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Mond von Uranus Durchmesser
68 km
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Diese anscheinend komplizierte Fähigkeit ist für einen Magier, der Übung darin hat, sehr einfach. Wie eine Taube den Taubenschlag verläßt, so leicht verläßt der Magier seinen physischen Körper, um sich im gleichen Augenblick dorthin zu begeben, wo er alles sehen, hören und empfinden will. Diese Fähigkeit dient ihm nicht etwa nur zur Befriedigung seiner Neugier, um genauer wahrzunehmen, was sich an der betreffenden Stelle abspielt, sondern sie trägt vor allem zum Wohle anderer bei.
Die Materie ist ihm kein Hindernis, für seinen Geist gibt es weder Zeit noch Raum, und er kann, wenn er will, in einem einzigen Augenblick über die ganze Erde huschen. Die Loslösung des Mentalkörpers vom grobstofflichen befähigt ihn auch dazu, sich nicht nur auf unserem Planeten frei zu bewegen, sondern er kann sich je nach seiner Reife mit seinem Mentalkörper auch in andere Sphären versetzen. So lernt er das ganze Universum kennen und ist nötigenfalls bis zu einem gewissen Grad auch in einzelnen Sphären tätig.
Das ganze Universum, also den Makrokosmos, kennenzulernen, muß jedem Magier besonders am Herzen liegen, da dies der eigentliche Zweck des mentalen, also geistigen Wanderns ist. Über diese Fähigkeit und über alles, was mit ihr zusammenhängt, ließe sich theoretisch sehr viel sagen, aber da es sich bei diesem Werk um ein praktisches Lehrbuch handelt, wollen wir uns mit der Schilderung von Erfahrungen und Erlebnissen nicht aufhalten, da diese schließlich jeder Magier selbst zu seiner eigenen Überzeugung und eventuellen Mission sammeln muß. Widmen wir daher unsere Aufinerksamkeit gleich dem praktischen Teil, der Entwicklung des mentalen Wanderns, das an und für sich eine Bewußtseinsversetzung, also eine Geistversetzung ist.
Dem Schüler wird empfohlen, zuerst einige vorbereitende Übungen zu absolvieren, um sich gewissermaßen vorzuschulen. Eine wichtige Vorübung für das mentale Wandern ist folgende: In deinem gewohnten Asana setzt du dich vor einen Spiegel, in dem du dich ganz erblickst. Wer über einen großen Spiegel verfügt, braucht die Entfernung vom Spiegel zum Körper nicht weit zu haben, bei einem kleineren Spiegel dagegen muß die Entfernung so groß sein, daß der Schüler sein ganzes Spiegelbild erblickt.
Du beobachtest einige Minuten dein Spiegelbild, schließt hierauf die Augen und stellst dir im Geiste dein Spiegelbild genau vor. Konntest du deiner Vorstellungskraft alle Züge deines Spiegelbildes genau einprägen, gehst du weiter. Ist dies nicht der Fall, wiederholst du diesen Vorgang so lange, bis es dir gelungen ist, dir jede Einzelheit deines Spiegelbildes im Geist vorzustellen. Dabei ist auf den Kopf und den Gesichtsausdruck ganz besonders zu achten.
Ist es dir nach weiteren Übungen gelungen, dir dein Spiegelbild wahrheitsgetreu im Original vorzustellen, dann verlegst du dein Bewußtsein derart in dein Spiegelbild, daß du dich in demselben persönlich fühlst. Diese Bewußtseinsversetzung hat den Zweck, daß du aus deinem Spiegelbild heraus deinen Körper beobachten lernst. Kannst du von Erfolg sprechen, versuchst du, aus deinem Spiegelbild jene Gegenstände, die im Spiegel sichtbar sind, zu beobachten. Weil dir dies anfangs sehr schwerfallen wird, kannst du deine Einbildungskraft zu Hilfe nehmen und dir die in deiner Nähe befindlichen Gegenstände gewissenhaft imaginativ vorstellen.
Mit der Zeit wirst du es fertigbringen, sofort nach dem Versetzen in dein Spiegelbild alles so genau wahrzunehmen, wie wenn du es mit deinem physischen Auge beobachtest. Ist dir auch diese Fähigkeit geläufig geworden, bist du reif für das eigentliche mentale Wandern.
Der Schüler sei davor gewarnt, sich vor eingehender Durcharbeitung der vorherigen Stufen an dieses Experiment zu wagen, denn durch die Loslösungsübungen des Bewußtseins vom physischen Körper könnten mitunter bei schwächeren Personen Bewußtseinsstörungen auftreten. Deshalb ist die Warnung durchaus angebracht, und nur solche Schüler, die mit ruhigem Gewissen sagen können, daß sie die Übungen aller bisherigen Stufen beherrschen, können nicht nur an diese Übung, sondern an alle weiteren Übungen restlos herantreten, ohne eine Störung der Gesundheit oder des Geistes befürchten zu müssen.
Zur Übung des eigentlichen mentalen Wanderns benötigt man jetzt nicht mehr den grobmateriellen Spiegel, sondern arbeitet folgendermaßen: Du nimmst deine normale Stellung ein - Asana - und konzentrierst dich auf deinen Geist. Denke dabei, daß dein Geist es ist, der alles sieht, hört und wahrnimmt und - ganz unabhängig von Zeit und Raum sich so frei bewegen kann, wie wenn er mit dem materiellen Körper verbunden wäre. Vor jedem mentalen Wandern ist so zu verfahren.
Je tiefer deine Meditation geht, je stärker du das Empfinden und die Sicherheit hast, daß dein Geist hemmungslos ist und frei nach deinem Willen aus deinem Körper heraustreten kann, um so rascher und besser werden deine Erfolge im mentalen Wandern sein. Hast du nach dieser Meditation, der du nur einige Minuten zu widmen brauchst, das innere Gefühl der Freiheit und Losgelöstheit, dann stell dir vor, daß du aus deinem Körper wie aus einer Schale heraustrittst und daneben stehst.
Du mußt dich mit deinem Bewußtsein in deinen Geist so hineinzuversetzen verstehen, daß du dich wie körperlich neben deinem Körper fühlst, ähnlich wie wenn du aus einem Schlafrock oder einer Hülle gleitest. Genauso muß sich der Vorgang mit Hilfe der Imagination abspielen. Die Vorstellung des eigenen Geistes in der Form und Größe deines Körpers hast du ja genügend vor dem Spiegelbild geübt.
Sodann versuchst du, auf deinen Körper so zu schauen, wie wenn dieser nicht zu dir gehörend in seiner Stellung sitzen würde. Trachte diesen Bewußtseinszustand der Ungebundenheit sowie das Nebensichstehen oftmals zu wiederholen, wobei die erste Aufgabe das genaue Beobachten des Körpers ist. Mit den Augen versuchst du, jede Kleinigkeit an deinem Körper zu sehen, wie z. B. den Gesichtsausdruck mit den geschlossenen Augen, den ruhigen regelmäßigen Atem, die Kleidung, den Sitz, auf dem dein Körper ruht usw.
Anfangs beruht natürlich alles, wie schon bemerkt, auf deiner Einbildungskraft, später wirst du es dir nicht mehr einzubilden brauchen. Hast du nach oftmaligem Wiederholen dieser Übung die absolute Gewißheit, daß du vollkommen bewußt neben deinem Körper stehst und ihn beobachtest, legst du ein weiteres Augenmerk darauf, deine unmittelbare Umgebung wahrzunehmen. Auch hierbei ist dir die Imagination ein sehr guter Behelf.
Nach beendeter Übung kehrst du immer in den Körper zurück, wie wenn du in dein Gewand schlüpfen würdest, erwache und kontrolliere sogleich, ob alles das, was du dir vorgestellt hast, der Tatsache entspricht. Du mußt in der Imagination eine derartige Gewandtheit erreichen, daß dein vorgestellter Geist alle Gegenstände des Zimmers ebenso deutlich und wahrheitsgetreu aufnimmt, wie wenn du die Gegenstände mit deinen physischen Augen betrachten würdest. Könntest du nach langem Üben von Erfolg sprechen, gehst du wiederum einen Schritt weiter.
Versetze dich neben deinen Körper, bleib aber nicht auf einer Stelle stehen, sondern versuche, in deinem Zimmer auf und ab zu gehen, und zwar so, wie wenn du vom physischen Leib abhängig wärst. Die eigene Leichtigkeit und das Empfinden der Zeit- und Raumlosigkeit dürften vielfach dazu verleiten, sich mit großen Schritten, die dein normaler Körper sonst nicht zu tun gewohnt ist, fortzubewegen, was anfangs zu vermeiden ist, damit eine klare Trennung des Mentalkörpers erzielt werden kann.
Wichtig ist dabei immer, sich wie erdgebunden zu sehen. Erst viel später nach langen Übungen kann man von den Gesetzen der Mentalsphäre Gebrauch machen. Ist das schrittweise Auf- und Abgehen im Übungszimmer gelungen, öffne man die Tür, wie wenn man im physischen Körper wäre, und versuche, Schritt für Schritt das Zimmer zu verlassen.
Vorerst braucht man nur ins Vorzimmer oder Nebenzimmer zu gehen, wo man gleichfalls das Sichvorstellen der Gegenstände wiederholt und diese, sobald man in den grobstofflichen Körper zurückgekehrt ist, mit der Wirklichkeit identifiziert. Besteht die Gewißheit, daß man sich in seinem Mentalkörper so bewegen und alles so auffassen kann, wie mit seinem physischen Körper, ist man reif dazu, weiterzugehen. Übung macht den Meister, und das Geheimnis des mentalen Wanderns liegt nur im Üben.
Wie wichtig alle diese Übungen sind, kann nicht oft genug betont und hervorgehoben werden, denn sie sind eine Vorstufe zur astralen Trennung des Körpers, die als die sogenannte Ekstase bekannt ist, wo nicht nur der Geist, sondern die Seele mitsamt dem Geist sich vom Körper trennen, worüber ich noch in diesem Kapitel ausführlich berichte. Ist man in der Lage, sich mit dem Geistkörper genauso wie mit dem physischen Körper in der eigenen Wohnung zu bewegen, können kurze Strecken auch außerhalb unternommen werden.
Anfangs genügt es, einen Spaziergang in die Wohnung des Nachbars zu machen oder solche Freunde und Bekannte aufzusuchen, die man sehr gut kennt und die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Hat man nach einigen solchen Übungen gewisse Erfahrungen gesammelt, sind auch andere Eindrücke, nicht nur die der Gegenstände, zu gewinnen.
Das Bewußtsein wird im Laufe der Übungen derart geschult, daß es Sinneseindrücke, wie Hören, Sehen und Fühlen, in seinem Mentalkörper genauso aufzunehmen vermag, wie wenn man mit seinem physischen Körper daselbst zugegen wäre. Zu diesem Ergebnis führen nur andauernde Übungen in der Schulung des mentalen Wanderns. Dieses setze man fort, besuche Bekannte und Freunde, um zu sehen, womit sie sich gerade beschäftigen.
Man sieht z. B. eine Person irgendeine alltägliche Arbeit verrichten, wobei anfänglich auch die Einbildung zu Hilfe genommen werden kann. Um zu erkennen, ob die vorgestellte Handlung der Wahrheit entspricht, d. h. ob sich die Einbildung mit der Wahrheit deckt, braucht man sich nur vorzustellen, daß diejenige Person, die man im Mentalkörper wahrgenommen hat, etwas anderes, eventuell Gegensätzliches tut.
Gelingt uns diese Vorstellung gerade so gut, widerspricht aber dem Wahrgenommenen, ist mit Sicherheit anzunehmen, daß weder das eine noch das andere richtig, sondern vorderhand noch Sache der Einbildung ist. Dann ist man allerdings noch nicht soweit und muß die Übungen ständig wiederholen, bis es gelingt, die Tatsache von der Einbildung genau zu unterscheiden.
Zuerst wird man es nur empfinden, daß das Vorgestellte tatsächlich der Wirklichkeit entspricht, denn die Sinne sind bereits stark aus dem Körper entzogen und in den Mentalkörper versetzt worden. Später braucht man dann keine Befürchtung mehr zu haben, da man völlige Gewißheit darüber gewinnt und infolgedessen genau unterscheiden kann, ob das Gesehene, Gehörte und Gefühlte im Mentalkörper Tatsache oder Einbildung ist.
Nach langem Üben wird diese Fähigkeit jedem Magier geläufig, und wohin er seinen Mentalkörper auch versetzt, dort nimmt er nur das wahr, was den jeweiligen Verhältnissen vollkommen entspricht.
Werden Fortschritte insofern erzielt, als man, wie beim normalen Gehen, längere Strecken ohne Müdigkeit zu verspüren zurücklegen kann, ist man erst reif, sich mit dem Gesetz der Zeit- und Raumlosigkeit zu befassen, nicht früher. Trenne dich auf die geschilderte Art von deinem grobmateriellen Körper und denke, daß du weder an Zeit noch an Raum gebunden bist. Meditiere im Mentalkörper, daß du dich mit demselben augenblicklich überall dort befinden kannst, wo du sein willst.
Diese feste Überzeugung erreichst du durch oftmalige tiefe Meditation im Mentalkörper. Wünschst du irgendwo mit dem Mentalkörper zu sein, genügt es bloß, sich vorzustellen, daß du schon dort bist, und es wird sofort der Fall sein. Bei größeren Entfernungen erreichst du zufriedenstellende Geläufigkeit erst nach langem geduldigen Üben und oftmaligem Sichhinversetzen.
Du mußt allerdings mitunter auch wieder Orte aufsuchen, die dir persönlich bekannt sind. Erst dann, wenn du dich vollends überzeugt hast, daß du alles mit deinen Sinnen wahrzunehmen imstande bist, wohin sich dein Mentalkörper auch begeben mag, sei es auf die größte Entfernung und zu jeder Tageszeit, kannst du Orte aufsuchen, die dir völlig unbekannt sind.
Die an Ort und Stelle gewonnenen Sinneswahrnehmungen werden in dir nicht den geringsten Zweifel aufkommen lassen, daß das, was du dort gesehen, gehört und empfunden hast, nicht der Tatsache entspräche. Du mußt lange und fleißig üben, bevor du dich an fremde Eindrücke gewöhnst. Suche deshalb im Mentalkörper tropische Gegenden auf, Meeresküsten, Großstädte, versetze dich in den hohen Norden und Süden, kurz gesagt überall dorthin, wohin es dich zieht und was dein Herz zu sehen begehrt. Nach langen Übungen wird es dir geläufig sein, überallhin versetzt, alles zu sehen, zu hören und zu empfinden.
Das mentale Wandern dient nicht nur dazu, daß man dort, wohin man sich auf der Erde begibt, alles nur wahrnimmt, was gegenwärtig geschieht, sondern auch dazu, dort wirksam zu sein. So kann man z. B. mit seinen mentalen Augen nicht nur jede Krankheit sehen, sondern man hat auch die Möglichkeit, an Ort und Stelle mit seinem Mentalkörper Krankheiten zu behandeln oder andere günstige Beeinflussungen vorzunehmen.
Alle Erfolge und Arbeiten auf der Mentalebene, die man vordem mit Hilfe eines Elementars zu erzielen gelernt hat, kann man dann mittels seines Mentalkörpers selbst bewirken. Bist du schließlich durch das mentale Wandern auf der ganzen physischen Welt zu Hause, so daß dir die Erde nichts Neues mehr bieten kann, versuchst du mit deinem Mentalkörper auch andere Sphären aufzusuchen, um mit den dortigen Wesen in Kontakt zu kommen und solche Kenntnisse zu gewinnen, von denen der Durchschnittsmensch keine Ahnung haben kann.
Die Erhebung in eine andere Sphäre ist dann sehr einfach, man braucht sich nur auf die gewünschte Sphäre, die man mit dem Mentalkörper besuchen will, einstellen, worauf man wie von einem Wirbel erfaßt und senkrecht durch einen Trichter in die Höhe gehoben wird. Auch der Übergang von unserer grobmateriellen Welt auf eine andere Sphäre wickelt sich so rasch ab, wie wenn man in einem einzigen Augenblick über die Erde fliegen würde. Hier muß der Magier seine Erfahrungen selbst sammeln, und es ist daher besser, an dieser Stelle darüber nichts Näheres zu sagen.
Während der Übungen im mentalen Wandern wird anfänglich den Magier eine fast unüberwindliche Schläfrigkeit befallen, gegen die er sich energisch wehren muß. Die Schläfrigkeit ist darauf zurückzuführen, daß durch die Trennung des Mentalkörpers das Verbindungs-, d. h. Lebensband zwischen Mental- und Astralkörper gelockert wird, was folgerecht eine Bewußtseinsversetzung hervorruft und somit zur Schläfrigkeit führt.
Durch andauerndes Üben, wenn das Mentalleib-Aussenden
zur Gewohnheit geworden ist, wird auch die Schläfrigkeit aufhören.
Die Beherrschung des hier beschriebenen Wanderns ist eine unerläßliche
Vorbereitung für das Astralleib-Aussenden, dessen Beschreibung und
praktische Anwendungsmöglichkeit in der nächsten Stufe, im Kapitel
»Magische Seelenschulung«, an die Reihe kommt.
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- Das große »Jetzt«
- Kein Nachhängen an der Vergangenheit
- Konzentrationsstörungen als Kompaß
des magischen Gleichgewichtes
- Die Beherrschung des elektrischen und magnetischen
Fluids
Wer in seiner Entwicklung bis hierher gekommen ist, muß auf sein Denken, namentlich das plastische Denken, sorgfältig bedacht sein. Die durch lange Übungen geweckte Konzentrationsfähigkeit ruft durch plastisches Denken durchdringende Bilder im Akasha hervor, die sehr stark belebt sind und sich zu realisieren trachten. Deshalb denke man stets nur edel und rein und trachte, seine eventuellen Leidenschaften in gute Eigenschaften zu verwandeln.
Die Seele des Magiers muß übrigens schon so veredelt sein, daß er überhaupt nicht mehr fähig ist, schlecht zu denken oder jemand etwas Schlechtes zu wünschen. Ein Magier muß stets freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit sein, durch Rat und Tat beistehen, großzügig, rücksichtsvoll, entgegenkommend und verschwiegen handeln. Er muß frei sein von Ehrgeiz, Hochmut und Prahlsucht.
Diese Leidenschaften würden sich im Akasha widerspiegeln, und da das Akashaprinzip die Analogie der Harmonie innehat, würde Akasha selbst dem Magier die größten Hindernisse in den Weg stellen, um ihn in seiner Weiterentwicklung zu hemmen, wenn nicht, was noch schlimmer wäre, diese geradezu unmöglich machen. Ein weiterer Aufstieg wäre dann ausgeschlossen.
Man braucht sich nur Bulwers Roman Zanoni ins Gedächtnis rufen, in dem die Hüterin der Schwelle nichts anderes als Akasha ist, die schon dafür sorgt, daß einem Unreifen und Unedlen die hohen Mysterien nicht in den Schoß gelegt werden. Auch dann, wenn er sie direkt aufgeschrieben hätte, wird es Akasha verstehen, einen solchen Menschen zu umnachten, in ihm Zweifel aufkommen zu lassen oder ihn durch Schicksalsschläge gefangen halten, um auf die erdenklichste Weise die Mysterien zu schützen. Die Mysterien bleiben einem Unreifen stets verborgen, auch wenn sie in Hunderten von Büchern veröffentlicht sein würden.
Ein wahrer Magier kennt keinen Religions- oder Sektenhaß, er weiß, daß jede Religion ihr bestimmtes System hat, das zu Gott führen soll, und deshalb achtet er sie. Es ist ihm wohl bekannt, daß jede Religion Fehler begeht, er verurteilt sie aber nicht, denn jedes Dogma dient der geistigen Reife seiner Anhänger. Durch die Entwicklung wird dem Magier die Reife gegeben, jeden Gedanken, jede Tat, jede Handlung, ob der Vergangenheit angehörend, die Gegenwart oder Zukunft betreffend, mit seinen geistigen Augen zu durchblicken, so daß Versuchungen an ihn herankommen werden, seine Mitmenschen zu verurteilen.
Dadurch würde er den Gesetzen zuwiderhandeln und eine Disharmonie heraufbeschwören. So ein Magier ist nicht reif genug und wird die Erfahrung machen, daß Akasha seine Hellsehfähigkeit trüben und Maya ihn täuschen wird. Er muß wissen, daß Gut und Böse ihre Daseinsberechtigung haben und jedes seine Aufgabe zu erfüllen hat. Ein Magier darf erst dann einen Menschen zurechtweisen oder ihm seine Schwächen und Fehler vorhalten, wenn er dazu direkt aufgefordert wird, und dies so tun, daß darin kein Vorwurf zu erblicken ist.
Der wahre Magier nimmt das Leben so auf, wie es sich ihm bietet, das Gute erfreut ihn und aus dem Bösen lernt er, aber niemals läßt er den Kopf hängen. Seine eigenen Schwächen kennt er und ist bemüht, ihrer Herr zu werden. Niemals empfindet er Reuegedanken, denn das sind negative Gedanken und folglich zu meiden; daß er seine Fehler einsieht und in diese nicht mehr zurückfällt, genügt.
Deshalb wäre es grundfalsch, der Vergangenheit nachzuhängen und zu bedauern, daß ihm das Schicksal dies oder jenes Unliebsame aufgetischt hat. Nur Schwächlinge klagen unentwegt und wollen bemitleidet werden. Ein wahrer Magier weiß, daß durch das Zurückrufen von Bildern der Vergangenheit dieselben belebt werden, wodurch neue Ursachen entstehen, die erneute Hindernisse in den Weg stellen. Darum lebt ein Magier womöglich ausschließlich der Gegenwart und blickt nur im Notfall zurück.
In die Zukunft macht er nur die allernotwendigsten Pläne und läßt ab von allen Träumereien und Schwärmereien, vergeudet mit ihnen nicht unnütz die mühsam erworbenen Kräfte und gibt gleichzeitig dem Unterbewußtsein keine Möglichkeit, ihm Hindernisse in den Weg zu stellen.
Ein Magier arbeitet zielbewußt an seiner Entwicklung, und vergißt dabei auch nicht seine materiellen Pflichten, die er gerade so gewissenhaft erfüllt wie die übernommenen Aufgaben seines geistigen Fortkommens. Er sei deshalb streng zu sich selbst. Immer sei er bescheiden und, was seine Entwicklung anbetrifft, verschwiegen. Das Akashaprinzip kennt nicht Zeit und Raum, wirkt also ständig in der Gegenwart, denn Zeitbegriffe sind von unseren Sinnen abhängig.
Deshalb wird dem Magier empfohlen, sich soviel als nur möglich dem Akasha anzupassen. Er muß Akasha als das große JETZT anerkennen, danach denken und handeln.
Die Konzentrationsfähigkeit ist in bezug auf die Elemente vom magischen Gleichgewicht abhängig und gleichzeitig der beste Maßstab für die Kontrolle, welche Elemente im Astralkörper noch beherrscht werden müssen. Kann z. B. das Feuerelement den Magier noch irgendwie astralisch ergreifen, so werden ihm plastische visionäre Imaginationsübungen nicht so gut gelingen.
Beim Luftelement wird ihm die akustische Konzentration schwerer fallen, beim Wasserelement die Konzentration mit dem Gefühl und beim Erdelement die Bemeisterung des Bewußtseins. Bei letzterem dürfte z. B. das mentale Wandern oder der Trancezustand, wo eine Bewußtseinsversetzung notwendig ist, schon schwieriger gehen, und er müßte in einem solchen Falle diejenigen Konzentrationsübungen intensiver verfolgen, die das betreffende Element beeinflussen.
Schließlich soll der Magier Konzentrationsübungen weiter vornehmen und vertiefen. Ein Zeichen des magischen Gleichgewichtes ist, wenn alle Konzentrationen visionär, akustisch, gefühlsmäßig und mit dem Bewußtsein gleichmäßig gelingen. Auf dieser Stufe angelangt muß der Magier in der Lage sein, mindestens 15 Minuten lang eine Vorstellung, ganz gleich welchem Element sie entspricht, ohne die geringste Störung im Geist zu behalten.
Es darf ihm also keine Konzentration besser gelingen, und er darf sich nicht zu dieser oder jener mehr hingezogen fühlen. Wäre dies der Fall, ist es ein sicheres Zeichen dafür, daß das Gleichgewicht der Elemente in Körper, Seele und Geist noch nicht vollkommen hergestellt ist, und der Schüler müßte dann durch eifriges und intensives Üben trachten, das magische Gleichgewicht zu erreichen. Tut er dies nicht, werden ihn alle Mängel im weiteren geistigen Arbeiten behindern.
Es folgt nun die magische Seelenschulung dieser Stufe, die das OR und OB der Quabbalisten, ferner das elektrisehe und magnetische Fluid sowie deren Beherrschung beschreibt.
Das elektrische und magnetische Fluid
Laut Angabe im theoretischen Teil existieren zwei Hauptfluide, die aus den vier Elementen entstehen, und zwar das elektrische und das magnetische Fluid. Das elektrische Fluid stammt aus dem Feuerprinzip, das magnetische aus dem Wasserprinzip. Das luftige Prinzip ist zwischen beiden das ausgleichende Element. Das Erdelement ist doppelpolig, enthält daher beide Fluide und ist elektromagnetisch; im Mittelpunkt elektrisch und an der Peripherie magnetisch.
Diese beiden Fluide wirken mit der beschriebenen Gesetzmäßigkeit in allen Sphären, in der Mental- und Astralsphäre sowie in der materiellen Welt. Sie sind die Ursache allen Seins. Die Kenntnis und die Beherrschung dieser zwei Fluide soll unsere nächste Aufgabe sein, da durch ihre Beherrschung der Magier in allen Sphären alles erreichen kann, ganz gleich, ob es sich um die mentale, astrale oder grobmaterielle Welt handelt.
Die Wirkung eines Fluids in einer dieser Sphären hängt allerdings von der Reife des Magiers ab, wie stark und durchgreifend er die Ursache in der gewünschten Sphäre zu bilden vermag. Beim Arbeiten mit beiden Fluiden gibt es zwei Grundmethoden, und zwar die induktive und die deduktive Methode. In dieser Stufe lernt der Magier beide Methoden gebrauchen. Als erstes kommt das elektrische Fluid in Betracht.
Die Beherrschung des elektrischen Fluids: induktiv
Die entsprechende Übung kann sitzend oder stehend vorgenommen werden, wie es dem einzelnen besser zusagt. Du nimmst deine Körperhaltung ein, schließt die Augen und denkst, daß dein Körper hohl ist, ferner, daß du der Mittelpunkt eines feurigen Balles, einer feurigen Kugel bist, die das ganze Universum einnimmt. Das feurige Element mußt du dir weißglühend und glänzend wie die Sonne vorstellen.
Da du bei der Projektion die Hitze zu empfinden gelernt hast, so wirst du bei dieser Imagination die Wärme an der Peripherie deines eigenen Körpers automatisch verspüren, ohne deine Aufmerksamkeit darauf lenken zu müssen. Bei dieser Übung ist die Expansion des Feuerelementes am eigenen Körper zu empfinden. Du mußt dir imaginativ vorstellen, daß das universale Feuerelement in deinem hohlen Körper expansiv Licht hineinpreßt.
Je intensiver und feuriger du dir die universale Feuerkugel vorstellst, um so mehr Licht wird von allen Seiten durch die Poren der Haut in deinen Körper expansiv hereingedrängt und der ganze Körper wird mit Licht geladen, gestaut. Du mußt die Druckkraft des Lichtes in deinem Körper fühlen und ihn wie einen mit Licht vollgepumpten Ballon empfinden. Die Druckkraft des Lichtes muß von außen nach innen gehen.
Dabei wird dich ein ungewohntes Gefühl der Fülle, wie zum Zerplatzen, befallen. Bei dieser Übung ist ruhig zu atmen, denn der Magier wird dazu verleitet, in der dynamischen Lichtanfüllung den Atem anzuhalten, was unbedingt zu vermeiden ist. Hast du eine so starke Lichtstauung, also Lichtdynamide hervorgerufen, daß du fast zu zerplatzen glaubst, wirst du gleichzeitig empfinden, daß dein ganzer Körper, namentlich die Fingerspitzen, mit einem starken elektrischen Strom geladen sind.
Dieses Gefühl prägst du dir fest ein, denn es ist das geschilderte elektrische Fluid. Sobald dir die Anstauung gelungen ist, lässt du mittels Imagination das universale Feuer langsam erblassen, bis es vollkommen ausgeht. Gleichzeitig imaginierst du, daß auch das angestaute Licht abnimmt, die Spannkraft allmählich schwächer wird, bis alles in und außerhalb von dir erbleicht oder vollkommen erlischt.
Damit ist die erste Übung der induktiven Methode des elektrischen Fluids erfüllt. Ist es dir nach einigen Übungen gelungen, eine gewisse Fertigkeit zu erreichen, leicht und wunschgemäß das elektrische Fluid in dir zu erzeugen, nimmst du eine Wunschimprägnierung des elektrischen Fluids vor. Du brauchst dir dabei nur vorzustellen, daß das in dir angestaute Licht, vielmehr das im Licht enthaltene elektrische Fluid, deine aktiven Kräfte im Geist, in der Seele und im Körper hebt und stärkt.
Auf diese Weise kannst du von außen nach innen, also in sich alle aktiven Fähigkeiten, Eigenschaften usw., die dem Feuer- und Luftelement zustehen, wecken. Du hast z. B. die Möglichkeit, deine Willenskraft, deinen Glauben und deine Macht über die Elemente bis zum Übernatürlichen zu steigern. Die Reichweite deiner so erzielten Kraft und Macht läßt sich mit bloßen Worten nicht schildern, und du wirst dich durch eigene Erfahrung davon am besten überzeugen können.
In den vorhergehenden Stufen habe ich darauf hingewiesen, wie notwendig es ist, seine Seele zu veredeln, frei von Leidenschaften zu sein und zu trachten, das magische Gleichgewicht zu erreichen. Würde diese Übung und alle weiteren ein leidenschaftlicher Mensch vornehmen, der das volle magische Gleichgewicht nicht erreicht hat, würde er durch die Aktivierung seine Leidenschaften nur noch heben.
Er wäre kaum mehr in der Lage, seine Leidenschaften zu beherrschen, und sie könnten ihm zum Verhängnis werden. Jedermann wird einsehen, daß diese Warnungen keine leeren Worte oder Moralpredigten sind. Ein vollkommen ausgeglichener Mensch hat nichts zu befürchten. Im Gegenteil, er hat die Möglichkeit, sich zu erheben und ist dann in der Lage, seine höchsten Ideale zu verwirklichen.
Die Beherrschung des magnetischen Fluids: induktiv
Der Vorgang ist bei diesem Fluid genau derselbe. Du sitzt in deinem Asana und denkst, daß du hohl wie ein Gummiball und fähig bist, das magnetische Fluid in dir aufzunehmen. Nun schließt du die Augen und stellst dir vor, daß das ganze Universum mit Wasser gefüllt ist und du in dessen Mittelpunkt stehst.
Du wirst automatisch die Nässe und Kühle an der Peripherie deines Körpers verspüren, aber dem soll nicht deine volle Aufmerksamkeit gelten, sondern du imaginierst, wie dein Körper, ähnlich einem ins Wasser geworfenen trockenen Schwamm, die magnetische Kraft aus dem universalen Wasserelement aufsaugt. Diese Imaginationsübung muß ständig gesteigert werden, bis du eine Dynamide in dir fühlst, die einer vollgepumpten Pneumatik gleicht, und du daher weißt, daß eine Mehrstauung nicht mehr möglich ist.
Das magnetische Fluid selbst empfindest du dabei als eine zusammenziehende, anziehende Kraft. Hast du durch diese Übung den Höhepunkt der magnetischen Kraftansammlung erreicht, läßt du allmählich die Vorstellung in nichts zerfließen und die in dir angesammelte magnetische Kraft sich ins Unendliche auflösen. Kannst du durch einiges Üben die Unterschiede zwischen dem elektrischen und magnetischen Fluid gut unterscheiden, hast du die Möglichkeit, ähnlich wie beim elektrischen Fluid, diejenigen Fähigkeiten in dir zu stärken, die dem Wasser- und Erdelement zustehen, wie z. B. mediale Fähigkeiten - Hellfühlen, Psychometrie, Gedankenlesen, mediales Schreiben usw.
Die Beherrschung des elektrischen Fluids: deduktiv
Nach dieser Methode ist erst dann zu arbeiten, wenn die vorherigen beiden Methoden beherrscht werden. Die deduktive Methode gleicht der induktiven, nur in umgekehrter Reihenfolge. Durch die Lungen- und Porenatmung oder durch beide Arten, eventuell auch durch reine Imagination, staust du das Feuerelement aus dem Universum in deinen Körper, und zwar so, wie du es beim Einatmen der Elemente und deren Stauung gelernt hast.
Bei der Stauung des Feuerelements brauchst du weniger Aufmerksamkeit auf die Wärme zu richten, denn die wird automatisch empfunden. Durch das gestaute Element entsteht eine enorme Expansion, die im Körper eine starke Strahlung des elektrischen Fluids nach außen bewirkt und die namentlich die Haut des ganzen Körpers empfindet, ähnlich wie wenn man mit einer Elektrisiermaschine oder mit einem Hochfrequenzapparat behandelt wird.
Durch oftmaliges Wiederholen und zunehmendes Stauen des Elements wird die Strahlung des elektrischen Fluids immer größer, durchdringender und stabiler, ja sogar derart verdichtet, daß sie auch von einem ungeschulten Auge gesehen und gefühlt werden kann. Diese Kraft kann man so steigern, daß es möglich ist, eine Neonlampe zum Leuchten zu bringen.
Für solche und ähnliche Zwecke sind diese Übungen natürlich nicht bestimmt, und ähnliche Experimente dürften nur zur Überzeugung dienen, ansonsten ist diese Kraft nur für höhere und edlere Zwecke anzuwenden. Ist bei dieser Übung das Höchstmaß der Stauung eines Elementes, also die Höchststrahlung, erreicht worden, so läßt man das Feuerelement mitsamt dem elektrischen Fluid wieder ins Universum zerfließen, der Körper wird elementefrei, und die Übung ist damit beendet.
Die Beherrschung des magnetischen Fluids: deduktiv
Ähnlich wie die vorhergehende Übung mit dem elektrischen Fluid - deduktiv - gehandhabt wird, verhält es sich auch bei dieser Übung, welche die Beherrschung des magnetischen Fluids - deduktiv - betrifft, nur mit dem Unterschied, daß statt des Feuers das Wasserelement in Betracht kommt.
Staue in deinem imaginativ hohl gemachten Körper das Wasserelement so dynamisch wie nur möglich. Du kannst bei der Stauung entweder die Lungen- oder Porenatmung oder beides zusammen in Anspruch nehmen oder nur die reine Imagination spielen lassen. Obwohl du die Nässe und Kühle beim Stauen ohnehin verspürst, richtest du dennoch dein Hauptaugenmerk auf die äußere Schicht und auf die Haut deines Körpers.
Du wirst dabei besonders am äußeren Rand und auf der Körperhaut eine zusammenziehende Kühle und anziehende Kraft wie von einem wirklichen Magneten verspüren. Anfangs und bei besonders starker Dynamisierung wird das Empfinden dieses Fluids, bevor man sich daran gewöhnt, wie lähmend wirken. Hat man die Stauung bis zum Äußersten gebracht, löst man mittels der Imagination das Wasserelement samt dem magnetischen Fluid ins Universum wieder allmählich auf und beendet so die Übung.
Alle vier Methoden müssen so gut beherrscht werden, daß man jede Methode in wenigen Augenblicken mittels Imagination fertigbringt und so das magnetische oder elektrische Fluid induktiv hervorzurufen imstande ist, was durch oftmalige und unermüdliche Übungen erzielt wird. Man sei dabei sehr aufmerksam, denn die Beherrschung der zwei Fluide ist sehr wichtig, nachdem durch diese zwei Universalkräfte alles erreichbar ist, auf welcher Sphäre auch immer der Magier seinen Einfluß geltend machen will.
Anfangs sind die Übungen mit geschlossenen,
später mit offenen Augen zu machen,
ohne Rücksicht darauf, wo man ist und
in welcher Situation man sich befindet. Wichtig ist noch zu wissen, daß
bei allen vier Methoden der Magier dazu inkliniert, alle Muskeln anzuspannen
oder den Atem anzuhalten, was jedoch nicht geschehen darf. Ruhig und gelassen,
nach außen hin überhaupt nicht merklich, sind diese Methoden
zu üben.
Wie der Magier also sieht, dient die induktive Methode dazu, eine Kraft aus dem Universum nach innen zu, in seinen Körper, seine Seele und seinen Geist einzuleiten, wohingegen die deduktive Methode die Aufgabe hat, eine Kraft, ein Fluid, von innen nach außen hin auszusenden.
Hat der Magier eine sehr gute Praxis in den vier Methoden gewonnen, erweitert er die Übung dadurch, daß er bei der induktiven Methode, wenn er das elektrische Fluid in sich bis zum Höchstmaß gesteigert hat, mittels seiner Imagination das äußere Element des Feuers in nichts auflösen läßt, das elektrische Fluid mit seiner Spannkraft und dem betreffenden Feuerelement dagegen in seinem Körper behält.
Hat der Magier eine geraume Zeit, solange er es eben aushalten konnte, dieses Fluid festgehalten, dann läßt er es auch wieder allmählich ins Universum zerfließen. Auf die gleiche Art verfährt der Magier mit dem magnetischen Fluid. Beide angeführten Methoden werden so lange geübt, bis man sie sehr gut meistert, früher ist nicht weiterzugehen.
Die zur Beherrschung des elektrischen und magnetischen Fluids hier genannten Methoden sind gewissermaßen Vorübungen und wenn sie dem Magier alle geläufig sind, kann er zur letzten, nämlich der Hauptmethode, betreffend die Beherrschung des elektro-magnetischen Fluids, übergehen, die ich gleich anschließend beschreibe.
Man beachte folgende Analogie: Der Kopf und die Brust entsprechen dem elektrischen Fluid, Bauch, Schenkel und Füße dem magnetischen Fluid. Nun ist es Aufgabe des Magiers, die Füße, Schenkel und den Bauch - bis zur Herzgrube - auf die vorhin beschriebene Art mit dem magnetischen Fluid; Kopf, Hals und Brust mit dem elektrischen Fluid zu laden.
Er muß es fertigbringen, in die zwei Körperregionen beide Fluide der Reihe nach so stark dynamisch zu laden, als wenn er fast zum Zerplatzen vollgepumpt wäre. Nach einigem Üben wird es ihm gelingen, beide Fluide festzuhalten. Ist er soweit, preßt er mittels seiner Imagination das elektrische Fluid in die rechte Brust und bildet so um die Herzgegend einen Hohlraum.
Er tut aber besser, gleich beim Laden der oberen Körperregion mit dem elektrischen Fluid die linke Brust frei zu lassen, sie also nicht zu laden. Bis hierher gekommen, zieht er mittels Imagination das gestaute magnetische Fluid aus der unteren Körperregion durch die linke Brust und staut dieses Fluid in die ganze linke Hand bis in die Fingerspitzen.
Die Hand wird also magnetisch. Sie besitzt eine zusammenziehende kühlende Strahlung. Genauso verfährt man mit der rechten Hand, indem man aus der oberen Region, das ist der Kopf und die rechte Brust, das elektrische Fluid imaginativ hineinstaut. Die rechte Hand wird dadurch elektrisch. Man fühlt die expansive, hitzige, elektrische Kraft in der ganzen Hand, am meisten aber in den Fingerspitzen. Ist kein persönlicher Gebrauch für beide Kräfte vorhanden, löst man sie aus den Händen imaginativ ins Universum auf.
Beherrscht man diese Übung vollkommen, so ist man Herr über das elektro-magnetische Fluid geworden, Herr über zwei Universalkräfte, mit denen sich alles erreichen läßt. Einige Gebrauchsmöglichkeiten beider Fluide beschreibe ich in einer weiteren Abhandlung. - Heil jenem Magier mit seinen elektrischen und magnetischen Händen, denn solche Hände können zum wahren Segen der Menschheit werden!
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- Magische Beeinflussung durch die Elemente
- Fluid-Kondensatoren:
a) einfache Kondensatoren
b) zusammengesetzte Kondensatoren
c) Fluid-Kondensatoren
für magische Spiegel
d) die Zubereitung eines
magischen Spiegels mit Hilfe von Fluid-Kondensatoren
Beherrscht der Magier alle bisherigen Praktiken
der magischen Körperschulung, bedarf er hierin keines Spezialunterrichtes
mehr. Deshalb gebe ich in den weiteren Kapiteln der magischen Körperschulung
einige Belehrungen und Anregungen für einen eventuellen Gebrauch.
Nachstehend folgt eine Beeinflussungsmethode durch die Elemente, die der
Magier zu seiner eigenen wie zur Beeinflussung anderer Menschen verwenden
kann.
Magische Beeinflussung durch die Elemente
Bei dieser kommen ohne Rücksicht darauf, ob es sich um eine Selbstbeeinflussung oder um Beeinflussungen anderer Personen handelt, den Elementen entsprechend vier Methoden in Frage. Diese sind:
1. Feuer - durch Verbrennung,
2. Luft - durch Verdampfung,
3. Wasser - durch Vermischung und
4. Erde - durch Verwesung.
Es ließen sich hunderterlei Variationen und Beeinflussungsmöglichkeiten durch die Elemente anführen, worüber ein Buch geschrieben werden könnte. Ich will mich auf ein Beispiel von jedem Element beschränken. An Hand dieses Beispieles kann der Magier selbst seine praktische Seite bereichern und sich solche Praktiken allein zusammenstellen.
Diese vier Methoden wirken auf die subtilste Astralmatrize der grobstofflichen Welt und veranlassen die Elemente dieser Ebene dazu, ihren Einfluß überall dort auszuüben, wo der Magier sie indirekt wirken läßt. Handelt es sich um die Beeinflussung eines Menschen, so wirken die grobstofflichen Elemente mit ihren Analogien auf den Verbindungsstoff zwischen dem Astral- und dem grobmateriellen Körper.
Ein Magier, der die Elemente in jeder Ebene vollkommen beherrscht, benötigt keine von diesen Methoden, er erreicht sein Ziel durch direkte Einwirkung gerade so schnell und sicher. Aber hin und wieder bedient sich auch der höchste Magier der niedrigeren Kräfte, weil ihm sowohl die höchsten wie die niedrigsten Kräfte dienen und gehorchen. Weniger reife Magier dagegen gebrauchen gerne diese niedrigen Praktiken, um ihre Wünsche verwirklichen zu können, denn diese Kräfte gehorchen blindlings dem Willen des Magiers, der sie zu beherrschen weiß.
Nun wird man vielleicht die Frage stellen,
wozu diese niedrigeren Kräfte und somit Methoden verwendbar sind?
Diese Frage beantworte ich mit zwei Beispielen:
Nehmen wir an, daß ein in der Magie
noch wenig bewanderter Schüler einen höheren Bruder um Hilfe
angeht, weil er beim besten Willen nicht imstande ist, eine Leidenschaft,
Vererbung oder dergleichen allein zu bekämpfen oder zum mindesten
viel Zeit damit verlieren würde, bevor er dieser Leidenschaft Herr
geworden ist und sie ausgeglichen hat.
Der höhere Bruder hat die Möglichkeit, auf das der Leidenschaft entsprechende Element laut der entsprechenden Methode einzuwirken und bei dem Schüler die negative Form des ihn beeinflussenden Elements entweder abzuschwächen, damit der Schüler seine Leidenschaft leichter bekämpft, oder er kann den Einfluß des Elements sogar ganz aufheben.
Das zweite Beispiel: Angenommen, ein Magier hätte eine sehr langwierige chronische Erkrankung durch die Elemente zu behandeln. Ein paar direkte Behandlungen würden nicht ausreichen, um die Krankheit zu bekämpfen, und ein oftmaliges Wiederholen wäre zu zeitraubend. In solchen Fällen kann sich der Magier dieser Kräfte als mithelfender Faktoren bedienen.
Solche und ähnliche Fälle gibt es
viele, wo dem Magier die Elemente dieser Kategorie behilflich sein können.
Ein Magier kann sich aller Kräfte, die er kennt, bedienen. Hauptsache
ist, daß seine Gesinnung und die Motive edel sind, denn er vertritt
den Standpunkt, daß dem Reinen alles rein bleibt. Bei den Arbeiten
mit allen vier Methoden hat der Magier drei Wirkungsbereiche:
1. Die sofortige Wirkung;
2. Die terminierte Wirkung, die zeitlich
begrenzt ist;
3. Die Dauerwirkung, die mit der Zeit abflaut
und ganz erlischt, wenn die Operation nicht erneuert wird.
Anschließend die Beschreibung der praktischen Arbeit.
Die Beeinflussung durch das Feuerelement
Verbrennung
Leg dir ein Stück Flanell oder Fließpapier
- im Notfall kann es auch gewöhnliches Papier sein - in der Größe
von ca. 10 x 10 cm zurecht. Tränke es mit einem beliebigen fluidischen
Kondensator und lasse es allmählich trocknen. Dann legst du das vorbereitete
Papier vor dich hin und konzentrierst mittels Imagination durch die groben
Elemente deinen Wunsch, den du erfüllt haben möchtest, hinein.
Vergiß dabei nicht, die Wirkung zu terminieren, d. h. ob eine sofortige, eine zeitbegrenzte oder eine Dauerwirkung eintreten soll. Ist das Papier mit deinem Wunsch vollgeladen, verbrennst du es in einer Feuersglut oder über einer brennenden Kerze. Beim Verbrennen konzentrierst du nochmals, daß sich durch das Verbrennen des Papiers oder Flanells die Kraft auslöst und die groben Elemente dazu bewegt, die gewünschte Wirkung auszulösen.
Die übriggebliebene Asche ist magisch wertlos und wie jede andere Asche zu behandeln. Bei diesem Experiment kannst du die Wirkung auch so formulieren, daß sich bei der betreffenden Person, für welche die Operation gemacht wird, die Wirkung sofort einstellt, sobald sie etwas Warmes ißt, trinkt, in eine warme Stube tritt oder sonstwie mit einem Wärmefaktor in Berührung kommt.
Durch die Operation besteht die Möglichkeit, das Feuerelement in das Papier hineinzuprojizieren, mit einem Wunsch zu laden und dem universalen Feuerelement oder dem Akashaprinzip zwecks Auslösung der Wirkung zu übergeben. Es läßt sich noch verschiedentlich vorgehen, aber dieses Beispiel dürfte genügen, um dem Magier einen Hinweis in dieser Richtung zu geben.
Die Beeinflussung durch das Luftelement
Verdampfung
In eine kleine Schüssel oder Schale
aus beliebigem Metall gieße man nur soviel gewöhnliches Wasser,
daß es einige Millimeter den Boden bedeckt. In das Wasser kommen
einige Tropfen eines für das Wasser in Betracht kommenden fluidischen
Kondensators.
Ist ein solcher nicht bei der Hand, kann auch der universale fluidische Kondensator genommen werden. Nun verfährst du dabei genauso, wie bei dem vorigen Element gesagt, indem du deinen Wunsch in die Flüssigkeit hineinkonzentrierst. Hierauf stellst du das Tellerchen auf die heiße Ofenplatte, Gas- oder Spiritusflamme - ein elektrischer Kocher ist nicht zu benützen - und läßt die mit dem Wunsch geladene Flüssigkeit verdampfen.
Dabei konzentriere man in den Dampf, daß der Wunsch vom Luftelement aufgesogen und das subtilste Luftprinzip veranlaßt wird, den Wunsch zu realisieren. Du konzentrierst dabei solange, bis der letzte Tropfen der Flüssigkeit verdampft ist, womit du das Experiment beendest. Bei der Wunschimprägnierung kannst du den Befehl hineinlegen, daß die zu beeinflussende Person bei jedem Atemzug das Luftprinzip in sich aufnimmt, wodurch sich der Wunsch zu realisieren beginnt. Dies ist nur ein Beispiel, und ähnliche Varianten der Beeinflussung durch das Luftelement kann sich jeder Magier selbst zusammenstellen.
Die Beeinflussung durch das Wasserelement
Vermischung
Nimm einen neuen Becher, Glasteller oder
eine kleine Vase und begib dich zu einem fließenden Wasser - an eine
Quelle, einen Bach oder Fluß. Trachte bei dem Experiment unbeobachtet
zu sein. Das Gefäß füllst du mit Wasser und schüttest
einige Tropfen jenes fluidischen Kondensators hinein, der sich für
das Wasserelement eignet.
Im Notfall nimmst du einen universalen fluidischen Kondensator. Sodann verfährst du wie beim vorigen Element, indem du die Wunschimprägnierung vornimmst. Ist das zubereitete Wasser mit deinem Wunsch gehörig geladen, schüttest du das imprägnierte Wasser fast ekstatisch flußabwärts und erteilst den Befehl, den die subtilsten Teile des Wasserelementes prompt ausführen.
Kommt die zu beeinflussende Person mit dem Wasserelement irgendwie in Berührung, z. B. beim Waschen, Trinken, durch den Regen usw., wird das Wasserelement sofort tätig und löst die gewünschte Wirkung aus. Dieses Beispiel dürfte genügen, und der Magier stelle sich an Hand dessen verschiedene individuelle Methoden, die genauso wirksam sein werden, selbst zusammen.
Die Beeinflussung durch das Erdelement
Verwesung
Beim Arbeiten mit diesem Element kann man
auf zweierlei Art vorgehen.
1. Genauso wie im vorigen Experiment angegeben,
indem man Fluß- oder Regenwasser benützt - Wasser aus der Leitung
ist nicht zu nehmen -, in das man etwas fluidischen Kondensator schüttet,
der dem Erdelement entspricht.
Man kann auch einen universalen fluidischen Kondensator verwenden. Mit dem fluidischen Kondensator läßt sich auch direkt arbeiten, ohne ihn erst mit Wasser zu verdünnen, indem man die imprägnierte Flüssigkeit nicht ins Wasser, sondern mit der festen Konzentration in die Erde schüttet, damit diese die Flüssigkeit aufsaugt und das Erdelement die gewünschte Wirkung auslöst.
Für dieses Experiment wählt man nicht die Straße, wo Menschen verkehren, sondern einen kleinen Platz im Garten, auf der Wiese oder im Feld. Hat man in der Großstadt keine Möglichkeit dazu, genügt auch ein Blumentopf mit etwas Erde.
2. Man nehme einen Apfel, eine Birne oder noch besser eine Kartoffel und bohre mit einem Kartoffelschäler oder Messer ein Loch hinein, in das man einen, am besten der Erde zusagenden fluidischen Kondensator schüttet.
Im Notfall ist auch der universale Kondensator zu verwenden. Nun verfahre man ebenso wie vordem, indem man die Kartoffel mit der Wunschimprägnierung ladet. Sodann vergräbt man die Kartoffel in der Erde. Bei jeder Manipulation konzentriert man, daß das Erdelement die gewünschte Wirkung auslöse.
In diesen Abschnitt gehört auch die Sympathie- und Mumialmagie, die sogenannte Transplantation, bei der man aber nicht mit fluidischen Kondensatoren arbeitet, sondern mit Mumien; das sind Bestandteile des Körpers, wie Haare, Nägel, Blut, Schweiß, Harn u. dgl. Diese niedrige magische Art wollen wir hier nicht näher beschreiben, da sich diese Praktiken jeder Magier, wenn er sie verfolgen will, selbst zusammenstellt.
Diese zwei Beispiele genügen, um die Beeinflussung mit dem Erdelement erklärlich zu machen. Der Magier kann sich nach diesen Angaben weitere Methoden selbst ersinnen, wobei ihm seine Intuition immer das Richtige eingeben wird. Wie aus den Beispielen hervorgeht, ist der Magier respektive sein geschulter Wille der maßgebende Faktor, der mittels Imagination die Universalelemente dazu bewegt, die gewünschte Wirkung zu vollbringen.
Er kann die Operation beliebig wiederholen, bis der gewünschte Erfolg erreicht ist. Auch für sich selbst, also fiir die Selbstbeeinflussung, kann der Magier diese Experimente unternehmen. Es gibt noch eine andere Art der Selbstbeeinflussung, wo die Wesen der Elemente, die sogenannten Salamander, Feen, Nixen und Gnomen, mit Hilfe der Elemente die angestrebte Wirkung ausführen. Wie solche Wesen gerufen werden, um sich sichtbar zu machen und dem Magier dienlich zu sein, veröffentliche ich in meinem zweiten Werk, betitelt: »Die Praxis der magischen Evokation«. (siehe Uranusmonde Ariel bis Sycorax)
Die fluidischen Kondensatoren
Jeder Gegenstand läßt sich mit jedem Fluid, ob elektrisch oder magnetisch, ob mit den Elementen oder mit Akasha geladen, mit Hilfe der Imagination und des Willens beeinflussen. Laut den Analogiegesetzen und laut Erfahrungen hat sich aber gezeigt, daß nicht jeder Gegenstand und nicht jede Flüssigkeit geeignet sind, eine gestaute Kraft lange festzuhalten oder zu akkumulieren.
Ähnlich wie die Elektrizität, der Magnetismus und die Wärme gute und schlechte Leiter haben, verhält es sich mit den höheren Kräften. Die guten Leiter haben eine enorme Akkumulationsfähigkeit, da sie die hineinkonzentrierten Kräfte aufspeichern und beliebig in sich behalten können. Solche Akkumulatoren werden in der hermetischen Wissenschaft »Fluidische Kondensatoren« genannt. Es gibt drei Hauptgruppen von fluidischen Kondensatoren: 1. feste, 2. flüssige und 3. luftförmige.
In die Hauptgruppe der festen fluidischen Kondensatoren gehören vor allem Harze und Metalle, wobei von den Metallen das Gold den höchsten Rang einnimmt. Winzige Spuren, ja sogar nur Atomteilchen des Goldes verleihen einer jeden Flüssigkeit eine fabelhafte Kondensationsfähigkeit. Deshalb wird Gold in geringen Mengen einem jeden fluidischen Kondensator beigefügt. Darüber jedoch später.
In die zweite Gruppe gehören aus Harzen zusammengestellte Lacke, Öle, Tinkturen und Extrakte, die aus bestimmten Pflanzen zusammengesetzt und hergestellt sind. Wie von den festen Körpern Gold den höchsten Rang einnimmt, da es analog der Sonne ist, also der Sonnen- und Lichtkraft entspricht, sind von den flüssigen Körpern das menschliche Blut und der Samen - Sperma - das Gold. Mitunter kann damit Gold vollkommen ersetzt werden, denn winzige Spuren von Blut oder Sperma in eine Flüssigkeit gegeben, verleihen dieser eine ausgezeichnete Akkumulationsfähigkeit.
In die dritte Gruppe gehören Räucherungen, Düfte Riechwasser -, Verdunstungen, über die ich aber nicht näher sprechen werde, da sie für die magische Praxis weniger in Frage kommen. Im übrigen kann ich sowieso nur die wichtigsten fluidischen Kondensatoren beschreiben, die für die Praxis benötigt werden, denn wollte ich alle Arten hier anführen, ferner ihre Herstellungsweise, Anwendungsmöglichkeit, außerdem noch die Edel- und Halbedelsteine berücksichtigen; die vorzügliche Kondensatoren sind, würde diese Abhandlung allein zu einem umfangreichen Band heranwachsen.
Es gibt zwei Arten der Zubereitung von fluidischen Kondensatoren, und zwar die einfachen oder universalen, die aus einem Stoff oder einer Pflanze zubereitet und fast für jeden Zweck zu gebrauchen sind. Die zweite Art sind zusammengesetzte fluidische Kondensatoren, die aus mehreren Stoffen oder Pflanzen zubereitet werden und besonders starke akkumulatorische Fähigkeiten besitzen.
Da jedem flüssigen fluidischen Kondensator als Zusatz ein ganz kleines Quantum Gold beigefügt wird, muß der Magier sich dasselbe zuerst besorgen. In Spezial-Photogeschäften erhält man wasserlösliches Goldchlorid, das sogenannte Aurum chloratum, welches zum Tönen von photographischen Papieren verwendet wird. Ein Gramm dieses Goldchlorids in 20 g destilliertem Wasser aufgelöst, gibt eine wunderbare Goldtinktur.
Von dieser Goldtinktur genügen 5-10 Tropfen für ca. 100 Gramm fluidische Kondensatoren-Flüssigkeit. Diejenigen, die in Laboratoriumsarbeiten bewandert sind, können sich durch die Elektrolyse selbst eine Goldtinktur herstellen. In homöopathischen Apotheken oder dort, wo homöopathische oder elektrohomöopathische Heilmittel geführt werden, dürfte sich leicht ein Goldpräparat erwerben lassen.
Die homöopathischen Goldmittel sind meist Verdünnungen von Goldchlorid oder durch elektrolytischen Vorgang hergestellte Tinkturen, wie z. B. Aurum chloratum D1-D3, Aurum muriatieum D1-D3 oder Aurum metallicum D1-D3. Der homöopathische Arzneimittelkenner weiß, daß das große D = Dezimalpotenz ist.
Hast du weder die eine noch die andere Möglichkeit, dir so eine Goldtinktur zu verschaffen, so bleibt dir nichts anderes übrig, als dir dieselbe nach dem Rezept der alten Alchimisten selbst herzustellen, was sehr einfach ist: du nimmst ein Stück Gold bester Qualität - kein Neugold -, je mehr Karate, um so besser. Das übliche 14karätige Gold erfüllt auch seinen Zweck.
Die Form des Goldstückes spielt keine Rolle, und es kann ebensogut ein Ring, eine Brosche, Kette oder der Deckel einer Uhr sein. Weiter verschaffst du dir etwas destilliertes Wasser, im Notfall kann es auch Regenwasser sein. In ein kleines Gefäß schüttest du soviel Wasser an Gewicht, daß es zehnmal dem Gewicht des Goldes entspricht.
Steht dir z. B. zehn Gramm Gold zur Verfügung, so gibst du dazu 100 Gramm destilliertes Wasser. Das Goldstück erhitzt du an einer offenen Flamme bis zur Rotglut und wirfst es nachher in das destillierte Wasser. Dabei ist darauf zu achten, daß der Draht, an dem das Goldstück befestigt ist, oder die Zange, mit der man das Goldstück hält, nicht ins Wasser mit eingetaucht wird.
Am besten eignet sich ein Haken aus Draht, von dem man das rotglühende Goldstück abwirft. Durch das rasche Abkühlen zischt und spritzt gewöhnlich das Wasser, und man muß vorsichtig sein, um vom spritzenden heißen Wasser nicht verbrannt zu werden. Namentlich Achtung auf die Augen! In das destillierte Wasser darf lediglich nur das reine Gold fallen. Beides - Wasser wie Gold - läßt man abkühlen und wiederholt diese Prozedur sieben- bis zehnmal.
Eine 7-10malige Abkühlung des Goldes genügt vollkommen, denn durch die jeweilige Abkühlung verdampft auch viel Wasser, insbesondere, wenn man mit einer kleinen Dosis Wasser arbeitet. Durch das rasche Abkühlen des Goldes - Oxydierung - lösen sich winzige Atomteilchen von demselben, und das Wasser wird so mit Gold gesättigt.
Die alten Alchimisten haben dieses gesättigte Wasser oder eine andere pflanzliche Essenz, die mit glühendem Gold abgeschreckt wurde, die »Quintessenz des Goldes auf heißem Wege« genannt und sie als Zusatz für andere alchimistische Heilmittel verwendet. Wir wollen es jedoch für unsere fluidischen Kondensatoren gebrauchen.
Die mit Gold gesättigte Flüssigkeit wird durch ein Stück feines Linnen, Filtrierpapier oder Watte im Trichter filtriert und für unsere Zwecke aufbewahrt. Auch von dieser Goldtinktur gibt man meistens nur 5-10 Tropfen in ungefähr 100 Gramm fluidische Kondensatorflüssigkeit. Das für diese Goldtinktur angewendete Goldstück wird mit einem Putzmittel gereinigt und weiterverwendet.
Die Herstellung des EINFACHEN fluidischen Kondensators
Nimm eine Handvoll frischer oder getrockneter Kamillenblüten, gib dieselben in einen Topf und begieße sie mit soviel kaltem Wasser, bis sie ganz zugedeckt sind. Die Kamillen läßt du ungefähr 20 Minuten zugedeckt kochen. Zugedeckt läßt du abkühlen und seihst nachher den Absud ab. Diesen stellst du abermals ans Feuer und läßt ihn zugedeckt langsam bis auf ca. 50 Gramm auskochen.
Einige Tropfen mehr oder weniger spielen hierbei keine Rolle. Den Kamillenextrakt läßt du auskühlen und vermengst ihn zwecks Konservierung mit demselben Quantum - in unserem Falle also mit 50 g - Spiritus oder Alkohol. Nötigenfalls nimmt man auch denaturierten, den sogenannten Brennspiritus. In diese Mischung gibst du ca. 10 Tropfen deiner Goldtinktur.
Beabsichtigst du den Kondensator für eigene Zwecke zu gebrauchen, kannst du ihn noch speziell verstärken, indem du auf ein Stückchen Watte eigenes Blut oder Sperma auffängst, wenn es geht, dann beides zusammen, worauf du den Wattebausch ruhig in den Kondensator hineingibst und das Ganze gut durchschüttelst. Dann filtrierst du alles durch einen Wattebausch, Leinwand oder Filtrierpapier im Trichter in ein Fläschchen und hebst es gut verkorkt an einem kühlen und dunklen Ort fertig zum Gebrauch auf.
Ein auf diese Weise erzeugter fluidischer Kondensator verliert selbst nach vielen Jahren seine Wirkung nicht. Vor jedem Gebrauch ist der Kondensator gut zu schütteln und die Flasche nach Entnahme wieder zu verkorken, dunkel und kühl aufzubewahren. Auf dieselbe Art kannst du dir mehrere universale fluidische Kondensatoren aus russischem oder echtem chinesischen Tee, aus Lilienblüte - am besten weißer -, Pappelblättern, aus der Alraune- oder Mandragorawurzel, Arnikablüte, Akazienblüten herstellen. Bei normalem Gebrauch, wie bei Beeinflussungen durch die Elemente oder für die Entwicklung der astralen Sinne durch fluidische Kondensatoren, genügt nur ein einfacher aus einer Pflanze hergestellter fluidischer Kondensator.
Der ZUSAMMENGESETZTE universale fluidische Kondensator
Um besonders starke Kraftstauungen zu erzielen oder bei Arbeiten, die nicht nur einen mentalen oder astralen, sondern einen grobstofflichen Einfluß ausüben sollen, wie z. B. Schaffung von Elementaren (Wachs-Lehm-Figur), Bilderbelebung und bei anderen Materialisationsphänomenen, bedient man sich des zusammengesetzten fluidischen Kondensators, der aus folgenden pflanzlichen Extrakten besteht:
Angelikawurzel, Salbeiblätter, Lindenblüten,
Gurkenschalen oder Kürbiskerne, Akazienblüten oder -blätter,
Kamillenblüten, Lilienblüten, -blätter oder -wurzel, Zimtblüten
oder Zimtrinde, Brennesselblätter, Pfefferminzblätter, Pappelblätter,
Veilchenblüten oder -blätter -
evtl. Stiefmütterchen -, Weidenblätter oder Weidenrinde,
Tabak - grün oder getrocknet -.
Die Herstellungsweise ist eine dreifache. Die erste und einfachste ist die, daß du in einen größeren Topf gleiche Teile von den hier angeführten Pflanzen gibst, diese mit Wasser übergießt und eine halbe Stunde lang kochen läßt. Nachher abkühlen, durchseihen und den Absud langsam auskochen lassen, bis er so dick als nur möglich wird. Wieviel du Extrakt erhälst, soviel Alkohol oder Spiritus schüttest du dazu, tropfst dem Maße entsprechend - 10 Tropfen auf 100 Gramm - Goldtinktur hinein, eventuell Blut, Sperma oder beides, schüttelst alles gut durch, und seihst die ganze Flüssigkeit durch ein feines Sieb in eine dunkle Flasche - grün oder braun -, verkorkst diese und stellst sie an einen dunklen Ort bis zum Gebrauch.
Die zweite Herstellungsweise besteht darin, daß man die angeführten Pflanzen zu gleichen Teilen in eine Glasflasche, in ein Gurken- oder Einsudglas gibt, mit reinem Spiritus oder Alkohol übergießt, daß das Ganze unter Alkohol ist, und gut verschlossen an einem warmen Orte 28 Tage ziehen läßt.
Alsdann preßt man es durch Leinwand oder eine andere Presse, filtriert es und tropft dem Maße entsprechend die Goldtinktur dazu, evtl. auch seine eigenen Mumias - Blut und Sperma. Danach gießt man es in Flaschen und verwahrt es für den eigenen Gebrauch. In diesen Spiritusauszug kommt zwecks Konservierung kein weiterer Spiritus hinein.
Eine der besten Herstellungsarten ist allerdings die, wenn man jede Pflanze separat behandelt; entweder so, wie es bei dem einfachen fluidischen Kondensator - Kamille - beschrieben ist, oder man verfertigt sich Pflanzenextrakte durch spiritushaltige Auszüge. Hat man diese, so schüttet man alle separaten Auszüge zusammen, tropft die beschriebene Goldtinktur hinein und verwahrt es gut.
Ebenso verfährt man mit den vier weiteren speziellen fluidischen Kondensatoren zum Zweck der Elementebeeinflussungen. Die dazugehörigen Pflanzen sind folgende:
Für das Feuerelement:
Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer, Senfkörner
respektive Samen.
Anmerkung: Dieser fluidische Kondensator
darf infolge seiner Reizbarkeit nicht auf den Körper, namentlich nicht
auf die Augen kommen.
Für das Luftelement:
Haselnüsse, können auch Blätter
oder Rinde sein, Wacholderbeeren,
Rosenblüten oder -blätter, Koriandersamen.
Für das Wasserelement:
Hafer, kann auch feingeschnittenes Haferstroh
genommen werden,
Rübensamen verschiedener Art, evtl.
Futterrübe, Zuckerrübe u. dgl.
Pfingstrose, Blüten oder Blätter,
Kirschbaumblätter, evtl. auch Rinde.
Für das Erdelement:
Petersilie, Wurzel, Blätter oder Samen,
Kümmelsamen,
Spitzwegerich, breitblätterig oder langblätterig,
Kraut, Nelkenblüte oder Melissenkraut.
In den Augen eines Uneingeweihten werden die hier angegebenen Rezepte wie Kraut und Rüben durcheinandergeworfen gelten und vom pharmakologischen Standpunkt aus müßte man sie als Unsinn bezeichnen. Hier geht es aber nicht um die pharmakologische, sondern um die magische Wirkung. Das Auge des Eingeweihten, das die geheime Signatur der Pflanzen kennt, wird den richtigen Zusammenhang schon herausfinden.
Man könnte noch Hunderte von solchen Rezepten auf Grund der Analogiegesetze zusammenstellen; diese Richtschnur muß dem Magier jedoch genügen, und er wird mit ihr sicherlich auskommen. Alle hier angegebenen Rezepte stammen aus der Praxis und haben sich sehr gut bewährt. Ehe ich das Problem der flüssigen fluidischen Kondensatoren abschließe, will ich im Zusammenhang mit diesem ein alchimistisches Problem ein wenig beleuchten, und zwar das der Lebenselixiere.
Lebenselixiere
Die echten alchimistischen Lebenselixiere sind nichts anderes als fabelhaft zusammengestellte fluidische Kondensatoren, die analog den Elementen und den drei Ebenen des menschlichen Daseins hergestellt und dementsprechend magisch geladen werden. Für die Mentalsphäre werden Essenzen, für die Astralsphäre Tinkturen und für die grobmaterielle Sphäre Salze, eventuell Extrakte, entsprechend geladen, verwendet.
Die so erzeugten Elixiere beeinflussen natürlich
nicht nur den grobstofflichen Körper des Menschen, sondern auch seinen
Astral- und Mentalkörper. So ein Elixier ist demnach nicht nur ein
sehr gutes Heil-, sondern auch ein dynamisches Regenerationsmittel.
In einem weiteren, die Alchimie betreffenden
Werk, das ich herauszugeben beabsichtige, werde ich eine Reihe von Anleitungen
bringen. In diesem Lehrbuch weise ich nur darauf hin, daß die Elixiere
der echten Alchimisten nichts anderes sind als vorzügliche fluidische
Kondensatoren.
Die Zubereitung eines FESTEN fluidischen Kondensators
Da ich in der nächsten Stufe die echte Spiegelmagie, also die Praxis mit dem magischen Spiegel, beschreibe, muß der Magier es verstehen, sich einen magischen Spiegel selbst herzustellen. Dazu benötigt er einen festen fluidischen Kondensator, der aus sieben Metallen besteht. Diese sind:
Blei -------------------------------------ein
Teil
Zinn ------------------------------------ein
Teil
Eisen -----------------------------------ein
Teil
Gold ------------------------------------ein
Teil
Kupfer ----------------------------------ein
Teil
Messing --------------------------------ein
Teil
Silber ----------------------------------ein
Teil
Aloeharz (Gummiresina Aloe)--------ein Teil
Tierkohle (Carbo animalia) ----------drei
Teile
Steinkohle------------------------------sieben
Teile.
Die Teile sind hier nicht nach dem Gewicht, sondern nach dem Maß zu verstehen. Nimmt man z. B. einen Kubikzentimeter Blei, so muß auch von allen anderen Metallen ein Kubikzentimeter genommen werden. Dasselbe gilt von Aloe und den beiden Kohlearten. Alle Bestandteile werden pulverisiert. Weichere Metalle wie Blei und Zinn werden mit einer gröberen Feile zu Pulver (sogenannten Feilspänen) gemacht und für die härteren Metalle nimmt man eine feinere Feile.
Das Aloeharz zerstampft man in einem Mörser zu feinem Pulver, falls es nicht schon pulverisiert erhältlich ist. Ebenso verfährt man bei den Kohlearten. Sind alle Ingredienzen beisammen, mischt man sie gut durch, und die gewonnene Mischung ist schon der eigentliche feste fluidische Kondensator.
Das Elektro-Magicum der alten Magier und Alchimisten ist auch nichts anderes als ein fabelhafter fluidischer Kondensator, der aus 30 g Gold, 30 g Silber, 15 g Kupfer, 6 g Zinn, 5 g Blei, 3 g Eisen und 15 g Quecksilber zusammengesetzt ist. Wie man sieht, sind alle planetarischen Metalle darin vertreten, aus welcher Metall-Legierung magische Spiegel, Glocken und dgl. m. hergestellt wurden. Die von mir empfohlenen festen fluidischen Kondensatoren sind gleichfalls gut und verläßlich und vielfach erprobt worden.
Die Zubereitung von magischen Spiegeln
Es gibt zwei Arten von magischen Spiegeln, und zwar Flach- und Hohlspiegel. Für beide Arten eignen sich normale Spiegel, die mit Silberamalgam oder schwarzem Lack bestrichen oder mit einem flüssigen oder festen fluidischen Kondensator belegt werden. Gerade die Letztgenannten haben für unsere magische Praxis besonderen Wert, und an Hand einiger Beispiele beschreibe ich ihre Herstellungsweise.
1. Für den einfachsten mit einem Kondensator verfertigten magischen Spiegel eignet sich die Oberfläche eines Spiegels oder einer Glasschüssel, die mit einem flüssigen oder festen fluidischen Kondensator bestrichen wird.
2. Aus Pappe schneidest du dir eine kreisrunde
Scheibe im Durchmesser von
20 bis 50 cm, je nachdem wie groß du
den magischen Spiegel haben willst. Aus Lösch- oder Filtrierpapier
schneidest du eine gleichgroße Scheibe, tränkst oder bestreichst
diese einige Male gleichmäßig mit einem Pinsel oder Wattebausch,
bis sie vom fluidischen Kondensator ganz durchdrungen ist und läßt
sie trocknen.
Das Fließ- oder Filtrierpapier klebst du auf die zugeschnittene Pappe, läßt trocknen, und der Spiegel ist gebrauchsfertig. Einen so einfachen Spiegel wird sich sicherlich jedermann anfertigen können. Wem die runde Form nicht zusagt, kann eine ovale oder kantige wählen. Auch kannst du dir, wenn du willst, den Spiegel einrahmen. Der hierzu erforderliche fluidische Kondensator kann der einfache sein, aber mehr zu empfehlen ist, den zusammengesetzten fluidischen Kondensator zu nehmen.
3. Bei der dritten Methode verfährst du genauso, nur bestreichst du die Oberfläche des imprägnierten Fließ- oder Filtrierpapieres ganz dünn mit einem farblosen Lack und bestreust die ganze Oberfläche durch ein feines Sieb mit dem pulverisierten festen fluidischen Kondensator. Der nach dem Trocknen schon gebrauchsfertige Spiegel ist der beste magische Flachspiegel, den man sich überhaupt vorstellen kann, da er beide fluidischen Kondensatoren enthält, somit für die Praxis speziell geeignet ist.
4. Die Zubereitung eines parabolischen oder Hohlspiegels ist auch nicht kompliziert. Du verschaffst dir aus einer Glasfabrik oder aus einem Uhren-Spezialgeschäft ein gewölbtes Glas, wie es für größere Wanduhren verwendet wird. Auch eine Verdampfschale erweist denselben Dienst.
Die nach außen gewölbte Seite bestreichst du einige Male gleichmäßig mit schwarzem Spiritus oder mit Nitrolack - acetonhaltigem Autolack -, der sehr rasch trocknet. Willst du den Spiegel für optisches Hellsehen benützen, genügt es, ihn in einen schwarzen Holzrahmen einzulassen, und der Spiegel ist gebrauchsfertig. Falls du ihn aber noch mit einem fluidischen Kondensator belegt haben willst, so streichst du die nach innen gekehrte Seite noch mit gutem farblosem Lacke dünn an, streust durch ein feines Sieb den festen fluidischen Kondensator darauf und läßt ihn eintrocknen.
5. Wer sich einen magischen Hohlglasspiegel anfertigen möchte und kein Hohlglas auftreiben kann, nimmt statt des Glases ausgehöhltes Holz oder ein Stück Pappe, die sich im befeuchteten Zustande leicht bearbeiten läßt. Einen einfachen, billigen und leicht erreichbaren Hohlspiegel kann man sich aus Lehm, Gips und dgl. herstellen. Gelben Lehm oder Gips rührt man mit einem flüssigen fluidischen Kondensator so an, daß sich die Masse kneten läßt.
Mit den Händen formt man aus ihr den gewünschten Spiegel, läßt ihn langsam trocknen, damit keine Risse entstehen. Kommen sie dennoch vor, verschmiert man sie mit flüssig gemachtem Lehm und läßt die Form wieder gut austrocknen. Die fertige Spiegelform poliert man mit Glas oder Schmirgelpapier, damit keine Schlieren bleiben, und die hohle Spiegelfläche bestreicht man mit farblosem Lack, streut durch ein Sieb den Kondensator auf die lackierte Fläche und läßt abermals trocknen.
Nachher kann man noch mit schwarzem Spiritus- oder Nitrolack die Umrandung, falls man welche gemacht hat, nebst dem rückwärtigen Teil der Form anlackieren. Der Spiegel ist gebrauchsfertig.
Solch ein aus Lehm oder Gips selbstverfertigter Spiegel ist sogar magisch wirkungsvoller als ein aus Glas zubereiteter, da er zwei wirksame fluidische Kondensatoren hat, und zwar den festen und den flüssigen. Der flüssige Kondensator befindet sich im Lehm und der feste auf der Spiegeloberfläche. Es ist nur von Nachteil, daß so ein Spiegel im vergleich mit den anderen schwer ist und leicht bricht.
Bleibt dir nach der Zubereitung des Spiegels etwas von dem festen fluidischen Kondensator übrig, hebst du den Rest auf, da er noch für andere Zwecke verwendet werden kann, wie z. B. für einen magischen Stab, der aus einem 30-50 cm langen Holunderzweig hergestellt wird, in dessen ganze Länge man ein dünnes Loch bohrt und mit dem festen Kondensator ausfüllt. Der Stab wird hierauf verkorkt, versiegelt und für magische Operationen, wie Willensübertragungen auf Lebende oder andere Wesen, Bannungen und dgl. magisch geladen. Darüber jedoch mehr in meinem zweiten Werk »Die Praxis der magischen Evokation«. (siehe Uranusmonde Ariel bis Sycorax)
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