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Titelseite
aus dem Magazin Science & Mechanics von 1980
Als
Howard Johnson sein Patent eines Permanentmagnet- Motors beim US- Patentamt
anmeldeten wollte, rieb man sich verwundert die Augen und sagte ihm, daß
man keine Perpetuum Mobile annehme, weil es nicht funktionieren könnte
und das gegen das Energieerhaltungsgesetz verstößt. Doch es
funktionierte. Johnson hatte herausgefunden, wie man einen Motor baute,
der ohne Zugabe von Elektrizität oder irgend einer anderen Energie
lief. Sein U.S. Patent No. 4,151,431 beschreibt, wie eine Bewegung erzeugt
wird, die nur durch die Energie, die in Atomen von Permanentmagneten enthalten
ist, erzeugt wird. Mehr als sechs Jahre lang mußte sich Howard Johnson
mit der Bürokratie des US- Patentamtes auseinandersetzen, bis er endlich
1979 sein Patent bekam.
Howard Johnson
Dieser Motor von Howard Johnsons Überlegungen hatte einen äußerst einfachen Aufbau, verglichen mit konventionellen Motoren. Dabei wurden Samarium- Kobalt- Magnete verwendet. Johnson beschreibt in diesem Patent einen Motor mit linearer Bewegung und einen weiteren mit einer Drehbewegung. Bei dem letzteren sitzen 13 Statormagnete (beim Patent sind 12 zu sehen, aber im Magazin ist von 13 die Rede) mit ihren Südpolen auf einem Eisenring, der hohe magnetische Permeabilität (Durchlässigkeit) aufweist. Das heißt also, diese Polarität, die dort anliegt, wird von dem Material des Ringes 'geschluckt'. Das ist z. B. bei Weicheisen der Fall. Der ganze Ring wird selbst zum Südpol. Allerdings liegen diese Statormagnete nicht dicht an dicht, sondern zwischen allen Magneten ist eine Lücke. Die Statormagnete selbst sind leicht gebogen, damit sie auf den Ring passen.
Drei
Armaturmagnete sind 3+1/8 inch lang und bogenförmig. und stehen in
120° Winkel um die Statormagnete. Diese Armaturmagnete münden
in die Armatur, die eine Rille für einen Keilriemen hat, für
die Kraftübertragung. Die Armatur sitzt mit Kugellagern auf einem
Schaft, der entweder in die Statoreinheit verschraubt oder draufgeschoben
wird. Stop/Startschalter und Geschwindigkeits-
regler könnten
durch einfaches Bewegen in Richtung Stator oder weg davon erreicht werden.
Zwei oder mehr Armaturmagneten gestaffelt nebeneinander angeordnet, wie im Bild zu sehen, würde ein nicht akzeptables Pulsieren des Motors 'glätten', so Johnson. Johnson meinte, daß bogenförmige Magnete mit scharfen und nach hinten abgerundeten Ecken wichtig sind, weil sie die magnetische Energie viel besser konzenrieren und festhalten als stumpf endende Magente. Diese Magnete sind etwas länger als die Länge von zwei Statormagneten plus dem Zwischenraum. Alle Statormagnete haben ihre Nordpole außen, Südpole wie gesagt innen, am Ring anliegend.
Wenn die Nordpole der Armaturmagneten über einen Statormagnet gehen, wird er abgestoßen von dessen Nordpol; und es gibt eine Anziehung wenn der Nordpol über den Zwischenraum zwischen den Statormagneten läuft. Wenn dagegen ein Südpol eines Armaturmagneten über einen Statormagneten läuft, wird er angezogen und abgestoßen, wenn er über einen Zwischenraum läuft.
Die verschiedenen Magnetkräfte spielen eine sehr komplexe Rolle, die Zeichnung zeigt einige der fundamentalen Verhältnisse. Normale Linien sind Anziehungskräfte, gestrichelte Linien stehen für Abstoßkräfte und doppelte Linien stellen dominierende Kräfte dar.
Wie
die obere Graphik (links) zeigt, wird der führende Nordpol der Armaturmagnete
von den Nordpolen der zwei benachbarten Statormagnete abgestoßen.
(linke gestrichelte Linien) Doch sind in dieser Position der Armaturmagnete
die zwei Abstoßkräfte nicht identisch; die stärkere der
zwei Kräfte überpowert die andere Kraft und bewegt die Armatur
nach links. Diese Linksbewegung wird verstärkt durch die Anziehungskraft
zwischen dem Nordpol des Armaturmagneten und dem Südpol des Statormagneten
am Boden des Zwischenraumes zwischen den Statormagneten. (normale Linie)
Doch das ist noch nicht alles. Nun, was passiert am anderen Ende (Südpol) des Armaturmagneten? Die Länge dieses Magneten (ungefähr 3+1/8 inch) ist in Abhängigkeit von zwei Statormagneten und deren Zwischenraum so gewählt, daß wieder die Anziehung-/Abstoßungskräfte so wirken, daß die Armaturmagnete nach links bewegt werden, bzw. beim Motor mit Drehbewegung links herum. In diesem Fall wird der Südpol des Armaturmagneten von den Nordpol-Oberflächen der benachbarten Statormagnete angezogen, jedoch stärker, wegen der entscheidenten Armaturdimensionierung (doppelte Linie). Die Armatur wird infolgedessen nach links gezogen. Das überpowert den schwächeren 'Zugeffekt' der Statormagnete nach rechts.
Die Wichtigkeit der richtigen Dimensionierung der Armaturmagnete kann nicht genug betont werden. Ob sie nun zu kurz oder zu lang sind, das könnte einen unerwünschten Gleichgewichtszustand schaffen, das die Bewegung abwürgen würde. Dabei spielen die unterschiedlichen Flußdichten an den Polen der Armaturmagnete eine Rolle. Das Beste ist, alle Kräfteverhältnisse zu optimieren, um größtmögliche Außerbalance-Verhältnisse zu schaffen. Wenn einmal die Armatur in Bewegung ist, hilft der Schwung sie in den Einflußbereich der nächsten zwei Magnete zu befördern, wo sie deren Druck- und Zugkräfte ausgesetzt ist, und so weiterbewegt wird.
Beim
Magnetmotor von Jines und Jines von 1969 werden nur magnetische Anziehungskräfte
angewandt, keine Abstoßkräfte. Die obere Zeichnung zeigt zwei
Statoren und einen Rotor. An jedem Stator sind Dauermagnete fest angebracht,
wobei immer die Nordpole dem Rotor gegenüberliegen. Der Rotor besteht
auf der einen Seite aus einem hochmagnetischen Teil (wie z. B. Weicheisen)
und auf der anderen Seite aus einem nichtmagnetischen Gegengewicht, sowie
aus zwei Nocken, die an den beiden Seiten des Rotorschafts befestigt sind.
Die Magnete auf der einen Scheibe sind etwas versetzt gegenüber denen der anderen Scheibe angeordnet. Dadurch kann der Rotor in jeder Position von den Magneten der beiden Scheiben angezogen werden.
Durch Schilde, die jeden Magneten abdecken, außer denjenigen, an dem gerade der Weicheisenkern des Rotors vorbeiläuft, wird gewährleistet, daß die abgedeckten Magnete keine magnetische Wirkung auf den Rotor ausüben. Diese Schilde bestehen ebenfalls aus Weicheisen (mittlere und untere Zeichnung). Dieser Vorgang wird durch die Nocken gesteuert, wobei dasjenige Schild herabgezogen wird, an dem der Weicheisenkern des Rotors gerade vorbeiläuft.
Alle Magnete sind also
bedeckt, abgeschirmt, außer dem, der gerade kurz vor dem Eisen des
Rotors liegt und somit den Rotor zum Drehen bringt. Sobald der Rotor vorbeigezogen
ist, wird dieser Magnet sofort wieder abgedeckt, und der nächste Magnet
wird frei, wobei der Rotor seine Drehbewegung fortsetzen kann.
R.W. Kinnison erfand 1975 einen Magnetmotor, der Hufeisenmagnete 2 und 3 hatte, die an strategischen Stellen angebracht sind wie auf der Zeichnung zu sehen ist. Dabei ist Magnet 2 etwas versetzt angeordnet gegenüber Magnet 3. Ein weiterer Hufeisenmagnet 4 ist an einer rotierenden Kurbel 9 angebracht. In das Magnetfeld zwischen den beiden ersten Magneten 2 und 3 und Magnet 4 wird ein Ablenker 6 hinein- und herausgeführt, der aus nichtmagnetischen Material besteht. Er hat zwei Weicheisenplättchen 12a und 12b, die das Magnetfeld des jeweiligen Magneten ablenken, der gerade mit seinen Anziehungskräften den rotierenden Magneten 4 anziehen will. Dieser Ablenker wird dabei durch eine elektrische Magnetspule 8 nach unten gezogen, die durch einen Schalter 10 gesteuert wird, kann aber auch durch einen Exzenter bewegt werden. Eine Feder 7 zieht dann den Ablenker wieder nach oben, sobald der rotierende Magnet den Schaltimpuls freigibt.
Der drehbare Magnet 4 hat seinen Südpol in der oberen Position. (Fig. 2) Der Ablenker 6 ist nun in der Position, daß sein linkes Eisenplättchen 12a das Magnetfeld des Magneten 2 abdeckt. Dadurch wird er nur vom Magnetfeld des Magneten 3 beeinflußt, und zwar so, daß er abgestoßen wird. Dadurch dreht er sich und kommt in die Position, in der sein Nordpol oben ist. Durch diese Drehung wurde der Ablenker nach oben bewegt, so daß nun das Magnetfeld des Magneten 3 durch das Metallplättchen 12b abgedeckt wird, wie in Fig. 3 zu sehen ist. Dadurch wird Magnet 4 weiterbewegt und die Drehbewegung aufrechterhalten.
Der
Permanentmagnet- Motor, den Lee Bowman 1954 erfand und von dem er ein Arbeitsmodell
in kleinem Maßstab anfertigte, bestand aus drei parallelen Stäben,
die innerhalb der Abschlußplatten, die an einer festen Grundplatte
befestigt waren, mit Halterungen festgemacht waren. Drei Zahnräder
waren am einen Ende von jedem der drei Stäbe festgemacht, in einem
Verhältnis zwei zu eins, mit einem größeren Zahnrad am
mittleren Stab, wie in der Abbildung zu sehen ist.
Am entgegengesetzten Ende waren drei Scheiben an den Stabenden befestigt, mit einer größeren Scheibe am mittleren Stab, und den beiden kleineren Scheiben gleicher Größe an den beiden äußeren Stäben. Die Scheiben waren auch im Verhältnis zwei zu eins festgelegt, das gleiche Verhältnis wie bei den Zahnrädern am anderen Ende der Stäbe. Acht Alnico-Stab-Dauermagneten waren in gleichen Abständen auf der einen großen Scheibe befestigt, und jeweils vier Magneten auf den zwei kleineren Scheiben, so daß sie in ihrer Position übereinstimmten, wenn die drei Scheiben gedreht wurden. Die verlängerten Alnico-Dauermagneten waren auf jeder der Scheiben so angebracht, daß sie sich parallel zu den Stäben drehten, und ihre Enden gingen aneinander vorbei mit einem engen Luftspalt von etwa 0,005" (0,1mm).
Beim Drehen der Scheiben mit der Hand, liefen die Magnete benachbarter Scheiben genau übereinander weg, wie in der Zeichung zu sehen ist. Sie waren also in jeder Position nebeneinander synchron angeordnet.
Die Funktionsweise des Magnetgeräts erforderte die Positionierung eines einzelnen zylindrischen Dauermagneten, der im einem bestimmten Winkel angebracht war, bezogen zum unteren Quadranten der Scheiben am Ende, wie in der Abbildung zu sehen ist. Dieser einzelne Magnet war der auslösende Magnet, der die Rotation der Scheiben bewirkte, indem er die magnetischen Kräfte der drei magnetischen Scheiben ins Ungleichgewicht brachte.
Der Bowman-Magnetmotor wurde von einigen Leuten begutachtet, auch von einem Elektro-Ingenieur, der während der Vorführung von seiner Wirkweise beeindruckt war. Obwohl der Bowman-Motor zu einer gewissen Bekanntheit gelangte, entstand jedoch nie irgendein Interesse für seine Entwicklung, und so wurde er schließlich abgebaut und zerstört, ohne daß irgendwelche Aufzeichnungen seiner Entwicklung geblieben sind.
Wie im Bild zu sehen ist, befindet sich auf einem Rotor eine Scheibe, auf der vier Permanentmagnete angebracht sind. Sie sind so angeordnet wie im Bild zu sehen ist. Eine Art abgerundete Eisenrampe mit einem weiteren Permanentmagneten befindet sich, über einer bestimmten Stelle der Scheibe. Die Scheibe muß aus nichtmagnetischem Material sein, z. B. Holz oder Plastik, kein Eisen.
Das Magnetfeld eines der vier Magneten, z. B. Magnet 2 auf der Scheibe wirkt nun auf die Eisenrampe ein, eine Anziehungskraft wirkt zwischen dem Magneten und der Rampe, die Scheibe fängt an, sich zu drehen. Am Anfang der Rampe ist diese Anziehungskraft noch schwach, da der Anfang dieser Rampe weit entfernt ist von der Scheibe mit Magnet 2. Diese wird aber immer stärker, je weiter sich die Scheibe mit dem Magneten 2 dreht. Dadurch dreht sich die Scheibe weiter. Magnet 2 kommt nun an einen Punkt, der hier mit 'break point' bezeichnet wird. Das bedeutet, daß die Anziehungskraft zwischen der Rampe und Magnet 2 den größten Wert erreicht hat.
Nun tritt der einzelne
Magnet, der an der Rampe angebracht ist, in Aktion. Er ist so angebracht,
daß sich nun die beiden Nordpole gegenüberstehen und eine Abstoßkraft
aufgebaut wird. Magnet 2 und dieser Magnet an der Rampe stoßen sich
also ab. Dadurch wird die Drehbewegung weiter ausgebaut. Gleichzeitig wirkt
nun das Magnetfeld des nächsten Magneten auf der Scheibe, Magnet 3,
auf die Eisenrampe ein. Eine weitere Anziehungskraft wird aufgebaut, die
Drehbewegung wird fortgesetzt.
Raymond
Kromrey, ein französischer Erfinder, hat auf seinen "Molekularstromrichter"
mehrere Patente bekommen. Auf den ersten Blick wirkt das Gerät wie
eine gewöhnliche elektrische Maschine. Allerdings sind da ein paar
Besonderheiten.
Der Kromrey'sche Molekularstromrichter, von Kromrey selbst auch als Schwerefeldgenerator bezeichnet, ist eine Einphasenmaschine, die in der ursprünglichen Version einen permanentmagnetischen Stator besitzt.
Die Wirkungsweise wird folgendermaßen beschrieben: Dreht man einen weichmagnetischen Stabanker im Magnetfeld, wird dazu relativ wenig Energie benötigt; die kinetische Energie, die der Anker beim "Hineinfallen" in das Feld aufnimmt, beschleunigt ihn, wodurch zum Herausdrehen aus dem Feld nur wenig zusätzliche Energie benötigt wird. Im Anker selbst jedoch wird mit jeder Drehung eine Ummagnetisierung erreicht. Entnimmt man einer auf dem Anker angebrachten Wicklung Strom, und zwar in dem Moment, in dem der Anker sich voll im Feld des Rotors befindet, bricht die Magnetisierung des Ankers zusammen. Ergebnis: der Anker kann leicht wieder aus dem Feld herausgedreht werden. Der Maschine ist eigen, daß sie ihren höchsten Wirkungsgrad in der Nähe des Kurzschlußfalles hat.
Die
nebenstehende Abbildung ist (sinngemäß) der Patentschrift entnommen.
Die Teile im einzelnen:
1.Permanentmagnete (Stator)
2.Stabanker (Weicheisen)
3.Welle
4.Lagerschilde aus nichtmagnetischem Material
(z.B. Al)
5.Schleifringe
6.(Rotor-) Wicklungen, insgesamt 4
7.Schleifkontakte (nur einer sichtbar)
8.Halterung für Schleifkontakt
Patente für Kromreys Maschine wurden
in mehreren Ländern erteilt:
U.S. Patent No. 3,374,376, Mar. 19, 1968.
Deutsches Patent Nr. 1 463 899 (1963)
Französisches Hauptpatent Nr. 1.417.729
Einer der zu besichtigenden Prototypen gibt zwischen 600 und 1200 U/min ca. 700 W ab, wobei die Antriebsleistung nahezu konstant blieb. Teilweise sollen bei Erhöhung der Last sogar Beschleunigungseffekte aufgetreten sein!
Die nachvollziehbare Geschichte der Erfindungen des deutschen Kapitäns zur See Hans Coler reicht zurück bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Mehrere Untersuchungen von Colers Stromerzeuger und seines Magnetstromapparates in den 20er, 30er und 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts konnten die Wirkungsweise dieser Freien-Energie-Geräte nicht aufdecken.
Dennoch fanden sich Geldgeber. 1933 führten Coler und sein Mitarbeiter v. Unruh eine größere Version mit einer Leistung von 70 Watt Dr. F. Modersohn vor. Dieser war sofort überzeugt und erklärte sich bereit, Coler finanziell zu unterstützen. Modersohn, der auch Direktor bei Rheinmetall-Borsig war, gründete eine Firma unter dem Namen Coler GmbH, um die Weiterentwicklung des Gerätes zu finanzieren. Es gab jedoch auch noch andere Interessenten. Eine norwegische Gruppe war auch an Colers Stromerzeuger interessiert und hatte sich ebenfalls bereiterklärt, finanzielle Unterstützung zu leisten. Zwischen diesen beiden Gruppen kam es zu Streitigkeiten, die Modersohn durch seine Verbindungen zur Industrie und zu Hermann Göring schließlich gewann. Allerdings blieben diese Zwistigkeiten nicht ohne Folgen, denn Coler bekam während dieser Zeit einen Nervenzusammenbruch.
1937 baute Coler für die GmbH eine Version des Stromerzeugers mit einer Ausgangsleistung von 6 kW. 1943 stellte Modersohn den Stromerzeuger der Forschungsabteilung des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) vor. Das OKM schickte Dr Fröhlich, der vom 1.4.1943 bis 25.9.1943 mit Coler zusammenarbeitete und sich von der Funktion des Gerätes überzeugte. Das OKM nahm die Continental Metall AG unter Vertrag, um das Gerät schnellstmöglich weiterzuentwickeln. Die Arbeiten standen unter der Führung von Oberbaurat Seysen.
Der Krieg verhinderte jedoch eine weitere Entwicklung und es fanden zwischen 1944 und 1945 lediglich verschiedene Experimente statt, die zum Ziel hatten, die Funktionsweise des Stromerzeugers zu klären. Dieses Ziel wurde jedoch nicht erreicht. 1945 wurde das wahrscheinlich einzige zu dieser Zeit existierende Gerät in Kolberg durch eine Bombe zerstört. Es soll Colers Haus 3 Jahre mit elektrischer Energie versorgt haben.
Bei den Arbeiten am Magnetstromapparat wurden Coler und v. Unruh später durch Franz Haid von der Firma Siemens-Schuckert unterstützt, der, ebenfalls 1933, auch selbst ein Gerät aufbaute, das noch im selben Jahr arbeitete. Dr. Kurt Mie von der TH Berlin und Herr Fehr (Habers Assistent am KWI) haben das Gerät untersucht und berichteten, daß sie keinen Betrug hätten entdecken können. Der Magnetstromapparat konnte, während er arbeitete, von einem Raum in den anderen getragen werden, ohne daß seine Funktion beeinträchtigt wurde. Von einem Modell wurde berichtet, daß es 1933 in einem Raum der Norwegischen Botschaft in Berlin für 3 Monate eingeschlossen wurde und während dieser ganzen Zeit arbeitete. Es scheint nach dem Jahr 1933 keine weiteren Arbeiten an diesem Gerät gegeben zu haben.
Im Jahr 1946 fand im Rahmen der Operation
"Paperclip" eine Untersuchung durch das British Intelligence Objectives
Sub-Committee statt. Der als 'Vertraulich' klassifizierte Bericht wurde
1956 freigegeben.
Der Magnetstromapparat
Colers Magnetstromapparat ist ein relativ simple Vorrichtung. Sie besteht aus sechs hexagonal angeordneten Magneten aus leitfähigem Material (kein Ferrit!). Diese sollten möglichst von gleicher Stärke sein. Auf die Magneten sind Spulen gewickelt, wobei es eine Besonderheit gibt: Ein Ende der Wicklung ist mit dem einen Ende des permanentmagnetischen Kerns verbunden, der eigentliche Anschluß der Wicklung befindet sich am anderen Ende des Kerns. Der Kern und die Wicklung sind also quasi in Reihe geschaltet. Auch für die Spulen gilt, daß ihre Daten so gut wie möglich übereinstimmen sollten.Weiterhin enthält die Schaltung zwei Kondensatoren, ein weiteres Paar Spulen, die ineinandergeschoben sind und einen Schalter.
Zu beachten ist, daß einige der Spulen im Uhrzeigersinn (rechts) und andere entgegengesetzt (links) gewickelt sind, jeweils auf den Nordpol des Magnetkernes gesehen. Im Grundzustand ist der Schalter geöffnet, die Magneten berühren sich mit den Enden. Die folgenden zwei Abbildungen zeigen den entzerrten und den Bauschaltplan des Magnetstromapparates.
Um das Gerät in Betrieb zu nehmen, ist eine komplizierte Justierung notwendig, die folgendermaßen abläuft: Zunächst werden die Magneten leicht voneinander entfernt. Dazu wurde von Coler ein System von Hebeln verwendet, an denen die Magneten befestigt waren. Anschließend werden die ineinandergeschobenen Spulen in verschiedene Positionen zueinander gebracht, wobei zwischen den Einstellungen mehrere Minuten gewartet werden sollte. Diese Prozedur wird wiederholt, bis bei einem kritischen Abstand der Magneten eine Spannung am Voltmeter auftritt. An diesem Punkt wird der Schalter, der bisher geöffnet war, geschlossen und die Justierung auf dieselbe Art und Weise, nur wesentlich langsamer, fortgesetzt, wobei sich die Spannung erhöht.
Diese Spannung bleibt nach Abschluß
der Justierung für beliebige Zeit bestehen. Auf diesem Weg soll Coler
Spannungen bis zu 12 Volt erreicht haben, bei der Replikation während
der B.I.O.S.-Untersuchung wurden 450 mV erreicht. Über die entnehmbare
Leistung bzw. den Maximalstrom liegen keine Angaben vor. Laut Coler nimmt
die Stärke der Magneten im Laufe der Zeit nicht ab.
Der Stromerzeuger
Dieser, im Vergleich zum Magnetstromapparat wesentlich interessantere Apparat ist leider nicht so genau beschrieben, auch liegen leider keine detailierten Zeichnungen vor. Das Gerät ist aus einer Anordnung von Magneten, flachen Spulen und Kupferplatten zusammengesetzt und wird von einer kleinen Batterie gespeist. Es existiert ein Primär- und ein Sekundärkreis. Die Energieabgabe des Systems ist nach verschiedenen Berichten kompetenter Wissenschaftler mehrere Male größer als die Leistung, die über den Primärkreis aus der Batterie entnommen wird.
Das Gerät arbeitet offenbar, denn es
wurde mehrfach überprüft.
1960 stieß der Schweizer Technozauberer Paul Baumann zu einer Gruppe von Leuten, die an der Seite von spirituell orientierten Menschen arbeiten und mit ihnen harmonisch zusammenleben wollten. Gemeinsam gründeten sie in der Nähe des schweizerischen Leiden eine Kommune namens Methernitha, in der weder Alkohol nich Tabak konsumiert wird.
Nach eigener Beschreibung lebten sie wie die frühen Christen, in einer Gemeinschaft mit eigener Schule, Maschinenfabrik und Gärtnerei und sogar einem Filmstudio. Bei Methernitha legte man großen Wert auf Elektronikforschung und -entwicklung. Ziel war es, eine alternative Energietechnologie zu entwickeln, die nicht gegen die Naturkräfte, sondern mit ihnen arbeitet. Anfangs waren das Sonnenkollektoren, Wasserräder und langsamlaufenden Windräder, später eher esoterische Energiequellen, die Testatika entstand.
Die Testatika ist ein freilaufender Generator, der in verschiedenen Größen gebaut wurde. Eines dieser Geräte lieferte soviel Strom, daß damit der Strombedarf eines kleinen Hauses gedeckt werden konnte. Die größere Maschine produziert 3 bis 4 kW bei 230 Volt Gleichstrom und bezieht die Energie offensichtlich aus dem Gravitationsfeld. Es gibt keinerlei primäre Antriebskraft irgendeiner Art.
Ein Mitglied der Gemeinschaft warf die Maschine mit einer schnellen Handbewegung an, indem er die zwei hintereinanderliegenden Scheiben gegenläufig in Drehung versetzte. Danach lief sie von allein. Eine zentral eingebaute Scheibe von etwa 4 Inch Durchmesser schimmerte in allen Regenbogenfarben.
Die Testatika läuft fortdauernd von alleine. Die einzigen rotierenden Teile, die sich abnutzen, sind die beiden Kugellager im Zentrum der beiden Scheiben. Sie läuft völlig symmetrisch. Das Gerät hat nur zwei bewegenden Teile. Das sind zwei Scheiben aus Acrylplastik, an denen je 50 klingenförmige Stahlsegmente (Gitterelektroden) angebracht sind. Die Geschwindigkeit der Scheiben beträgt 60 Umdrehungen pro Minute und wird durch magnetische Impulse der Magnete begrenzt. Es besteht außerdem aus einem geheimen Kristalldioden-Ausrichter und goldverkleideten elektrischen Verbindungen. Alles ist handgemacht von feinster handwerklicher Technik und von eleganter Schönheit. Das Funktionsprinzip war bereits seit langem bekannt, und diese Maschinen wurden über einen Zeitraum von über zwanzig Jahren entwickelt.
In
elektrostatischen Generatoren, werden die Luftmoleküle zwischen den
beiden Acrylscheiben, die eng nebeneinander in entgegengesetzter Richtung
rotieren, durch die Reibung elektrisch aufgeladen. Das bringt die Scheiben
dazu, ständig geladen zu sein, bis ein Überschlag sie ausgleicht.
Um die elektrische Spannung auf die gewünschte Menge zu begrenzen,
werden die positiv geladenen Teilchen auf einer der gegendrehenden Scheiben
und die negativ geladenen Teilchen auf der anderen Scheibe jeweils mit
Hilfe von einzeln angebrachten Gitterelektroden extrahiert und in eine
Leidener Flasche geleitet, die die Energie sammelt.
Die Metallfoliensektoren erzeugen und tragen kleine Ladungen von Elektrizität, so daß sie in passenden Kondensatoren gespeichert werden können. Jeder Sektor sammelt die Ladungen, die durch die Beeinflussung mit den anderen Sektoren entstehen. Die Kristalldiode verteilt die korrekten Ladungen zu den Sektoren. Zwei Sammelbürsten sammeln die sich ansammelnden Ladungen und leiten sie zum Speicherkondensator, der in der Mitte gelagert ist.
Dieses Gerät besteht
grundsätzlich aus drei verschiedenen elektrischen Kreisen, welche
sind:
1 ) Der Wechselstrom-Output
mit hoher Spannung aus den Doppelscheiben als konventioneller elektrostatischer
Wimhurst-Generator.
2) Ein Wechselstromkreis
mit mittlerer Stromstärke, der durch die doppelten Hufeisenmagnetspulen
(Searl-Effekt) erzeugt wird, wenn die Plus- und Minus-Scheiben daran vorbeistreichen.
(Gepulster Gleichstrom-Output bei 50 Hz.)
3) Ein Resonanzkreis,
in dem die Hufeisenmagnetspulen mit dem Diodenkondensator verbunden sind,
so daß eine Frequenzregulierung sichergestellt ist. Der Diodenkondensator
wird dann mit den Leidener Flaschen als der Übermittlereinheit verbunden.
Die allgemeine Beschreibung
für den funktionierenden Prototyp lautet:
1 ) Effizienz: 1:106,
aufgrund der selbsterhaltenden Funktion. Das Gerät wird per Hand gestartet,
so daß keine andere Energiezufuhr nötig ist!
2) Konstanter Energie-Output:
300 Volt, 10 Ampere = 3KW
3) Abmessung: 43,31"
breit, 17,72" tief, 23,62" hoch.
4) Gewicht: 44 Pfund.
5) Arbeitsgeschwindigkeit:
60 Umdrehungen.
Die Kommune weigert
sich, die Geheimnisse der Testatika bekanntzugeben und hat in den Neunziger
Jahren aufgehört, Außenstehende hereinzulassen, die sie besichtigen
wollten. Die Mitglieder der Kommune wollten die technischen Entwicklungen,
für deren Durchführungen sie etwa 25 Jahre gebraucht haben, nicht
offenlegen, weil sie sich besonders vor der Möglichkeit des Mißbrauchs
durch die Rüstungeindustrie fürchten. Sie meinten, daß
die Welt sprituell noch nicht reif sei, von der Testatika zu erfahren und
das Wissen würde nur zur Zerstörung eingesetzt werden.