zu den Amuletten zu rechnen.
Als letztes wollen wir noch die Edel- und Halbedelsteine erwähnen, die besonders geeignete fluidische Kondensatoren sind, die schon von alters her zu Schutz, Glück, Erfolg und zu Heilungen verwendet wurden. Die Astrologie hat auf Grund der Farben- und Härtetheorie jedem Stein eine besondere Wirkung zugeschrieben und Personen, die unter dem bewußten Zeichen oder Planeten geboren wurden, empfohlen, den entsprechenden Stein als Glücksstein zu tragen.
Dem wahren Magier ist aber bekannt, daß astrologisch gewählte Glückssteine nur geringe Wirkung haben und für Menschen, die an solche Dinge nicht glauben, vollkommen wertlos sind. Dagegen sind Steine, die mit einer astrologischen Wirkung übereinstimmen, mit Rücksicht auf ihre Härte, chemische Zusammensetzung und Farbe empfänglich und geeignet, die entsprechende magische Ladung aufzunehmen. Der Magier kann, soweit es im Bereich der Möglichkeit liegt, die astrologischen Maßnahmen berücksichtigen, ist aber von diesen keineswegs abhängig.
Er kann, wenn es ihm wünschenswert erscheint,
jeden Stein, auch den astrologisch ungünstigsten, magisch so stark
laden, daß Wirkungen erzielt werden, ohne Rücksicht darauf,
ob die Person an die Wirkung glaubt oder nicht; stets wird der Effekt eintreten,
den der Magier befiehlt. Somit haben wir die verschiedenen Arten und Unterschiede
zwischen Talismanen, Amuletten, Pentakeln und Edelsteinen kennengelernt
und wollen noch von den verschiedenen Ladungen sprechen. Hiervon gibt es
zehn Arten, welche sind:
1. Ladung mit bloßem Willen in Verbindung
mit der Imagination.
2. Ladung mittels terminierter Lebenskraftstauung
und Wunschimprägnierung.
3. Ladung durch Bannung von Elementalen,
Elementaren, Wesen, welche die gewünschte Wirkung zu vollbringen haben.
4. Ladung mittels individueller oder traditioneller
Rituale.
5. Ladung durch magische Formeln, Mantrams,
Tantras usw.
6. Ladungen durch Elementestauungen.
7. Ladungen durch das elektrische und magnetische
Fluid.
8. Ladung mittels Lichtkraftstauung.
9. Ladung mittels elektromagnetischer Kugeln
- Volte.
10. Ladungen durch sexuell- magische Operationen.
Jede dieser hier angeführten Ladungsmöglichkeit hat viele Variationen, und es würde zu weit führen, wenn ich sie hier alle beschreiben wollte. Der entwickelte Magier wird sich durch seine Intuitionen eigene Möglichkeiten schaffen. Die hier angegebenen zehn sollen nur als Richtschnur dienen, und ich will daher nur ganz kurz die einzelnen Ladungsarten beschreiben.
Zu l.: Ladung mit dem bloßen Willen in Verbindung mit der Imagination
Dies ist die einfachste und leichteste Methode,
und die Wirkung hängt von der Kraft des Willens und der Imaginationsfähigkeit
des Magiers ab. Jeder Talisman, jeder Stein, jedes Pentakel, mit Ausnahme
von Papier- und Pergamentamuletten, muß, bevor die magische Ladung
vorgenommen wird, von dem ihm anhaftenden Fluid befreit, d. h. entfluidisiert
werden. Am besten und wirksamsten geschieht
dies durch die Magie des Wassers.
Nimm ein Glas mit frischem kalten Wasser, in das du den Talisman eintauchst. Konzentriere dabei, daß das Wasser alle schlechten Einflüsse entziehen soll. Bei dieser Konzentration verharrst du eine geraume Zeit. Nach einigen Minuten schärfster Konzentration mußt du die Gewißheit haben, daß alle schlechten Einflüsse vom Wasser aufgesogen wurden und dein Talisman von ihnen befreit ist. Hierauf trocknest du den Talisman ab und kannst nun versichert sein, daß derselbe für deinen Einfluß aufnahmefähig ist.
Die Entfluidisierung mußt du mit jedem nichtflüssigen Talisman vornehmen, ganz gleich nach welcher Methode du ihn laden willst. Sodann nimmst du den Talisman zur Hand und fixierst mit äußerster Willenskraft, mit festem Glauben und Vertrauen, imaginativ deinen Wunsch respektive die Wirkung in den Talisman hinein. Terminiere die Wirksamkeit deines Wunsches, ob sie nur auf gewisse Zeit oder dauernd bestehen soll, ferner, ob die Wlirkung nur für eine bestimmte Person in Frage kommt oder für jedermann, der den Talisman tragen sollte.
In der Gegenwartsform ladest, respektive imaginierst du, daß der gewünschte Effekt schon wirkt. Du kannst die Spannkraft des einkonzentrierten Wunsches durch öfteres Wiederholen der Ladung verstärken, wodurch die Ausstrahlungskraft des Talismans intensiver und durchdringender wird. Versetze beim Konzentrieren das Gefühl, daß die Wirksamkeit des Talismanes auch dann bestehen bleibe und sich automatisch verstärke, wenn du an deinem Talisman nicht denkst und, falls er für jemand anders bestimmt ist, für diesen das gleiche gelte. Hast du nach bestern Wissen und Gewissen mit der allergrößten Kraft, deren du fähig warst, den Talisman geladen, ist er gebrauchsfertig.
Zu 2.: Ladung mittels terminierter Lebenskraftstauung und Wunschimprägnierung
Ebenso wie unter l. geschildert, wird der zu ladende Talisman entfluidisiert. Ist es ein Talisman, den du persönlich verwenden willst, dann mußt du die Lebenskraftstauung in deinem eigenen Körper vornehmen (siehe Anleitung der Stufe 3). Hast du deinen Körper mit Lebenskraft expansiv geladen, führst du diese durch die rechte Hand in deinen Talisman ein und preßt die gestaute Lebenskraft derart zusammen, daß sie die ganze Form des Talismans, Amulettes oder Steines einnimmt.
Du mußt dir dabei vorstellen, daß der Talisman gleich einem saugenden Gefäß die Lebenskraft aufnimmt und so lange in sich behält, wie du dies wünschst. Du mußt mit der Überzeugung arbeiten, daß mit der Zeit und durch das Tragen oder den Gebrauch des Talismanes die Wirkung nicht verringert, sondern immer stärker wird. Die vom Talisman aufgenommene, bis zum schneeweißen Glanz zusammengepreßte Lebenskraft gleicht einer leuchtenden Sonne. So weit muß die Imagination reichen.
Den Wunsch bezüglich der Wirkung des Talismans verlegst du gleich bei der Stauung der Lebenskraft in deinen Körper. Auch die Wirkungsdauer kann nachträglich imaginativ festgelegt werden. Es ist die Gegenwartsform zu wählen, also die innere Überzeugung auszudrücken, daß der Talisman sofort nach der Ladung vollste Wirksamkeit hat.
Man soll nicht mehrere und schon gar nicht entgegengesetzte Wünsche für einen Talisman wählen. Am wirkungsvollsten ist eine Ladung, die nur einen einzigen Wunsch bezweckt. Ferner wähle man stets solche Wünsche, die im Bereich der Möglichkeit liegen und meide phantastische Ladungen, die unerfüllbar sind. Dieses Gebot gilt für alle Formen von Talismanen und Arten der Ladungen. Wie expansiv eine Ladung wirkt, läßt sich am besten mittels eines siderischen Pendels nachweisen. Ladet man für eine zweite Person einen Talisman, dann ist die gestaute Lebenskraft nicht durch den eigenen Körper zu führen, sondern direkt aus dem Universum zu verdichten und imaginativ in den Talisman zu leiten. Alle übrigen Maßregeln sind dieselben.
Zu 3.: Ladung durch Bannung von Elementalen, Elementaren, Wesen, welche die gewünschte Wirkung auslösen
Über die Schaffung von Elementalen und Elementaren habe ich bereits in den vorhergehenden Stufen geschrieben. Auch ein Elemental oder Elementar kann an einen Talisman, ein Pentakel, Amulett oder an einen Stein gebunden werden. Die Bannung geschieht durch ein selbstgewähltes Wort, ein kleines eigens zusammengestelltes Ritual oder eine Geste mittels Imagination. Es genügt dann bloß, die vorher bestimmte Geste, das Ritual, Wort oder die Formel auszusprechen oder durchzuführen, und das gebannte Elemental löst die bestimmte Wirkung aus.
Wann ein Elemental oder ein Elementar an einen Talisman gebannt werden kann, wird der Magier schon selbst wissen. Sicherlich wird er Elementale zur Beeinflussung der Mentalsphäre benützen, Elementare dagegen für das Erreichen von astralen oder grobstofflichen Wirkungen. Auch Wesen lassen sich auf dieselbe Art und Weise an einen Talisman für bestimmte Wirkungen bannen, was jeder Magier fertigbringt, der an seiner Entwicklung gewissenhaft gearbeitet hat. Den Kontakt kann er durch die Praxis des passiven Verkehrs, ferner durch den magischen Spiegel oder durch Tranceversetzung im Akasha herstellen. Dazu sind keine weiteren Hinweise erforderlich, und der Magier muß selbst wissen, wie und was er zu tun hat.
Zu 4.: Ladung durch individuelle oder traditionelle Rituale
Diese wird meist von orientalischen Magiern mit Vorliebe praktiziert, die mit einer Riesengeduld ausgestattet sind, die gerade bei dieser Ladungsart notwendig ist. Der orientalische Magier macht mit der Hand, mit den Fingern oder auch nur mit einem Finger, ganz individuell, ein bestimmtes selbst gewähltes Zeichen über dem Talisman oder macht mit ihm das Zeichen direkt in der Luft. Dabei konzentriert er sich auf die gewünschte Wirkung, die der Talisman haben soll. Dieses Experiment wiederholt er täglich einige Male und schafft sich durch das lange Wiederholen eine so starke Batterie Volt - im Akasha, die dann die gewünschte Wirkung hervorruft.
Ist durch das lange Wiederholen des Experimentes das magische Volt im Akasha so stark geworden, genügt es, mit dem betreffenden Talisman oder über demselben das Ritual oder Zeichen auszuführen, was sogar ohne Imagination und geistige Anstrengung geschehen kann, und die gewünschte Wirkung löst sich aus.
Ein in der Quabbalah beflissener Magier weiß, daß er der quabbalistischen Zahl entsprechend 462mal, also an 462 Tagen, auf diese Art seine eigene Batterie im Akasha rituell geladen hatte, damit sein Ritual automatisch wirken kann. Diese Ladung ist ohne große Anstrengung durchführbar, aber sehr langwierig, und selten wird ein europäischer Magier die übergroße Geduld aufbringen, da er denselben Effekt viel rascher mit Hilfe einer anderen hier angeführten Methode erreichen kann.
Die Ladung durch ein traditionelles Ritual ist leichter und bedarf nur einiger Wiederholungen, um den Kontakt herzustellen, wobei die Wirkung eine enorme, bis an direkte Wunder grenzende ist. Nur sind solche traditionellen Ladungsrituale Geheimnisse von Logen, Gesellschaften, Sekten, Klöstern, die auch ich nicht verraten darf. Ein im Hellsehen gut geschulter Magier könnte zwar die Geheimnisse leicht erfahren, aber er würde Gefahr laufen, bald entdeckt zu werden. Und die orientalischen Magier, die ihre Rituale unter Todeseid hüten, würden gegen jeden, der sich ohne Erlaubnis ihrer Rituale bemächtigt, magisch erbarmungslos vorgehen. Deshalb warne ich den Magier vor solchen Entwendungen.
Gewöhnlich sind es Gesten, mit denen die geheimen Zeichen von verschiedenen Gottheiten - Ishta Devatas - über dem Talisrnan ausgeführt werden, ähnlich wie ich es mit dem individuellen Ritual beschrieben habe. Daß dann so eine Ladung überaus stark wirkt, ist außer Zweifel, zumal das Ritual vielleicht Hunderte von geschulten Magiern vollbringen und dieses sich auch von einer Generation auf die andere traditionell überträgt. Einem als reif befundenen Mitglied wird so ein Ritual meist als Auszeichnung überliefert. So eine Ritualüberlieferung und gleichzeitig auch Kontaktherstellung mit der entsprechenden Batterie wird im Orient Ankhur oder Abhisheka genannt.
Zu 5.: Ladung durch magische Formeln, Mantrams, Tantras
Diese Ladungsmöglichkeit ist eine der größten und rnächtigsten, erfordert aber hohes Wissen und große Vorbereitungen, die ich in meinen zwei weiteren Werken über die magische Evokation und praktische Quabbalah näher beschreibe. Verständnishalber mache ich daher hier nur eine kleine Bemerkung.
Die erste Ladungsart geschieht durch das Wiederholen
einer magischen Formel, wobei ein dazu in Betracht kommendes Wesen die
gewünschte Wirkung hervorruft.
Die Ladung durch Mantrams geschieht dadurch,
daß ein heiliger Satz als Verehrung einer Gottheit viele Male - JapaYoga
- in einen dafür geeigneten Talisman hineingedacht oder hineingesprochen
wird. Die Eigenschaft der betreffenden Gottheit wird auf diese Weise materialisiert.
Daß damit große Wirkungen auf allen Ebenen erzielt werden können,
ist sicher.
Eine Ladung durch Tantras ist nichts anderes als richtig angewandte Wortmagie, wo bestimmte kosmische Kräfte durch dazu geeignete Buchstaben, Wörter usw. unter Bezugnahme auf den kosmischen Rhythmus, Ton, Farbe, Eigenschaft, Anwendung finden.
Zu 6.: Ladung durch Elementestauung
Diese Ladungsmöglichkeit bietet sich jedem Magier, der die Schulung bis hierher praktisch absolvierte. Will der Magier eine Wirkung durch ein Elementeprinzip erzielen, so wird er den dafür gewählten Talisman, Pentakel, mit dem seiner Wirkung entsprechenden Element laden. Die Ladung selbst geschieht auf die in Punkt 2 mittels Lebenskraftstauung beschriebene Weise, nur mit dem Unterschied, daß statt der Lebenskraft das gewünschte Element verwendet wird.
Für den persönlichen Gebrauch wird die Elementestauung im eigenen Körper und für andere Personen direkt aus dem Universum vorgenommen. Kann man z. B. über ein Element schwer Herr werden, ist das entgegengesetzte Element zwecks Abschirmung mittels eines geladenen Talismanes anzuwenden. Noch viele andere Wirkungen können durch die Elemente erzielt werden, und der in der Elementebeherrschung erfahrene Magier wird sich durch seine Intuition die gewünschten Variationen selbst zusammenstellen.
Zu 7.: Ladung durch das elektrische oder magnetische Fluid
Eine der stärksten Ladungen ist der Gebrauch des elektrischen oder magnetischen Fluids. Soll der Talisman etwas beschützen, abschirmen, etwas bestrahlen oder irgendeine Aktivierung hervorrufen, dann gebraucht man vorwiegend das elektrische Fluid. Soll er aber anziehend wrirken - Sympathie, Glück, Erfolg bringen -, wird das magnetische Fluid verwendet. Die Ladung geschieht auf dieselbe Art wie mit der Lebenskraft- oder Elementestauung, nur wird bei einem Talisman für eigene Zwecke die Stauung bloß in der entsprechenden Körperhälfte durchgeführt, also nicht im ganzen Körper.
Das magnetische Fluid wird in der linken Körperhälfte dynamisch gestaut und auch durch die linke Hand in den Talisman einprojiziert. Beim elektrischen Fluid ist es die rechte Seite, und die Projektion geschieht dann in den Talisman durch die rechte Hand.
Zu 8.: Ladung durch Lichtkraftstauung
Für feingeistige Wirkungen, wie Hebung von verschiedenen okkulten Kräften, Intuition, Inspiration, wird die Ladung eines Talismanes mit gestauter Lichtkraft vorgenommen. Die Ladung erfolgt geradeso wie die Lebenskraftstauung mit begleitender Wunschimprägnierung, Terminierung usw. Das zusammengepreßte Licht im Talisman gleicht einer Sonne, die heller scheinen muß als das übliche Sonnenlicht. Für den persönlichen Gebrauch wird ein Talisman durch den eigenen Körper, fiir eine andere Person direkt aus dem Universum mit Lichtkraft gestaut. Sonst sind die üblichen schon beschriebenen Regeln zu beachten.
Zu 9.: Ladung mittels einer elektromagnetischen Kugel
Um karmische Einflüsse zu mildern, um sich vor jedweden anderssphärigen Einflüssen zu schützen und das Schicksal wunschgemäß zu gestalten, ladet man einen Talisman für eigene Zwecke oder für andere Personen mit einem magischen Volt. Diese Ladungsart nennt man Voltieren; es ist die stärkste Nachahmung des Akashaprinzipes. Und nur ein Magier, der das höchste Ziel, die Gottverbundenheit, anstrebt, soll sich dieser Ladungsweise bedienen, um sich durch ein Eingreifen ins Akasha nicht zu belasten.
Wie schon wiederholt gesagt, ist alles durch die zwei Fluide mittels der vier Elemente geschaffen worden. Laut Universalgesetz ist das elektrische Fluid stets im Mittelpunkt. An der Peripherie des elektrischen Fluids, wo die Expansion aufhört, beginnt das magnetische Fluid zu wirken und ist hier am schwächsten. Vom Brenn- oder Mittelpunkt aus bis an die Peripherie des elektrischen Fluids ist genau dieselbe Entfernung wie vom Beginn des magnetischen Fluids bis ans Ende der Peripherie des magnetischen Fluids, wo die magnetische Anziehungskraft am stärksten ist.
Dieses Gesetz gilt sowohl im Kleinen wie im Großen, also im Mikro- wie im Makrokosmos. Bei der Ladung mit einem Volt respektive bei der Voltbildung ist dieses Gesetz zu beachten. Willst du durch ein Volt den Talisman, Pentakel oder Stein für eigene Zwecke laden, verfährst du wie folgt:
In deine rechte Körperseite staust du dynamisch mit aller Kraft das elektrische Fluid. Projiziere durch die Hand und schließlich durch den Zeigefinger das gestaute elektrische Fluid zu einem starken elektrischen Funken, den du genau in den Mittelpunkt deines Talismanes imaginativ bannst. Der zusammengepreßte elektrische Funken muß geradezu glühend rot gesehen werden. Dann verfährst du auf dieselbe Art mit dem magnetischen Fluid und führst es durch den Zeigefinger der linken Hand und von da aus derart vor dich, daß du den kugelförmigen elektrischen Funken mit dem magnetischen Fluid so stark umhüllst, daß er imaginativ unsichtbar wird.
Das zusammengepreßte magnetische Fluid stellst du dir in blauer Farbe vor. Hast du dies fertiggebracht, muß dir nur eine kleine blaue Kugel imaginativ übrigbleiben, die die ganze Form des Talismanes umfaßt. Dein Volt ist somit hergestellt, und sobald in demselben das elektrische Fluid und außerhalb desselben das magnetische Fluid strahlt, imprägnierst du die Kugel, d. h. das fertige Volt mit deinem Wunsch und terminierst die Wirkung.
Will man später einmal die Ladung verstärken, was aber kaum notwendig sein wird, so braucht man nur das magnetische Fluid zu verdichten, wobei sich das innerhalb befindliche elektrische Fluid von selbst automatisch verstärkt. Solch ein Volt hat eine derart starke magische Wirkung, daß es nach Wunsch sogar das Karma ändern kann. Ein Magier, der dies fertigbringt, unterliegt nicht mehr dem üblichen Karma, über ihm waltet nur noch die Göttliche Vorsehung.
Ladet ein Magier einen Talisman für eine andere Person mit einem Volt, so hat er die Ladung auf dieselbe Art und Weise vorzunehmen, nur zieht er das elektrische und magnetische Fluid nicht aus seinem Körper, sondern direkt aus dem Universum. Die Voltladung für andere Personen soll der Magier nur im äußersten Falle vornehmen, denn er muß die Gewißheit haben, daß die betreffende Person wirklich hohe Ideale hat, es mit der Entwicklung ehrlich meint und nur vom Karma verfolgt wird, also wie der Volksmund sagt, ein Pechvogel ist.
Das hellsehende Auge des Magiers wird dies alles überschauen können, und seine Intuition wird ihm stets richtig eingeben, ob er dies tun soll und darf oder nicht. Hier ist der Magier dann schon selbst verantwortlich. Wird so ein magisches Volt auf einen kleinen Hufeisenmagnet gebannt, so daß die Kugel den ganzen Magneten einhüllt, müßte sich von der enormen Wirkung desselben selbst der ungläubigste Thomas überzeugen.
Zu 10.: Ladung durch eine sexual-magische Operation
Es gibt noch eine andere Art der Ladung, über die ich hier eine bloße Bemerkung machen will. Aus ethischen und moralischen Gründen nehme ich jedoch von einer näheren Beschreibung der Praxis Abstand. Der meditierende Magier wird auf die eigentliche Praxis selbst kommen, aber auch davon absehen, mit ihr zu arbeiten, zumal er inzwischen so viele andere Ladungsmöglichkeiten kennengelernt hat. Nur ein ethisch sehr hochstehender Magier könnte sich an die Praxis heranwagen, da dem Reinen ja alles rein bleibt. In der Hand eines unmoralischen Menschen könnten diese Praktiken mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Zum mindesten würde man viel Unfug damit treiben und so hohe Kräfte, wie die der Liebe es sind, mißbrauchen. Deshalb mache ich nur eine kurze Andeutung darüber, auf was für einem Prinzip diese Ladungsmöglichkeit beruht.
Vor allem sind bestimmte Vorbereitungen nötig, ohne welche die Operation nicht gelingen würde. Eine sexualmagische Operation, für welchen Zweck immer durchgeführt, ist eine heilige Handlung, ein Gebet, wo der Schöpfungsakt der Liebe kopiert wird. Alles, was im Universum erschaffen wurde, ist durch den Akt der Liebe zustandegekommen. Auf diesem Universalgesetz basiert die sexuelle Magie. Hiermit wird selbstverständlich mit einer gleichgesinnten Partnerin, einer am besten ebenfalls magisch geschulten, gearbeitet.
Der Mann, also der Magier, stellt das aktive, das zeugende Prinzip dar, wobei die Frau - die Magierin - das passive, gebärende Prinzip ist. Die in der Beherrschung des elektrischen und magnetischen Fluids geschulte Magierin - Partnerin - muß sich umpolen, so daß bei ihr der Kopf magnetisch, die Genitalien elektrisch fluidisiert werden. Beim Manne ist dies umgekehrt der Fall, sein Kopf muß magnetisch, die Genitalien elektrisch gepolt sein.
Bei der Verbindung entsteht zwischen Partner und Partnerin eine überaus starke doppelpolige Kraftanspannung, wodurch eine enonne Wirkung hervorgerufen wird. Bei diesem Akt der Liebe wird nicht ein neues Leben, sondern die gewünschte Ursache zusammen mit ihrer Wirkung gezeugt. Es wird hier der untere wie obere Doppelpol in Kraft gesetzt, hier wirkt der vierpolige Magnet, das JOD HE VAU HE, das höchste Geheimnis der Liebe, der Schöpfung.
Wie leicht könnte dieser Schöpfungsakt, das Höchste, was es in der Welt gibt, zu einer Fleischeslust herabsinken, also zum Verderben werden. Die Vertreibung des biblischen Adams und der Eva aus dem Paradiese hat darin ihre höchste Symbolik. Der Magier, der sich an die höchste aller Praktiken heranwagt, muß unbedingt die oberen wie unteren Ströme beherrschen, um sie zwecks eventueller Ladung in den Stein, also in seinen Talisman, zu versetzen.
Würde man diese heilige Handlung durch Fleischeslust verunehren, träfe den Magier dasselbe Los wie Adam und Eva, welche die Früchte des Paradieses nicht mehr genießen durften. Wie groß diese Symbolik ist, wird der intuitive Magier leicht begreifen und es als berechtigt ansehen, wenn ich über dieses höchste Mysterium tiefes Schweigen bewahre.
Wunschverwirklichung durch elektromagnetische Kugeln im Akasha, das sogenannte Voltieren
Die Schaffung eines Voltes mittels elektromagnetischen Fluids habe ich bei der Ladung von Talismanen geschildert. Beim Voltieren ist der Vorgang derselbe, nur daß bei einem Volt für das Akasha die elektromagnetische Kugel größer sein muß. Nachstehend die Praxis:
Staue in deiner rechten Körperhälfte mit äußerster Kraft das elektrische Fluid und projizieren dasselbe durch die Innenfläche der rechten Hand nach außen, wobei du das elektrische Fluid mittels Imagination zu einer Kugel formst, die du in der Luft frei schweben läßt. Diese Projektion geht also nicht durch den Finger, sondern direkt durch die Innenfläche der rechten Hand. Die feurige Kugel, die durch das zusammengepreßte elektrische Fluid rotglühend sein muß, wird durch oftmaliges Stauen des elektrischen Fluids in sich und durch abermaliges Projizieren dynamisch verstärkt und durch wiederholtes Laden vergrößert.
Die Stauung und Dynamisierung wird so oft vorgenommen, bis die Kugel einen Durchmesser von einem Meter erreicht. Denselben Vorgang nimmst du mit dem magnetischen Fluid vor und beginnst, das gestaute magnetische Fluid durch die Innenfläche der linken Hand nach außen zu projizieren, indem du die elektrische Kugel mit deinem magnetischen Fluid Schicht um Schicht einhüllst. Durch oftmaliges Wiederholen der Stauung des magnetischen Fluids und dessen Projizierung wird die Umhüllung immer dichter und größer, bis die ganze Kugel einen Durchmesser von ca. zwei Metern erreicht. Das elektromagnetische Volt ist hiermit fertig.
Arbeitet der Magier ein solches Volt für eine zweite Person aus, dann ist das elektrische und magnetische Fluid direkt aus dem Universum zu nehmen. Ist so ein elektromagnetisches Volt mit der größten Imagination, mit dem festen Glauben und Willen vorbereitet worden, imprägniert der Magier dieses Volt, diesen stärksten magischen Akkumulator, den es überhaupt gibt, mit der entsprechenden Wunschkonzentration.
Er schafft mittels seiner Imagination die gewünschte Ursache, die sein Volt hervorrufen soll. Hat der Magier sein magisches Volt schließlich auch terminiert, dann schleudert er es fast ekstatisch mit seiner Vorstellung ins unendliche Universum, in den Makrokosmos, in die Ursachenwelt, also ins Akasha. Er schneidet gedanklich die Verbindung mit seinem Volt ab, indem er beim Abschleudern plötzlich aufhört darüber nachzudenken, es absichtlich vergißt und sich anderen Dingen zuwendet.
Diese hier angeführte Voltladung ist eine der mächtigsten Operationen, die der Magier auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe auszuführen vermag, denn dadurch ist er sowohl Herr über sich selbst als auch über andere geworden. Jene Ursache, die er in sein Volt ins Akasha verlegt hat, deren Wirkung wird es ausüben, wobei es sich gleich bleibt, ob auf der mentalen, astralen oder grobstofflichen Ebene. Der Magier wird diese große und verantwortungsvolle Möglichkeit gebührend zu schätzen wissen und damit für sich selbst wie für seine Mitmenschen, für die er sich an diese Operation heranwagt, nur hohe und edle Zwecke erreichen wollen.
Der Magier, der den harten Weg bis hierher gegangen ist, hat durch die anstrengenden Übungen, die mehr als Askese waren, sein Karma so weit ausgeglichen, daß es ihm nichts mehr anhaben kann. Der Magier unterliegt nicht mehr den üblichen Schicksalseinflüssen, er ist Herr über sein Schicksal geworden, und nur die Göttliche Vorsehung ihn ihrem höchsten Aspekt kann seinen Willen beeinflussen.
.
zurück zu Uranus, Magie
zurück
zur Sonne, Hauptseite